
Foto: Arno Declair / Deutsches Theater. Alle Rechte vorbehalten.
Im letzten Jahr haben viele öffentliche Personen einfach aufgehört, sind zurückgetreten, haben abgedankt. Der Spiegel hat mindestens fünf Titelseiten zum Burn-out, der Leistungsgesellschaft und dem Aussteigen veröffentlicht. Das Verhältnis zur Arbeit, zum wann ist was zu viel und was ist zu wenig – wird an einem bunten Liederabend mit einer ordentlichen Portion Ironie derzeit im Deutschen Theater Berlin in Frage gestellt.
Eine Ausstellung im Dresdner Hygienemuseum beschäftigte sich im vergangen Jahr mit „Arbeit. Sinn und Sorge“. Das trifft den Nagel auf den Kopf und überdeutlich wird hier: Arbeit hat einen sehr hohen Stellenwert in der westlichen Gesellschaft, und das nicht nur wegen des Geldes. Arbeit ist Sinnträger im Alltag, ist Bestätigung für das Ego, ist Beschäftigungsmaßnahme für den Menschen. Und durch Arbeit wird geschaffen. „Es gibt zu viel, zu viel von allem“ schreit Margit Bendokat komplett überfordert auf der großen Bühne des Deutschen Theaters, sie will ihr „nüscht“ zurück Weiterlesen


