Archiv des Autors: Katja Grawinkel
Camp / Anti-Camp. A Queer Guide to Everyday LifeKomplexität in ihrer schillerndsten Form im Berliner HAU 2
Beim Reinkommen riecht es nach Rosmarin und Bühnennebel. Zwei schräge Vögel rühren in dampfenden Töpfen. Darüber baumeln künstliche Bärte und opulenter Blumenschmuck verwelkt in Echtzeit. An einer mit Knochen verzierten Bar gibt es Kirschbrand und Schlimmeres. Auf Bücherstapeln türmen sich … Weiterlesen
Meistens Plan BLaura Kalauz zeigt „Punto de Fuga – Fluchtpunkt“ in Zürich
Der Eintritt ist frei. Wir dürfen alle umsonst rein, in den kargen Saal des Theaterhauses Gessnerallee in Zürich. Und wir dürfen nach eineinhalb Stunden auch wieder raus und gehen, wohin wir wollen. Das unterscheidet uns von den Frauen, die wir … Weiterlesen
ShameWie der nächste Schuss
In den ersten zehn Minuten des Films ist Brandons Penis häufiger im Bild als sein Gesicht. So lernen wir die Hauptfigur in Steve McQueens „Shame“ kennen. Brandon läuft nackt in kühlem Licht vom Schlafzimmer ins Bad, wobei er eine Namenlose … Weiterlesen
CherryPorno, Film und Festivals (62. Berlinale)
„Cherry“ heißt eigentlich Angelina und ist ein braves Hollywood-Mädchen. Sie erträgt stoisch die zerrütteten Verhältnisse zu Hause und macht nur eine kleine Szene als ihr Freund (Nr. 1) sie für eine saftige Provision an einen Kumpel vermittelt, der Nacktfotos von … Weiterlesen
Sex und Arbeit oder: Das Unsichtbare sichtbar machenreSource for transmedial culture (transmediale 2k12)
Das Transmediale-Thema in/compatible steht für Widersprüche in einer hyper-funktionalen Welt. Während in allen Bereichen Abläufe optimiert werden, fragt es nach dem, was nicht glatt läuft. Mit dem Programm reSource for transmedial culture sollen über die Festivalwoche hinaus, die Sonntag zu … Weiterlesen
Museale Geisterbahn(transmediale 2k12)
Die Ausstellung der diesjährigen Transmediale heißt „Dark Drives“. Man erwartet also nicht unbedingt einen White Cube. Aber wer hätte gedacht, dass die Ausstellungsmacher um Jacob Lillemose ihre Besucherinnen so tief ins Dunkle führen würden? Durch eine Black Box aus Sound … Weiterlesen
Hallo liebe Bank!Sascha Bunge inszeniert „Geld“ für Publikum ab 9 Jahren
Was ist das? Es gibt mehr davon als man zählen kann. Man benutzt es zum Belohnen, Beschenken und um es den Toten mitzugeben. Und wenn man einmal anfängt, es auszugeben, dann hört man nie wieder damit auf. „Geld“ lautet die … Weiterlesen
Anspruchsvolle GänsehautFolk-Tassignon quartet im B-Flat Berlin
Warum glänzen Jazz-Musiker eigentlich immer so? Oder sieht es für Uneingeweihte nur so aus, weil sie an das dunkelrote Licht in Jazz-Bars nicht gewöhnt sind? Strahlende Erscheinungen auf der Bühne, die poliertes Holz im Arm und funkelndes Blech an die … Weiterlesen
In guten HändenEs vögeln nur die Enten
Die Symptome sind vielfältig: Lebenshunger, Lust, Überforderung, Traurigkeit, Mordgelüste. Die Ursachen sind es nicht minder: Haushalt, Kinder, Eheleben, das nordeuropäische Klima oder politische Unzufriedenheit. Die populäre Diagnose für Frauen, die in den 1880er Jahren solche Leiden plagten, lautete immer gleich: … Weiterlesen
Charlotte & Mr. StoneGiggeln, Glucksen, Schmunzeln, Schrecken
Charlotte & Mr. Stone sind ein tropfender Wasserhahn mit Fahrradunfall, ein Kichern bis Gackern, Husten bis Schnauben. Sie sind Interferenzen und Zwischenfrequenzen, musikalische Texturen zwischen Schmunzeln und Schrecken. Charlotte & Mr. Stone a.k.a. Simon Vincent und Sophie Tassignon sind eine … Weiterlesen
