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	<title>Schönschrift &#187; Freischwimmer Festival</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Mission erfüllt. Battle gewonnen! &#124; Freischwimmer Festival 2011</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 09:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ende Mai feierten mariamagdalena und ihre Gäste noch einmal polnische Hochzeit im Düsseldorfer Forum Freies Theater und damit war es dann auch vorbei, das Freischwimmer Festival 2011. Fünf Städte, sieben Produktionen und ein Blog-Battle, veranstaltet von Theater der Zeit. Wir &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/mission-erfuellt-battle-gewonnen-freischwimmer-festival-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Mission+erf%C3%BCllt.+Battle+gewonnen%21+%7C+Freischwimmer+Festival+2011+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_864" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-864" title="freischwimmer festival 2011" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/freischwimmer_grafik.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Grafik: Freischwimmer Festival; alle Rechte vorbehalten</p></div>
<p>Ende Mai feierten <a title="Bis dass der Tod uns scheidet | So schlecht wie echt (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/bis-dass-das-tod-uns-scheidet-kritik-mariamagdalena-freischwimmer/">mariamagdalena und ihre Gäste noch einmal polnische Hochzeit</a> im Düsseldorfer Forum Freies Theater und damit war es dann auch vorbei, das <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/index.php">Freischwimmer Festival 2011</a>. Fünf Städte, sieben Produktionen und ein Blog-Battle, veranstaltet von Theater der Zeit. Wir hatten uns im März schon einmal <a title="Geschafft! | Wir sind die Sieger der ersten Blog-Battle Etappe (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/geschafft-wir-sind-die-sieger-der-ersten-blog-battle-etappe-freischwimmer-2011/">riesig gefreut</a>, als Schönschrift.org nach dem Festivalauftakt in den sophien­saelen zum Etappensieger unter den Berliner Blogs erkoren wurde.</p>
<p>Nun wissen wir kaum mehr wohin mit dem ganzen Stolz: Wir haben den Blog-Battle insgesamt gewonnen!</p>
<blockquote><p>Überzeugt hat vor allem die sprachliche Qualität und der redaktionelle Aufbau der Texte: eine ausgewogene Mischung aus präziser Beobachtung des Bühnengeschehens, Kontextualisierung der Inszenierungen durch anregenden Links, kritischer Perspektive und unaufdringlichem Humor.</p></blockquote>
<p>Das schreibt <a href="http://theaterderzeit.de/Blog/Show/1789">Jakob Schumann von Theater der Zeit</a> und wir aalen uns in dem Lob. Vielen Dank TdZ, vielen Dank Freischwimmer Festival! Spaß hat&#8217;s gemacht. Bis nächstes Jahr!</p>
<p><em>Hier gibt es <a href="/tags/freischwimmer-festival-2011/">alle unsere Freischwimmer-Beiträge</a> zum Nochmal-Lesen.</em></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Mission+erf%C3%BCllt.+Battle+gewonnen%21+%7C+Freischwimmer+Festival+2011+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Wiener Blut &#124; Drei weitere Blogger im Freischwimmer-Battle (Freischwimmer Festival 2011)</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 07:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bergfest für die Freischwimmer! Eigentlich haben sie es schon fast über den Gipfel geschafft. Das Festival für Live Art, Performance und Freies Theater gastiert, nachdem es in Berlin und Hamburg war, noch bis zum 16. April im Brut Wien. Drei &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/wiener-blut-drei-weitere-blogger-im-freischwimmer-battle-freischwimmer-festival-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Wiener+Blut+%7C+Drei+weitere+Blogger+im+Freischwimmer-Battle+%28Freischwimmer+Festival+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bergfest für die Freischwimmer! Eigentlich haben sie es schon fast über den Gipfel geschafft. Das Festival für Live Art, Performance und Freies Theater gastiert, nachdem es in <a title="Battle ums Abzeichen | Wir bloggen beim Freischwimmer Festival 2011" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/blog-battle-freischwimmer-festival-2011/">Berlin</a> und <a title="Die Hamburger Battle-Blogger | (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/hamburger-battle-blogger-freischwimmer/">Hamburg</a> war, noch bis zum 16. April im Brut Wien. Drei neue Blogs beteiligen sich am Wettbewerb:</p>
<p><a href="http://krisfreischwimmer.wordpress.com/">http://krisfreischwimmer.wordpress.com/</a><br />
<a href="http://glasfront.wordpress.com/">http://glasfront.wordpress.com/</a><br />
<a href="https://freischwimmerwien.wordpress.com/">https://freischwimmerwien.wordpress.com/</a></p>
<p>Wir sind jetzt schon große Fans. Zum Beispiel von dem selbst produzierten <a href="http://krisfreischwimmer.wordpress.com/2011/04/13/die-eigenproduktion-3/">Festival-Clip</a> aus dem sicher frühlingsfrischen Schwimmbad. Respekt! Besonders lecker: die <a href="https://freischwimmerwien.wordpress.com/2011/04/12/rezeptanleitung-fur-dein-personliches-notstandsherz/">Backanleitung für die Lebkuchenherzen</a>, die in Barbara Ungepflegts <a title="Notstand | Heterotopie aus Holz (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/notstand-heterotopie-barbara-ungepflegt-freischwimmer/">Notstand</a> hängen. Nur die Beschriftung muss man sich selbst ausdenken. Wie wär&#8217;s mit: &#8222;<del>Es kann nur einen geben</del>&#8220;.</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Wiener+Blut+%7C+Drei+weitere+Blogger+im+Freischwimmer-Battle+%28Freischwimmer+Festival+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Crux der Flexibilität &#124; Der Landesverband Freie Theaterschaffende Berlin im Gespräch (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 09:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
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		<description><![CDATA[Beim Freischwimmer Festival treffen sich Nachwuchs-Künstler, die nach der Ausbildung als freie darstellende Künstler arbeiten wollen, statt sich auf einen Job im Betrieb der Stadt- und Staatstheater zu bewerben. Wir haben den Berliner Landesverband Freie Theaterschaffende (LAFT) über Perspektiven in &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/laft-landesverband-freie-theaterschaffende-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Crux+der+Flexibilit%C3%A4t+%7C+Der+Landesverband+Freie+Theaterschaffende+Berlin+im+Gespr%C3%A4ch+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_917" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-917" title="Freischwimmer: sp38 &quot;Escape&quot;" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/bank-escape-freischwimmer.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Vor den Berliner sophiensælen: „Escape“ von sp38</p></div>
<p><em>Beim Freischwimmer Festival treffen sich Nachwuchs-Künstler, die nach der Ausbildung als freie darstellende Künstler arbeiten wollen, statt sich auf einen Job im Betrieb der Stadt- und Staatstheater zu bewerben. Wir haben den Berliner </em><a href="http://www.laft-berlin.de/"><em>Landesverband Freie Theaterschaffende</em></a><em> (LAFT) über Perspektiven in der Freien Szene und das Berufsbild der „Freischwimmer“ befragt. Anne Passow, Björn Pätz und Wenke Hardt beantworteten unsere Fragen per Mail. </em></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Schönschrift: Was ist frei am freien Künstler?</strong></span></p>
<p>Das Berufsbild des freien darstellenden Künstlers ist vor allem in seiner Widersprüchlichkeit zu sehen. Zunächst einmal ist ein Freier Künstler insofern frei als er sich selbst Mittel und Wege verschafft, die Kunst umzusetzen, hinter der er steht. Die Kompromisse, die dabei entstehen wie Zugeständnisse z.B. an die ursprüngliche Idee, die Antragsvorgaben angepasst wird, oder an die eigene Einkommenslage sind von ihm selbst abgewogen, heißt, es gibt ein hohes Maß an Selbstentscheidung und daher Identifikation mit der Arbeit.<span id="more-858"></span></p>
<p><strong>Was ist der Unterschied, wenn man sich entscheidet, nicht an ein Stadt- oder Staatstheater zu gehen?</strong></p>
<p>Im Vergleich zu einem angestellten Künstler, der ganz anderen Weisungen und Zwängen unterworfen ist,  birgt  freie künstlerische Tätigkeit ein höheres Maß an Flexibilität, künstlerischer Freiheit, Experiment, Erforschung von Prozessen etc. In diesen Freiheiten  liegt ein wesentlicher Motor für die immense Entwicklung und Kreativität der Freien Darstellenden Kunst in den letzten Jahren, aus der erwiesenermaßen wesentliche Impulse und Innovationsschübe im Theaterbereich kommen, die von den Stadt- und Staatstheatern wiederum aufgenommen werden.</p>
<p><strong>Aber es gibt doch auch Nachteile, oder?</strong></p>
<p>Hier beginnt die Crux des freien Künstlers: Dadurch, dass er selbstbestimmt und selbstverantwortet die eigene Kunst im Sinne eines Identitätsversprechens  produziert und die künstlerische Tätigkeit als Berufung betrachtet, nicht als Gelderwerb, passiert kreativer Output oft freiwillig auf dem Level der Selbstausbeutung. Das System, welches diese Ausbeutung erzwingt, wird durch die Kunst zwar kritisiert, nur ändert das nichts am System selbst, das sich durch die Inkorporierung der Kritik noch stabilisiert.</p>
<p><strong>Was heißt das konkret? Gibt es Zahlen über diese „Ausbeutung“?</strong></p>
<p>Durch den bundesweit angelegten Report Darstellende Künste, eine Publikation, die vom <a href="http://www.fonds-daku.de/">Fonds Darstellende Künste</a> initiiert wurde, existieren jetzt deutliche Zahlen: So arbeiten inzwischen knapp über 50 % der darstellenden KünstlerInnen in freien Strukturen bzw. pendeln zwischen befristeten angestellten Arbeitsverhältnissen und selbständiger Tätigkeit hin und her. Ihr jährliches Einkommen liegt  bei durchschnittlich 11.500€ und somit um 40% niedriger als das durchschnittliche Jahreseinkommen aller Arbeitnehmer in Deutschland, eingeschlossen geringfügig Beschäftigter. Die Rentenprognosen für die Freien Darstellenden KünstlerInnen liegen im Durchschnitt unter 500 €.</p>
<p>Sich der politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge bewusst zu werden, innerhalb derer freies Theater produziert wird und zunehmend an Bedeutung gewinnt, während die festen Häuser mit ihren Apparaten und Gewerken, tradierten Abläufen und tariflich gebundenen Verträgen immer mehr in die Krise geraten, halten wir vom LAFT Vorstand für unumgänglich. Die Freie Darstellende Kunst mit ihren fluktuierenden, flexiblen und prekären Strukturen ist anpassungsfähiger an die Märkte eines neoliberalen und deregulierten Kapitalismus und zeichnet für einen Strukturwandel der Arbeitsmärkte, für den sie wohl so etwas wie ein Vorreiter ist. Ihre Akteure agieren nicht nur flexibel in ihren Mitteln, sondern auch multilokal. Sie sind wenig abgesichert und arbeiten teilweise sogar in gesetzlichen Grauzonen, die unvermeidlich an der Grenze zur Illegalität liegen (z.B. Stichwort Scheinselbständigkeit). Sie hangeln sie sich von Projektantrag zu Projektantrag, um präsent zu bleiben, in der Hoffnung, dass sich irgendwann eine Stabilität einstellt. Doch die ist aufgrund der Förderstrukturen und der geringen Ausstattung der Förderetats im Vergleich zu einer großen produzierenden Masse oft nicht in Sicht. Sieht man sich diese Kehrseite der Freien Darstellenden Kunst an, ist der Preis, der von einem Großteil der Szene gezahlt wird, hoch.</p>
<p><strong>Wie tritt der LAFT dem entgegen und was tun einzelne Künstler?</strong></p>
<p>Man wird an den Strukturen nicht unmittelbar etwas ändern, aber vielleicht mittelbar durch Vertretung gegenüber den politischen Entscheidungsträgern und durch Einflussnahme auf die Produktionsmittel und -strukturen. Es sind Gegenentwürfe zur atomisierten Künstlerexistenz zu verzeichnen: Künstlerische Prozesse werden von Gruppen oft in Kollektivstrukturen verlegt, um über die Hintertür doch eine gewisse Nachhaltigkeit zu erreichen, so dass für den/die Einzelne/n Pufferzonen innerhalb des permanenten Produktionszwangs entstehen. Oder es gibt die Landesverbände, die in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich stabil aufgestellt, aber doch deutlich als ein Zeichen für die zunehmende Selbstorganisation der Freien KünstlerInnen erkennbar sind.</p>
<p>Solche Interessenverbände sind vielleicht Paradoxien, weil sie eine ästhetisch und strukturell fast nicht zu bündelnde Szene in sich vereinen und ihr eine Stimme zu verleihen suchen. Aber diese kann dann gegenüber der Politik und der Wirtschaft erhoben werden, um dort ein Bewusstsein für den Strukturwandel und eine notwendige Nachhaltigkeit in diesem Bereich zu schaffen. Die Unkenntnis auf Seiten der  Politik über die Vielfalt, die Leistungen und die Produktionsbedingungen innerhalb der Freien Darstellenden Kunst ist noch eklatant verbreitet und solidarische Vernetzungsstrukturen werden im Zuge voranschreitender Kommodifizierung  immer wichtiger, um Freiräume für eine Kunstproduktion zu bewahren, die ihren eigenen Gesetzen folgt und nicht zum Ornament degradiert wird.</p>
<p>Konkret und mit Blick auf den nächsten Berliner Haushalt fordert der LAFT Berlin, gemeinsam mit dem TanzRaumBerlin Netzwerk, eine Etaterhöhung für die freien Gruppen und Spielstätten um 6 Millionen auf 10 Millionen €. Diese Erhöhung ist notwendig, um Honoraruntergrenzen für öffentlich geförderte KünstlerInnen einführen zu können, die derzeit nicht selten für 2-3 € pro Stunde professionelle Kunst betreiben und das Hauptstadtimage wesentlich prägen. Dafür führen wir gerade Einzelgespräche mit Politikern und der Kulturverwaltung des Senats und werden im Sommer auch öffentlichkeitswirksame Aktionen dazu organisieren. Wir sammeln jetzt schon <a href="http://tanzraumberlin.de/index.php?article_id=257&amp;clang=0">Unterschriften</a> dafür.</p>
<p><strong>In <em>Theater der Zeit</em> (2/2011) war zuletzt von einer „Krise der Überproduktion“ in der Freien Szene zu lesen. Heißt das, es ist möglicherweise gar kein Platz für den Nachwuchs? Oder wo und wie müsste dieser Platz geschaffen werden?</strong></p>
<p>Ja, es gibt diesen zunehmenden Druck der „Neuen“ auf die bestehenden Strukturen, da diese stark begrenzt sind. Die Jury für privatrechtlich organisierte Theater und Theater- und Tanzgruppen in Berlin vollführt regelmäßig den undankbaren Balanceakt, zwischen bewährten Gruppen und Spielstätten, die eine längerfristige Planungssicherheit verdienen und brauchen und neuen, nachrückenden Gruppen und EinzelkünstlerInnen zu entscheiden, um am Ende doch keinem der beiden Bereiche wirklich gerecht werden zu können. Das Berliner Fördersystem berücksichtigt in der Anlage eigentlich alle Stadien und deren Entwicklung &#8211; von der Einstiegs- bis zur Konzeptionsförderung -  allein die Etats von Projekt- und Konzeptionsförderung sind so gering bzw. über die Jahre geschrumpft, dass das Entscheidungsverfahren einem absurden Verschiebebahnhof gleicht, wo Geld, das hier ausgegeben wird, an einer anderes Stelle schmerzlich entbehrt werden muss, was von den Jurys auch regelmäßig kritisiert wird.</p>
<p>Die Antwort, wie der Situation der Überproduktion im Verhältnis zu den vorhandenen Strukturen zu begegnen sei, ist sicher nicht einfach. Sie liegt wesentlich in der längst anstehenden Anerkennung der Freien Darstellenden Kunst als einer professionell betriebenen und – wie die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestags bereits 2008 konstatierte – „unverzichtbaren Säule der Kultur“ und einer gemäßen und nachhaltigen Förderung dieser Säule. Die Entwicklungen zur Zeit zeigen, dass Wege aus dem Dilemma auch in neuen und auszubauenden  Formen der Kooperation zwischen festen Häusern und Freien gesucht werden.</p>
<p><strong>Was ratet ihr jungen Künstlern, die sich als „Freie“ versuchen wollen? Welche Perspektive haben sie?</strong></p>
<p>Neben der künstlerischen Qualifikation sind Managementfähigkeiten unverzichtbar, wenn man sich in der Freien Szene bewegt. An den Universitäten sickert diese Erkenntnis erst langsam durch und es werden innerhalb der Ausbildung auch Seminare angeboten, die die Bereiche Förderstrukturen, Projektmanagement, Versicherungen, Rechtsformen, Verträge, Künstlersozialkasse etc. beleuchten und vermitteln. Bisher gibt es da eine große Lücke innerhalb der Szene, die von Produktionsbüros und freien ProduktionsleiterInnen geschlossen wird, wenn man sie sich leisten kann. Es gibt von freien Trägern oder Hochschulen Weiterbildungsangebote, wo Künstler in diese Materie eingeführt werden.</p>
<p>Noch immer wird von vielen dieses Handwerkszeug Selbstmanagement als Einengung der eigentlichen künstlerischen Tätigkeit gesehen und deshalb niedrig eingestuft. Umgekehrt ist es aber der Fall, dass freie Projekte mit qualifiziertem Management ganz anders künstlerisch durchstarten können. Weiterhin raten wir natürlich, in den <a href="http://www.laft-berlin.de/mitglied-werden/informationen.html">LAFT Berlin</a> oder <a href="http://www.freie-theater.de/landesverband.html">andere Landesverbände</a> einzutreten, zum einen, um sich dort mit anderen KünstlerInnen zu vernetzen und um sich aus den oben beschriebenen politischen Gründen zu engagieren.</p>
<p><strong>Sollte sich ein Festival wie Freischwimmer eurer Meinung nach neben der Kunst auch stärker mit dem politischen Kontext der freien Szene auseinandersetzen?</strong></p>
<p>Ja, der politische Kontext sollte gerade von den Freien und den Festivals selbst mitgedacht, abgebildet und in die Diskussion gebracht werden. Die Sensibilität für die Belange der Freien scheint sich in Politik und Öffentlichkeit in den letzten Jahren zu erhöhen. Die Kontexte und die substanziellen Impulse oder Empfehlungen können aber am besten die Akteure selbst liefern. Es gibt da einen Nachholbedarf und auch eine gewisse Empfänglichkeit für Informationen und Austausch von Seiten der Politik und auch innerhalb der Szene kann die Thematisierung der politischen Kontexte nur förderlich sein.</p>
<p><strong>Vielen Dank!</strong></p>
<p><em>Der zitierte „Report Darstellende Künste.  Studie zur wirtschaftlichen, sozialen und arbeitsrechtlichen Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland“ (Berlin 2010, Hg. Fonds Darstellende Künste) ist bestellbar unter: </em><a href="javascript:DeCryptX('2k0n0f2q0@2h2q0n1e3v300d0a0k2w0.1e3h')"><em><a href="javascript:DeCryptX('2k0n0f2q0@2h2q0n1e3v300d0a0k2w0.1e3h')">info [at] fonds-daku [dot] de</a></em></a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Crux+der+Flexibilit%C3%A4t+%7C+Der+Landesverband+Freie+Theaterschaffende+Berlin+im+Gespr%C3%A4ch+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Hamburger Battle-Blogger &#124; (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 19:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
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		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Blog Battle]]></category>
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		<category><![CDATA[Freischwimmer Festival 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Kampnagel]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sei kurz notiert, dass der Blog-Battle zum Freischwimmer Festival 2011 in Hamburg zwischen den folgenden drei KollegInnen ausgetragen wird: res-publi-ka.blogspot.com subversum-global.over-blog.de sommer-in-hamburg.de/magazin/kultur Besonders zu empfehlen: Der ausführliche Text von Mark von Gestern, der davon handelt, warum der Autor nun &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/hamburger-battle-blogger-freischwimmer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Die+Hamburger+Battle-Blogger+%7C+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es sei kurz notiert, dass der Blog-Battle zum Freischwimmer Festival 2011 in Hamburg zwischen den folgenden drei KollegInnen ausgetragen wird:</p>
<p><a href="http://res-publi-ka.blogspot.com/">res-publi-ka.blogspot.com</a><br />
<a href="http://subversum-global.over-blog.de/">subversum-global.over-blog.de<br />
</a><a href="http://sommer-in-hamburg.de/magazin/kultur">sommer-in-hamburg.de/magazin/kultur</a></p>
<p>Besonders zu empfehlen: Der ausführliche <a href="http://sommer-in-hamburg.de/freischwimmer-festival-2011-kampnagel-live">Text von Mark von Gestern</a>, der davon handelt, warum der Autor nun letztlich doch nicht vom Festival schreiben konnte. Zumindest nicht vom Inhalt des Eröffnungsabends, da die organisatorischen Hürden rund um Kampnagel offenbar unüberwindbar waren. Gib nicht auf Mark, es lohnt sich!</p>
<p>Aber was er da schreibt, erinnert verdächtig an die Irrungen und Wirrungen der Internet-Recherche, an deren Ende mit viel Glück hier und da eine Liste einiger Blog-Battle Teilnehmer zu finden ist. Liebe Freischwimmer, wie wär&#8217;s denn mal mit einer etwas prominenteren Einbettung und Verlinkung <em>aller </em>beteiligten Blogs? Dann könnten wir dieses fantastische Internet auch noch besser zum Austausch über eure Kunst nutzen. Die Blogs und Websites der beteiligten Künstler wären in so einer Liste übrigens auch ganz gut aufgehoben!</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Die+Hamburger+Battle-Blogger+%7C+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Mit Schwimmflügeln im Nacktscanner &#124; Das Design für das Freischwimmer Festival 2011</title>
		<link>http://schoenschrift.org/artikel/milchhof-plakat-design-freischwimmer-2011/?piwik_campaign=from-rss</link>
		<comments>http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/milchhof-plakat-design-freischwimmer-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 19:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lena von Geyso]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Freischwimmer Festival schwimmt weiter Richtung Hansestadt und in Berlin werden die Plakate wieder mit neuen Veranstaltungshinweisen überklebt, die man alle gerne besuchen möchte und es dann doch wieder nicht schafft, weil es Frühling geworden ist. Wir haben trotzdem noch mal den Kleister abgerubbelt, uns &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/milchhof-plakat-design-freischwimmer-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Mit+Schwimmfl%C3%BCgeln+im+Nacktscanner+%7C+Das+Design+f%C3%BCr+das+Freischwimmer+Festival+2011+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_879" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.milchhof.net/site/2011/03/03/freischwimmer-2011-%C2%BBruckzug-ins-offentliche%C2%AB-special-edition/"><img class="size-full wp-image-879 " title="Deisgn Freischwimmer Festival 2011" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/Deisgn_Freischwimmer.jpg" alt="" width="720" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">Bilder: Milchhof Berlin (Michael Rudolf/Andreas Töpfer). Alle Rechte vorbehalten</p></div>
<p>Das Freischwimmer Festival schwimmt weiter Richtung Hansestadt und in Berlin werden die Plakate wieder mit neuen Veranstaltungshinweisen überklebt, die man alle gerne besuchen möchte und es dann doch wieder nicht schafft, weil es Frühling geworden ist. Wir haben trotzdem noch mal den Kleister abgerubbelt, uns die Plakate genauer angeguckt und uns gefragt, wer eigentlich hinter der Gestaltung steckt.</p>
<p>Das Design stammt aus der Feder von <a href="http://www.michaelrudolph.blogspot.com/">Michael Rudolph</a> und <a href="http://andreastoepfer.blogspot.com/">Andreas Töpfer</a>, die zusammen mit vier anderen Graphikern in der Berliner Ateliergemeinschaft <a href="http://www.milchhof.net/site/">„Milchhof“</a> arbeiten. <span id="more-860"></span>Wenn man sich die Arbeiten des Milchhofkollektivs ein bisschen genauer anguckt, stößt man schnell auf Bilder, die einem aus der Berliner Stadtlandschaft bekannt sind. So haben die Milchhöfler zum Beispiel die Plakate und das Design für die Comicausstellung <a href="http://www.milchhof.net/site/2010/06/29/»helden-freaks-und-superrabbis«/">„HELDEN, FREAKS UND SUPERRABBIS“</a> gemacht, die 2010 im Jüdischen Museum zu sehen war.  Und wenn man noch ein bisschen mehr stöbert, kann man auch kleine, unbekanntere Perlen entdecken, wie etwa die Gestaltung von Andreas Töpfer für die <a href="http://www.bellatriste.de/start.html">bella triste</a>, eine Zeitschrift für junge Literatur in Hildesheim.</p>
<p>Den Schwimmer, der das Design des Freischwimmerfestivals bestimmt, gibt es übrigens in doppelter Ausführung: So ist der grüne Schwimmer eigentlich nur der erste Skizzenentwurf gewesen, der den Theatern gleich so gut gefallen hat, dass er direkt umgesetzt wurde. Andreas Töpfer und Michael Rudolph haben den Entwurf aber noch weiter entwickelt und als schwarz-weiße <a href="http://www.milchhof.net/site/2011/03/03/freischwimmer-2011-%C2%BBruckzug-ins-offentliche%C2%AB-special-edition/">„Special Edition“</a> verwirklicht.</p>
<p>Michael Rudolph hat uns erzählt, wie sie sich dem Festival-Thema „Rückzug ins Öffentliche“ angenähert haben und welche Idee hinter der „Special Edition“ steckt: Das Thema „parodiert ja den Rückzug ins Private (Unpolitische), nur dass es (ein) Privates nicht mehr gibt, sondern alles (dank Facebook, Google, Überwachung, etc.) öffentlich ist. Wir fanden die Idee des Nacktscanners toll und haben daraus die Skizze entwickelt.“ Um die Idee „allgemeingültiger und ambivalenter zu machen“ wurden die Bilder anschließend in der Ästhetik eines Modeshootings gedreht, so Rudolph. So gehen sie über die reine Parodie eines Nacktscanners hinaus.</p>
<p>Die Umsetzung kann man jetzt <a href="http://www.milchhof.net/site/2011/03/03/freischwimmer-2011-%C2%BBruckzug-ins-offentliche%C2%AB-special-edition/">im Internet bewundern</a> und wir überlassen allen selbst die Entscheidung, welches Design ihnen besser gefällt.</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Mit+Schwimmfl%C3%BCgeln+im+Nacktscanner+%7C+Das+Design+f%C3%BCr+das+Freischwimmer+Festival+2011+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Geschafft! &#124; Wir sind die Sieger der ersten Blog-Battle Etappe (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 20:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Schönschrift-Redaktion platzt kollektiv vor Stolz. Die Jury von Theater der Zeit hat unsere Notizen zum Freischwimmer-Festival 2011 zum Gewinner der ersten Runde im festivaleigenen Blog-Battle erklärt. Danke! Wir freuen uns. Wir hatten viel Spaß beim Freischwimmer-Auftakt in den Berliner &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/geschafft-wir-sind-die-sieger-der-ersten-blog-battle-etappe-freischwimmer-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Geschafft%21+%7C+Wir+sind+die+Sieger+der+ersten+Blog-Battle+Etappe+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_864" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-864" title="freischwimmer festival 2011" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/freischwimmer_grafik.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Grafik: Freischwimmer Festival; alle Rechte vorbehalten</p></div>
<p>Die Schönschrift-Redaktion platzt kollektiv vor Stolz. Die Jury von <a href="http://theaterderzeit.de/Blog/Show/1657">Theater der Zeit</a> hat unsere Notizen zum Freischwimmer-Festival 2011 zum Gewinner der ersten Runde im festivaleigenen Blog-Battle erklärt. Danke! Wir freuen uns.</p>
<p>Wir hatten viel Spaß beim Freischwimmer-Auftakt in den Berliner Sophiensaelen. Festival und Blog-Battle ziehen nun weiter. Heute geht es auf <a href="http://www.kampnagel.de/">Kampnagel</a> in Hamburg weiter. Wir sind gespannt, was die Blogger-Kollegen dort zu berichten haben und werden das Festival auch weiterhin in Schönschrift begleiten. Alles, was bei uns bisher zu den Freischwimmern zu lesen war, gibt es <a href="http://schönschrift.org/tags/freischwimmer-festival-2011/">hier</a>.</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Geschafft%21+%7C+Wir+sind+die+Sieger+der+ersten+Blog-Battle+Etappe+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Notstand &#124; Heterotopie aus Holz (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 10:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
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		<category><![CDATA[Barbara Ungepflegt]]></category>
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		<category><![CDATA[Michel Foucault]]></category>
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		<description><![CDATA[Davor: Nachdem wir an jedem Festivaltag mehrfach an ihr vorbei geschlendert waren und verstohlen aus dem Augenwinkel beobachtet hatten, wie sie in ihre Tuba blies oder im Kimono Klopapier verteilte, trauten wir uns am letzten Freischwimmer-Abend in Berlin ran an &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/notstand-heterotopie-barbara-ungepflegt-freischwimmer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Notstand+%7C+Heterotopie+aus+Holz+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-794" title="Notstand, Mut zu Eliten" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/notstand-eliten-freischwimmer.jpg" alt="gestickter Schriftzug: Mut zu Eliten" width="720" height="306" /></p>
<p><strong>Davor:</strong> Nachdem wir an jedem Festivaltag mehrfach an ihr vorbei geschlendert waren und verstohlen aus dem Augenwinkel beobachtet hatten, wie sie in ihre Tuba blies oder im Kimono Klopapier verteilte, trauten wir uns am letzten Freischwimmer-Abend in Berlin ran an die Frau. Und wir hatten Glück. Barbara Ungepflegt schnallte uns höchstselbst den Sicherheitsgurt für die Notstand-Besteigung um. <a title="Licht, Ton, Video und Bühne | Fabian Lehmann im Gespräch über die Theatertechnik (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/licht-ton-video-buehne-fabian-lehmann-technik-freischwimmer-interview/">TÜV-verschnürt</a> und mit dem signierten Haftungsausschluss für mögliche Unfälle machten wir uns einzeln auf den Weg nach oben.<span id="more-754"></span></p>
<p><strong><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notstand-ecke-freischwimmer.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-797" title="Im Notstand" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/notstand-ecke-freischwimmer-275x206.jpg" alt="Holzecke mit Lebkuchenherzen." width="275" height="206" /></a>Drin:</strong> „Wir leben im Zeitalter der Gleichzeitigkeit, des Aneinanderreihens, des Nahen und Fernen, des Nebeneinander und des Zerstreuten. Die Welt wird heute nicht so sehr als ein großes Lebewesen verstanden, das sich in der Zeit entwickelt, sondern als ein Netz, dessen Stränge sich kreuzen und Punkte verbinden.“ So beschreibt Michel Foucault in <em>Von Anderen Räumen</em>, was er das Zeitalter des Raumes nennt. Barbara Ungepflegts Hochstand zur Noterzeugung ist eine rustikale Holz-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heterotopie_(Geisteswissenschaft)">Heterotopie</a> im besten Foucault&#8217;schen Sinne. Er verkörpert die „Fähigkeit, mehrere Räume, mehrere Orte, die eigentlich nicht miteinander verträglich sind, an einem einzigen Ort nebeneinander zu stellen.“ Kreuzstich-gestickte erotische Bildchen, ein Kabinett der Burka-Trägerinnen, Lebkuchenherzen verziert mit sprachlichen Fundstücken aus einer österreichischen Bildungskampagne („Mut zu Eliten“), der Papst und Guttenberg als Spieluhr mit Gummistrippe.</p>
<p>Die Liste der Kuriositäten, die da auf knapp zwei Quadratmetern zusammengetragen wurden, ließe sich noch lange weiterführen. Die Stränge kreuzten und Punkte verbanden sich, sodass man in diesem Strudel aus Diskursen froh über den Haltegurt sein konnte. Religiöse und politische Eliten, sexuelle Befreiung, Kunst- und Kulturförderung, Vegetarismus? Mit einer Ahnung davon, wo die Macherin dieses speziellen Raumes politisch steht, und nicht ohne Eintrag ins Gästebuch, traten wir den Abstieg an.</p>
<p><strong><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notstand-kugel-freischwimmer.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-799" title="Notstand in Miniatur" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/notstand-kugel-freischwimmer-445x333.jpg" alt="Eine Schneekugel neben dem Notstand" width="445" height="333" /></a>Danach:</strong> „Eine essende Hostesse ist eine hässliche Hostesse!“, besagte ein Graffiti da oben. Darauf angesprochen erklärte Barbara Ungepflegt, dass es sich da um eine autobiografische Anekdote handele. Und die Lodenjacke, in der sie vor&#8216;m Notstand Tuba spielt? Autobiografisch. Auch die Kulturinstitutionen, denen im Notstand für ihre Nicht-Unterstützung gedankt wird: Natürlich, eine persönliche Erfahrung bei der Produktion. Aber wessen Autobiografie ist das? Mit wem reden wir da eigentlich? Kann eine Kunstfigur wie Barbara Ungepflegt eigentlich eine Biografie haben? Ja, kann sie. Diese Biografie entsteht aus persönlicher Erfahrung (wessen auch immer) in verschiedenen Jobs zum Broterwerb, den damit verbundenen Demütigungen, deren Reflexion in der künstlerischen Produktion (auch wieder ein Job) und den neuen Demütigungen, die damit wiederum einhergehen.</p>
<p>Als Besucher des Notstands ist man gleichzeitig Konsument und Brötchengeber, Komplize in künstlerischen Belangen und unter Umständen sogar Leidensgenossin. Foucault sagt, unser Leben entspanne sich „zwischen dem öffentlichen und dem privaten Raum, zwischen familiärem und gesellschaftlichem Raum, zwischen dem Raum der Kultur und dem der Nützlichkeit, zwischen dem Raum der Freizeit und dem der Arbeit.“ Not macht erfinderisch. Der Notstand macht die Nöte der Erfinderin nutz- und konsumierbar, aber er lässt sie nicht vergessen.</p>
<img class="size-full wp-image-802" title="Eröffnung des Notstandes" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/notstand-eroeffnung.jpg" alt="Barbara Ungepflegt auf der Leiter zum Notstand" width="720" height="306" />
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Notstand+%7C+Heterotopie+aus+Holz+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Bis dass der Tod uns scheidet &#124; So schlecht wie echt (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 12:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
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		<category><![CDATA[Bis dass der Tod uns scheidet]]></category>
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		<category><![CDATA[Magdalena Chowaniec]]></category>
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		<description><![CDATA[Die biblische Maria Magdalena ist eine schillernde Figur. Im Neuen Testament wird sie als erste Zeugin der Auferstehung überliefert. Sie gilt manchen als Jüngerin und ihre Unbekanntheit damit als Symbol der Unterdrückung der Frau in der Kirche. In der katholischen &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/bis-dass-das-tod-uns-scheidet-kritik-mariamagdalena-freischwimmer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Bis+dass+der+Tod+uns+scheidet+%7C+So+schlecht+wie+echt+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-763" title="Bis dass der Tod uns scheidet (Freischwimmer)" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/bis-dass-freischwimmer.jpg" alt="Brief mit Vodkaglas, Ausschnitt" width="720" height="306" /></p>
<p>Die biblische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Magdalena">Maria Magdalena</a> ist eine schillernde Figur. Im Neuen Testament wird sie als erste Zeugin der Auferstehung überliefert. Sie gilt manchen als Jüngerin und ihre Unbekanntheit damit als Symbol der <a href="http://www.amazon.de/J%C3%BCngerin-Maria-Magdalena-Unterdr%C3%BCckung-Kirche/dp/3785707096">Unterdrückung der Frau in der Kirche.</a> In der katholischen Interpretation wurde sie hingegen lange als Sünderin und Prostituierte gelesen und ist passenderweise Schutzpatronin der Frauen, der Verführten, der reuigen Sünderinnen, Schüler, Studenten und Gefangenen.</p>
<p>Beim Freischwimmer Festival präsentierten <em>mariamagdalena und Gäste</em> nur ein einziges Mal <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=29">„Bis dass der Tod uns scheidet“</a>. mariamagdalena ist hier die künstlerische Identität von Magdalena Chowaniec, ihr Stück verlangte Abendgarderobe und versprach eine polnische Hochzeitsfeier.<span id="more-738"></span></p>
<p>Und die wurde es dann auch: Über zwei Stunden vollgestopft mit kitschiger Musik, einem halbseidenen Zeremonienmeister, wildem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Disco_Polo">„Disco Polo“</a> und peinlichen Spielchen. Dazwischen Vodka und saure Gurken. Das Publikum durfte die Rolle der zahlreichen Freunde und Verwandten einnehmen, an der Festtafel, mittendrin platziert, nicht auf die Ränge verbannt. Als hätte es einen Beweis gebraucht, mit welcher besonderen Qualität Theater Situationen kreieren kann. (Exkurs: Im medialen Rausch rund um Wim Wenders&#8216; „Pina&#8220; tauchte tatsächlich <a href="http://www.fr-online.de/kultur/spezials/berlinale-2011/-pina-war-unerbittlich-/-/7166624/7190048/-/item/1/-/index.html">immer</a> <a href="http://www.magnus.de/ratgeber/wim-wenders-3d-bei-dokumentarfilmen-bald-die-norm-1074429.html">wieder</a> <a href="http://www.wdr.de/themen/kultur/film/berlinale_2011/interview_pina.jhtml">auf</a>, wie sehr der 3D-Film nun endlich dem Raum der Bühne gerecht werden könne. Der Diskurs um die immersive Qualität des Films und die Aura des Theaters wird wohl ewig weitergehen.)</p>
<p>Die Simulation einer mittelmäßigen Hochzeitsfeier war perfekt: Man kennt kaum jemanden, die Musik macht Kopfschmerzen, die Reden sind peinlich und man hofft, nicht für irgendein vulgäres Spiel auf die Bühne gezerrt zu werden. Vielleicht liegt genau hier die Leistung von „Bis dass der Tod uns scheidet“: Wo liegt denn eigentlich der Unterschied zur echten Hochzeit? Eine rituelle, öffentliche Inszenierung von Emotionen kann man wohl in jedem Fall unterstellen. Die ewige Frage nach Authentizität wird weder auf einer Hochzeitsfeier noch auf einer Theaterbühne beantwortet werden. Und gleichzeitig erheben wir beides in einen besonderen Status, der „schönste Tag des Lebens“ und die große Bühne der Hochkultur sind der Stoff aus dem die Träume sind.</p>
<p>Aber soll diese basale Kritik von Inszenierungsformen wirklich das Ziel der bunten Performance sein? Das Publikum, das sich zunächst fröhlich auf den Zirkus eingelassen hatte, wartete jedenfalls deutlich auf einen Bruch in der großen Show. Doch der kam nicht. Ein paar eingestreute Klischees („Pjotr baut für eine deutsche Zeitarbeitsfirma Fertighäuser zum Niedriglohn“) deuten müde ein Dilemma um prekäre osteuropäische Biografien an. Die Braut, die „schon immer von der Kunst geträumt hat“ und sich dem brotlosen zeitgenössischen Tanz widmet &#8211; ein winziges selbstreflexives Augenzwinkern. Man ist versucht, in die Rolle der Braut, die zwischendurch in einer kleinen Zaubershow eine polnische Flagge „gebiert“, irgendeine Aussage über Weiblichkeit hineinzudeuten, aber auch das bleibt Fragment.</p>
<p><em>mariamagdalena und Gäste</em> haben ihr Publikum mit Engagement und Vodka erfolgreich in eine Situation implantiert. Doch die Szene fand weder einen Bruch noch eine Überspitzung und blieb ohne Aussage. Vielleicht war Leere das gesuchte Thema.</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Bis+dass+der+Tod+uns+scheidet+%7C+So+schlecht+wie+echt+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>CMMN SNS PRJCT &#124; Über unsere Besessenheit (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 17:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[CMMN SNS PRJCT]]></category>
		<category><![CDATA[Common Sense Project]]></category>
		<category><![CDATA[Eigentum]]></category>
		<category><![CDATA[Freischwimmer Festival]]></category>
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		<category><![CDATA[Laura Kalauz]]></category>
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		<category><![CDATA[Martin Schick]]></category>
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		<description><![CDATA[Common sense, der „Gesunde Menschenverstand“ ist eine Basis, auf die wir uns einigen können. Er verbindet uns alle. Wer sich auf den Common Sense beruft, muss seine Entscheidung nicht mehr rechtfertigen. Doch ist er auch Ausschlusskriterium: Wer  ihn nicht beherrscht, &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/cmmn-sns-prjct-kritik-freischwimmer-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=CMMN+SNS+PRJCT+%7C+%C3%9Cber+unsere+Besessenheit+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_720" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-720" title="CMMN SNS PRJCT" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/cmmn-sns-prjct-freischwimmer.png" alt="Cartoon" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Illustration: Dan Perjovschi/Freischwimmer. Alle Rechte vorbehalten.</p></div>
<p>Common sense, der „Gesunde Menschenverstand“ ist eine Basis, auf die wir uns einigen können. Er verbindet uns alle. Wer sich auf den Common Sense beruft, muss seine Entscheidung nicht mehr rechtfertigen. Doch ist er auch Ausschlusskriterium: Wer  ihn nicht beherrscht, ist raus.</p>
<p>In ihrem <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=27">CMMN SNS PRJCT</a> begrüßen <a href="http://kalauzschick.wordpress.com/">Laura Kalauz und Martin Schick</a> ihr Publikum fast nackt und verteilen erst mal Geschenke. Mit körperlicher Blöße und dem großzügigen Transfer von Eigentum bedienen sie sich zweier Kommunikationswege, die bei uns allen zu funktionieren scheinen. Und setzen damit den Ausgangspunkt für eine Reise durch Mechanismen, die als Grundlage von gesellschaftlichem Handeln nur selten hinterfragt werden.<span id="more-712"></span></p>
<p>Eigentum und Besitz (juristisch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eigentum#cite_ref-5">streng verschieden</a>) werden durchdekliniert: Die Performer verschenken Waren ans Publikum, ein Transfer von Eigentum findet statt. Die Performer mieten sich für die Dauer des Stücks Kostüme aus dem Publikum, sie ergreifen temporär Besitz daran. Die Performer vergeben Lizenzen an ihrem Stück, verkaufen virtuellen Besitz. Die Performer nehmen Darlehen beim Publikum auf, müssen immer wieder umschulden, sie drehen sich im großen Karussell des Meta-Kapitalismus der Finanzgeschäfte.</p>
<p>Das zeitgenössische Theaterpublikum lässt sich schnell in einen geschäftstüchtigen Modus versetzen. Als der kunst-blutende Protagonist ein Taschentuch braucht, darf er für das Stück Zellstoff schon mal 50 Cent ans Publikum löhnen. Und dass er sich das Geld zu horrenden Zinsen leiht, bis am Ende 20 Euro auf dem Schuldschein stehen, lässt diverse weitere Personen an dem simplen Geschäft mitverdienen. Der Vorgang ist ein aussichtsloses Schneeball-System? Na und, so lange es nicht ausgerechnet bei <em>mir</em> zusammenbricht. Der gesunde Menschenverstand wird vom gesunden Geschäftssinn besiegt. Es gibt scheinbar nicht nur <em>einen</em> Common Sense.</p>
<p>Neben der Geschäftstüchtigkeit darf das Publikum aber auch seine kulturelle Bildung beweisen. Eingestreute Fragmente (angeeignetes geistiges Eigentum, oho!) aus dem kulturellen Kapital (von „Krieg und Frieden“ bis „Titanic“) müssen identifiziert werden. Vom Common Sense zum Kanon ist es nicht weit, zur Belohnung winkt ein Los für eine Tombola, deren Gewinn niemand kennt. Es wird klar, dass wir eine Elite sind, die wir da im Hochzeitssaal der Berliner sophiensæle zusammen sitzen. Selbst plumpe Gags sind exakt auf die Vorbildung zugeschnitten, die uns die Teilnahme an diesem Diskurs ermöglicht: „What comes after contemporary dance?“ Kalauer, die die Theaterwelt bedeuten. Um aber wirklich gehört zu werden, muss im CMMN SNS PRJCT ein massiges Rednerpult erobert werden. Nur wer das Privileg der mikrofonierten Stimme erreicht, kann sich energisch mitteilen, bzw. mit-teilen: „I want to share something with you!“</p>
<p>Vom Rednerpult aus transportieren Kalauz&#8216; und Schicks Figuren dann Gegenmodelle. In Anlehnung an <a href="http://www.miniature-earth.com/">The Miniature Earth</a> kalkulieren sie die Weltbevölkerung auf die anwesenden Theaterbesucher herunter: Von 100 Zuschauern wären 14 unterernährt. Dieses und weitere Gleichnisse könnten ehrliche Empörung transportieren, die beiden Vortragenden beziehen sie jedoch in ihr Spiel von Macht und Eigentum mit  ein. Da wird vom anderen kopiert, das Rede-Manuskript verschenkt und dann zurückgekauft, gestritten bis zu Handgreiflichkeiten. Aus politischen Positionen werden handel- und verhandelbare Gesten.</p>
<p>Am Höhepunkt des Abends wird schließlich das komplette Stück selbst zur Handelsware: In einer Auktion können das Skript sowie die nicht-exklusiven Aufführungsrechte (für 50 Jahre!) von CMMN SNS PRJCT erworben werden. Die CD mit dem weichgespülten Lounge-Soundtrack inbegriffen. Und der Lizenzvertrag ist fast genau so lang wie das Skript.</p>
<p>Die Körper stehen trotz der kleinen Finte zu Beginn absolut nicht mehr im Mittelpunkt und dienen höchstens noch zu einer müden Tanz-Persiflage. Kunstblut ist nur Symbol für eine Notsituation, aus der sich Profit schlagen lässt. Während die Performancekunst der 70er Selbstverletzung als Konzept der Ansprache nutzte, entpuppt sich die angedeutete Selbstmordszene in CMMN SNS PRJCT als Zitat aus „Titanic“. Indem Kalauz und Schick die Mechanismen der Medien- und Konsumgesellschaft umarmen und konsequent anwenden, sind sie radikaler als jeder Rückzug auf den Körper es sein könnte.</p>
<p>Am Ende steht der Kassensturz und es reicht sogar noch für Freibier.</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notizen-cmmn-sns-prjct.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-731" title="Notizen CMMN SNS PRJCT" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/notizen-cmmn-sns-prjct-thumb.jpg" alt="Ausschnitt von Notizen zu CMMN SNS PRJCT" width="275" height="275" /></a><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notizen-cmmn-sns-prjct.pdf">Notizen zu diesem Text als PDF.</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=CMMN+SNS+PRJCT+%7C+%C3%9Cber+unsere+Besessenheit+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Toast und gute Worte &#124; Publikumsdinner in der Freischwimmer-Küche (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 23:24:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[CMMN SNS PRJCT]]></category>
		<category><![CDATA[Freischwimmer Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Freischwimmer Festival 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Sophiensaele]]></category>

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		<description><![CDATA[Schönschrift.org kürt hiermit satt und enthusiastisch den bislang lauschigsten Abend des Festivals! In der Freischwimmer-Küche gab es nicht nur Toast, sondern auch Publikums- und Künstlergespräche bis zum Abwinken. Manchmal sogar alles auf einmal. Herrlich und ganz ohne Podium. Und wenn &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/publikumsgespraech-freischwimmer-kueche/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Toast+und+gute+Worte+%7C+Publikumsdinner+in+der+Freischwimmer-K%C3%BCche+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-706" title="Buffet" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/publikumsgespraech-freischwimmer.jpg" alt="Essen, Geschirr" width="720" height="306" /></p>
<p>Schönschrift.org kürt hiermit satt und enthusiastisch den bislang lauschigsten Abend des Festivals! In der Freischwimmer-Küche gab es nicht nur Toast, sondern auch Publikums- und Künstlergespräche bis zum Abwinken. Manchmal sogar alles auf einmal. Herrlich und ganz ohne Podium. Und wenn wir jetzt sagen, dass dem ganzen mit CMMN SNS PRJCT auch noch das bisher klügste und konsequenteste Stück des Festivals voraus ging, liegt das längst nicht nur am Freibier. Eine konkrete Begründung folgt in der <a title="CMMN SNS PRJCT | Über unsere Besessenheit (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/cmmn-sns-prjct-kritik-freischwimmer-2011/">ausführlichen Kritik</a>.</p>
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