Chicks on Speed im Kunstraum BethanienVoodoo Chanel oder: Die dekadenten Rituale

Foto: Beda Mulzer (alle Rechte vorbehalten)

Don’t fashion, Don’t talk to Jesus, Don’t be a diva, don’t remember, Don’t make history, Don’t be naked, Don’t be nice, Don’t sign a contract, Don’t hug your cat, Don’t rule, Don’t think, Don’t Fluxus. Don’t Dream.
– Chicks on Speed

Am Eingang: Frauen mit Hosen. Und ohne. Frauen in Roben. Und Röcken. Frauen in Raumanzügen? Kampfanzügen. In Kampfposen. Frauen mit Brüsten. Und ohne. Transparente Frauen im Zeitraffer, auf Gaze. Es ist als könnte man durch sie greifen und laufen, aber das stimmt nicht. Chicks on Speed, frei übersetzt ‚Frauen auf Drogen‘ haben den Berliner Kunstraum Kreuzberg/Bethanien besetzt. Wobei man Speed natürlich nicht mit Amphetamin übersetzen muss. Es könnte auch Tempo, Drehzahl oder (Licht-)Empfindlichkeit heißen. Würde alles passen. Weiterlesen

Kommentare deaktiviert  Verschlagwortet mit , , ,

Virtuelle Sheriffs bei blueservo.netCowboyspiel, Social Network oder patriotische Jagd?

Verpixeltes Bild einer Wüste.

Screenshot: blueservo.net, alle Rechte vorbehalten

Im selben Augenblick, da die Einheit des irdischen Raumes denkbar wird und die multinationalen Netze an Stärke gewinnen, verstärkt sich auch der Lärm der Partikularismen, all derer, die für sich bleiben wollen, oder derer, die nach einem Vaterland suchen, als wären der Konservativismus der einen und der Messianismus der anderen dazu verdammt, die selbe Sprache zu sprechen: die des Bodens und der Wurzeln.
(Marc Augé)

Dank des selbst ernannten Sozialen Netzwerks BlueServo können Menschen von überall auf der Welt als Virtual Texas Deputies für Recht und Ordnung an der texanischen Grenze zwischen Mexiko und den USA sorgen. Ist man als virtueller Sheriff erst einmal angemeldet und eingeloggt, gilt es lediglich ein bis zwei „kritische“ Orte zur Beobachtung aus einer Liste auszuwählen und schon ist man live mit dabei. Weiterlesen

Kommentare deaktiviert  Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , ,

„Post Porn Poetry“ im Maxim-Gorki-TheaterCollage statt Konfrontation

Bild: Bettina Stöß (alle Rechte vobehalten)

Das Maxim-Gorki-Theater traut sich was. Wo auf den meisten vergleichbaren Bühnen noch die Postdramatik abgehandelt wird, steht hier seit Juni 2011 „Postpornografie“ auf dem Programm. Im Studio des Berliner Traditionshauses zeigt das Künstlerkollektiv ZENTRALE “Post Porn Poetry“, die Diplominszenierung der Regisseurin Agnes Hansch. Wer allerdings nackte Leiber erwartet, die ja im Theater eigentlich keine Seltenheit mehr sind, der wartet vergebens. Hardcore-Sex, Prostitution, Sadomaso – das alles gibt es „nur“ verbal. Aber schließlich ist Porno ja nicht zuletzt ein literarisches Genre. Das kann man in Zeiten von YouPorn natürlich schon mal vergessen. Umso überraschender, dass „Post Porn Poetry“ auf filmisches Material ganz verzichtet. Weiterlesen

Kommentare deaktiviert  Verschlagwortet mit , , , , , , , , ,