Nude StudyAktstudie mit der Kamera beim 6. Pornfilmfestival Berlin

Nude Study von Stefan Propescu (alle Rechte vorbehalten)

Widmet sich ein Zeichner oder Maler dem nackten Körper, dann ist das Kunst, eine Aktstudie, Aktmalerei. Die Bildhauerei wäre ohne die Skulpturen nackter Körper von der griechischen Antike bis heute unvorstellbar und auch in der Fotografie hat sich die Aktfotografie als fester Bestandteil der Kunst etabliert. Und im Film? Da ist der gefilmte entblößte Körper dann Pornografie. Oder vielleicht doch auch ein bisschen Kunst? Mit dieser Frage sehen sich nicht nur Team und Publikum des sechsten Pornfilmfestivals in Berlin konfrontiert, sondern auch Sarah, die Protagonistin des australischen Film-Dramas Nude Study von Stefan Propescu. Weiterlesen

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Was Frauen wollen?6. Pornfilmfestival Berlin

"Chatroulette" von Maria Llopis (alle Rechte vorbehalten)

Wenn es in Deutschland um Pornografie und Frauen geht, dann ist die prominenteste Assoziation wohl Alice Schwarzers PorNo-Kampagne, die in direkter Linie auf US-amerikanische feministische Pornogegnerinnen wie Andrea Dworkin zurückgeht. Der berühmteste Slogan dieser Bewegung war „Porno ist die Theorie. Vergewaltigung ist die Praxis“ und Zensur, am besten Verbot, schien ihren Vertreterinnen der einzige Weg, Pornografie zu handhaben. Virginie Despentes‘ Film „Mutantes – Punk, Porn Feminism“, der jetzt beim 6. Berliner Pornfilmfestival gezeigt wurde, dokumentiert einen anderen Ansatz. Seit den 1960er Jahren verknüpfen Frauen Feminismus, Sexarbeit und Pornografie zu eigenwilligen politischen Bewegungen. Mutationen, aus denen nicht nur die Porn Studies mit ihrer berühmtesten Vertreterin Linda Williams hervorgegangen sind, sondern auch eine kleine aber ansehnliche Riege weiblicher Pornografinnen. Weiterlesen

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Eine ganz normale KatastropheSteven Soderberghs neuer Film „Contagion“

Gwynth Paltrow küsst die Hand

Foto: Warner Bros. (Alle Rechte vorbehalten)

Alles beginnt mit einem Husten. Dann blendet das Bild auf und man sieht Beth Emhoff (Gwyneth Paltrow) in einem Café am Flughafen in Chicago sitzen und mit ihrem Liebhaber telefonieren. Nebenbei nimmt sie sich ein paar Erdnüsse aus einer Schale vor ihr auf dem Tisch. Die Kamera fokussiert auf die Schale mit den Erdnüssen, dazu kommt die eingeblendete Information: „Day 3“. Der Katastrophenfilm-erfahrene Zuschauer ahnt: Hier bahnt sich etwas an und zwar nicht erst 28 Tage später. 24 Stunden später ist Beth tot, kurz darauf auch ihr Sohn, dahingerafft von einer mysteriösen Krankheit, die sie sich auf einer Geschäftsreise nach China eingefangen hat. Weiterlesen

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