Hundenächte des LebensFrühe Fotografien von Gundula Schulze Eldowy im C/O Berlin

Margarete Dietrich - Berlin 1979, aus der Serie "Berlin in einer Hundenacht" (Gundula Schulze Eldowy, alle Rechte vorbehalten)

Die Bilder von Gundula Schulze Eldowy zeigen keine Hüllen, keine Klischees und keine gesellschaftlich standardisierten und vorprogrammierten Bilder, sondern Menschen (und Orte) in ihrer Wirklichkeit, in der fast schmerzhaften Realität; die Helden der Hinterhöfe und Fabriken, die Bewohner der abgelegenen Kammern und den Nachbarn von nebenan. Sie sind berührend, bewegend, verstörend und trotzdem vertraut, vielleicht eben deswegen, weil sie wie ein Spiegel funktionieren, in dem wir uns als Mensch wiedererkennen. C/O Berlin präsentiert in einer Retrospektive etwa 120 Fotografien, entstanden zwischen 1977 und 1990. Neben den Serien „Berlin in einer Hundenacht“ und „Tamerlan“ ist der Farbzyklus „Der große und der kleine Schritt“ in seiner Gesamtheit erstmals in Berlin zu sehen. Weiterlesen

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Und dann der RegenKolonialisierung, Privatisierung, Medialisierung

Filmbild mit Juan Carlos Aduviri auf einer Demo

Bild: Piffl Medien (alle Rechte vorbehalten)

Und dann der Regen (También la lluvia) erzählt die Geschichte einer spanischen Filmcrew, die in Bolivien einen kritischen Film über die Rolle der Kirche bei der Kolonialisierung Südamerikas durch Kolumbus und die spanische Krone drehen will. Bei den Dreharbeiten wirken auch zahlreiche indigene Schauspieler und Komparsen mit. Als ein Aufstand die Stadt ins Chaos stürzt, gerät die Filmproduktion in Gefahr – und die Rolle der europäischen Filmemacher in ein neues Licht. Weiterlesen

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In guten HändenEs vögeln nur die Enten

Bild: Senator (alle Rechte vorbehalten)

Die Symptome sind vielfältig: Lebenshunger, Lust, Überforderung, Traurigkeit, Mordgelüste. Die Ursachen sind es nicht minder: Haushalt, Kinder, Eheleben, das nordeuropäische Klima oder politische Unzufriedenheit. Die populäre Diagnose für Frauen, die in den 1880er Jahren solche Leiden plagten, lautete immer gleich: Hysterie. „Hysteria“ heißt Tanya Wexlers Komödie zum Thema schlicht im englischen Original. Die deutsche Version ist mit „In guten Händen“ betitelt und legt den Fokus stärker auf die Behandlungsmethoden. Als Film über die Erfindung des Vibrators sollte er keine Probleme haben, Publikum in die Kinos zu locken.  Weiterlesen

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