Reflexion 3Digitaler Selbstverlag

Texte zu verfassen ist eine beliebte Aufgabe. Wir alle können es, mehr oder weniger. Wer damit allerdings seinen Lebensunterhalt verdienen möchte, begibt sich auf einen gefüllten Markt. Wer einen der diversen Journalismus-, Kultur- oder Medienstudiengänge absolviert hat, darf um Praktikumsplätze, Volontariate und ein paar wertvolle bezahlte Zeilen kämpfen. Jobs sind knapp und die gedruckten Seiten sind begrenzt. Online ist hingegen viel Platz. In Sekunden lässt sich mehr Text laden, als man jemals lesen könnte. Weiterlesen

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I‘m not a f**king princessBildermacht macht Bildermacht

Anamaria Vartolomei und Isabelle Huppert

Bild: X Verleih AG (Alle Rechte vorbehalten)

I‘m not a f**king princess ist einer dieser Filme, an denen der autobiografische Hintergrund zwangsläufig fasziniert: Die Regisseurin Eva Ionesco wurde von ihrer ehrgeizigen Mutter mit elf Jahren als Aktmodell missbraucht. Und das im großen Stil und mit viel Erfolg: Der italienische Playboy (1976) und auch DER SPIEGEL (1977) druckten die Skandalbilder. Die von der Kunstszene der 70er besessene Fotografin Hannah wird nun von Superstar Isabelle Huppert als eiskalte Diva gezeigt. Damit ist dem Regiedebüt Aufmerksamkeit gewiss. Weiterlesen

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Kunst, Porno, Artporn?Konkurrierende Rhetoriken beim 6. Pornfilmfestival Berlin

"Angel in the Toilet" von Koichi Imaizumi (alle Rechte vorbehalten)

„Was ist der Unterschied zwischen Kunst und Pornografie?“, fragen die Macher_innen des 6. Berliner Pornfilmfestivals auf ihrer Homepage. Und die Antwort haben sie auch gleich parat: „Kunst ist teurer!“ Das mag eine grobe Verallgemeinerung und in einigen Fällen schlicht falsch sein, es führt allerdings direkt zum Kern des Diskurses um Pornografie. Immer geht es dabei um Abgrenzung. Pornografie ist das ewig Andere der Kultur, das Schmuddelige ohne Mehrwert. Oder in einer paranoiden aber höchst aktuellen Ausprägung: das Allgegenwärtige, zu dem jeder (sogar Kinder und Frauen!) ständig Zugang hat und vor dem jeder folglich beschützt werden muss.

Aber es gibt auch eine Gegentendenz, zu der das Berliner Porn Filmfestival, das in diesem Jahr (26.-30.10. 2011) den Rekord von 5.000 Besuchern geknackt hat, seinen Beitrag leistet. Weiterlesen

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