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	<title>Schönschrift &#187; Sebastian Schulz</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Romantic Afternoon* II &#124; Der Diskurs unter den Küssen (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 12:05:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wissenschaft des Küssens heißt Philematologie. Sie erforscht, „warum Lebewesen gegenseitig ihre Lippen berühren, den Mund öffnen und, je nach Intensität, ihre Zungen dabei Kontakt spüren lassen“, schrieb Sebastian Herrmann einmal in der Süddeutschen Zeitung. Es geht um die evolutionären Wurzeln des &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/romantic-afternoon-kritik-freischwimmer-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Romantic+Afternoon%2A+II+%7C+Der+Diskurs+unter+den+K%C3%BCssen+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_665" class="wp-caption alignleft"><img class="size-full wp-image-665" title="Romantic Afternoon" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/RomanticAfternooncGerhardFLudwig6.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bild: Gerhard F. Ludwig / Sophiensaele; alle Rechte vorbehalten</p></div>
<p>Die Wissenschaft des Küssens heißt <em>Philematologie. </em>Sie erforscht, „warum Lebewesen gegenseitig ihre Lippen berühren, den Mund öffnen und, je nach Intensität, ihre Zungen dabei Kontakt spüren lassen“, schrieb Sebastian Herrmann einmal in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/wissenschaft-vom-kuessen-obsessiv-auf-weibliche-muender-fixiert-1.490729">Süddeutschen Zeitung</a>. Es geht um die evolutionären Wurzeln des Küssens, um Botenstoffe im Speichel und die Neigung des Kopfes (meistens nach rechts: bei zwei von drei Küssern). „Ein Kuss ist der schönste Liebesbeweis zwischen einem Jungen und einem Mädchen“, schreibt das <a href="http://www.maedchen.de/artikel/Emotions-Liebe-Sex-Seele-der-erste-Kuss-alles-uebers-Kuessen_190377.html">Mädchen</a>-Magazin und hat auch gleich eine Umfrage gestartet, ob man beim ersten Date gleich schon mit oder ohne Zunge küssen soll (1344 pro, 732 contra). Die <a href="http://www.gala.de/stars/ticker/BSBS93472/Madonna-und-Britney-lieferten-Kuss-des-Jahrzehnts.html">Gala</a> hat eine Liste der spektakulärsten Küsse des letzten Jahrzehnts erstellt. Ganz oben: Madonna, die bei den MTV Music Awards 2003 zuerst Britney Spears und dann Christina Aguilera küsste.</p>
<p>Wer gedacht hat, dass es sich beim Küssen um eine intime Beschäftigung handelt, dem sei mit dieser kleinen Presseschau widersprochen. Unbelehrbaren empfiehlt sich außerdem der <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=30">„Romantic Afternoon*“</a> von Verena Billinger und Sebastian Schulz beim Freischwimmer Festival in den sophiensælen. Das Publikum ist eingeladen, einer knappen Stunde Dauerknutschen auf der Bühne zuzusehen.<span id="more-653"></span></p>
<p>Es fängt an, wie wir es aus ungezählten Filmszenen kennen. Zwei stehen sich gegenüber, die Augen geschlossen. Sie lehnen sich einander entgegen und alle wissen, was gleich passiert. Nur dauert es ein bisschen länger als im Fernsehen und das Schmatzen (endlich!) wird nicht von Hintergrundmusik übertönt. Es folgt nicht der Abspann nach dem Happy End, sondern das ist erst der Anfang. Es folgen 50 Minuten, in denen die sechs auf der Bühne alle denkbaren Positionen, Konstellationen, Tempi und Intensitäten des Küssens zur Schau stellen.</p>
<p>Den Zuschauer befallen gleich mehrere ambivalente Gefühle. Eine Mischung aus Vertrautheit und Befremdung. Der Anblick ist bekannt, doch das Gefühl vermittelt sich nicht. Etwas zwischen Scham und Voyeurismus. Das Zuschauen ist gewollt, ja forciert, aber es fühlt sich trotzdem nicht richtig an. Ein gleichzeitiges Verstehen und Nicht-Verstehen. Es vermitteln sich mimetisch die Bewegungen der Körper, aber in ihrer Anonymität auf der leeren Bühne und ohne jegliche Narration bleiben das Küssen und die Küssenden ohne Sinn.</p>
<p>Den Zuschauer und die Darsteller trennt eine unüberwindliche Schwelle. Die da vorne sind so völlig bei sich und mit sich beschäftigt und in den Reihen ist man zu untätigem Zusehen verurteilt. Jedes Kichern und Husten eine Erleichterung. Und trotzdem stellt sich immer wieder die irritierende Frage: Für wen machen die das eigentlich? Es ist zu deutlich, dass eine Choreografie, ein Plan, ja eine Profession dahinter steht, als dass man der Illusion erliegen könnte, hier einer intimen Orgie beizuwohnen &#8211; tatenlos wohl bemerkt. Aber es fällt kein Wort, es gibt nicht mal einen Blick ins Publikum. Der Diskurs liegt hinter oder unter den Küssen. Keine verbale Botschaft über die Liebe und ihre Posen, über das Innen und das Außen, das Homo-hetero-poly-affektive und die Norm. Man könnte meinen, dass es sich hier einzig um ein Experiment handelt, eine Übung für den Performerkörper. Nur kommen die Regisseure Verena Billinger und Sebastian Schulz von keiner Forschungseinrichtung für Philematologie, sondern vom Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Oder gibt es da jetzt eine Kooperation?</p>
<p><em>Direkt aus der Vorstellung am 15. März gab es eine <a title="Romantic Afternoon* | Live-Kritik in Schönschrift (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/romantic-afternoon-ab-21-uhr-live-kritik-in-schonschrift-freischwimmer-2011/">Live-Kritik</a> in Schönschrift.</em></p>
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		<title>Romantic Afternoon* I &#124; Live-Kritik in Schönschrift (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 15:13:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sechs Menschen, die sich ununterbrochen küssen? Auf der Bühne? In Echt? Nicht weniger kündigen Verena Billinger und Sebastian Schulz für ihre Performance „Romantic Afternoon*“ an. Klingt nach jeder Menge Voyeurismus, ein bisschen Schamesröte und einer weiteren interessanten Perspektive auf die &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/romantic-afternoon-ab-21-uhr-live-kritik-in-schonschrift-freischwimmer-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Romantic+Afternoon%2A+I+%7C+Live-Kritik+in+Sch%C3%B6nschrift+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_603" class="wp-caption alignleft"><img class="size-full wp-image-603" title="Romantic Afternoon" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/1Romantic-afternoon-04-c-Verena-Billinger-Sebastian-Schulz.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bild: Verena Billinger, Sebastian Schulz; alle Rechte vorbehalten</p></div>
<p>Sechs Menschen, die sich ununterbrochen küssen? Auf der Bühne? In Echt? Nicht weniger kündigen Verena Billinger und Sebastian Schulz für ihre Performance <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=30">„Romantic Afternoon*“</a> an. Klingt nach jeder Menge Voyeurismus, ein bisschen Schamesröte und einer weiteren interessanten Perspektive auf die Frage nach Öffentlichkeit(en), die das Freischwimmer Festival in diesem Jahr stellt. Um dieser Frage eine weitere Dimension hinzuzufügen und diejenigen, die keine Karte mehr bekommen haben, am Knutsch-Spektakel zu beteiligen, gab es auf Schönschrift.org eine Live-Kritik direkt aus dem Hochzeitssaal. <span id="more-602"></span></p>
<p>21:13 ein bisschen Verspätung&#8230; Los gehts</p>
<p>21:15 Sechs auf der Bühne, das war angekündigt. Zwei in der Mitte, die sich einander entgegen lehnen, mit geschlossenen Augen. Ob sie sich schon spüren? Der Abstand wird geringer&#8230;</p>
<p>21:17 Ja. Jetzt fast. Nasenkontakt. Und ein neues Paar. Die ersten zwei verschwinden in entgegen gesetzte Ecken des Raumes. Weiter gehts. Und paar Nummer 3, mit größerem Abstand&#8230;</p>
<p>21:19 Wann würde man sich finden, wenn man mit geschlossenen Augen aufeinander zu geht?</p>
<p>21: 20 Die ersten SChmatzen. Zwei Frauen, dann Paar Nummer 3 (hetero). Die ersten Kichern. Endlich hört man nicht mehr nur mein Tippen&#8230;</p>
<p>21:24 Die erste Umarmung. Die brauchen jetzt Namen oder Nummern, die Ers und Sies. Also: Er1 und Sie1 mit taubenblauem Shirt und und Bluejeans. Sie (Bluejeas) küsst jetzt Ihn2 mit Geheimratsecken. Sie2 (blonder Zopf) und 3 (goldene Streifen auf den Sneakers) warten am Rand. Er3 mit rotem KAropulli klatscht ab. Karopulli küsst Geheimratsecken.</p>
<p>21:28 Man kann sich so stupsen, küssen, umhalsen, umarmen, einanders Köpfe in den Händen halten, sich hocheben, verschlingen. Oder man kann dabei zusehen mit verschränkten Armen und hustend im Publikum. Und man kann getrennt werden und dann enttäuscht und benommen sein und sich gar nicht loslassen wollen, aber dann doch. Man kann sich laaaange Blicke zuwerfen&#8230;</p>
<p>21:31 Alle haben sich in der Mitte zusammen gefunden und schauen sich an. Vergnügt. Nein, sie schauen auf einen, der es mit sich selbst macht. Also, küssen. Aber das sieht irgendwie lächerlich aus. Da springt eine ein. Er2 und Sie mit blondem Zopf&#8230;</p>
<p>21:33 Also, wie wäre das jetzt, wenn ich nicht tippen dürfte. Schon eine halbe Stunde Anderen beim Küssen zugucken. Man muss ja gucken, deshalb ist man ja gekommen. In der Bahn würde ich weggucken oder in der Mensa oder so&#8230; aber das wär ja dann auch kein Theater. Muss die ganze Zeit dran denken, wie wohl deren Proben waren?</p>
<p>21:34 Achtung! 3 mal 2, küssende sich wiegende. Das Licht ist jetzt so ein bisschen schummerig geworden. Aber: erste richtige ERkenntnis, küssen kann man anscheinend immer nur zu zweit!</p>
<p>21:37 Und man kann es auf der Bühne offenbar auch besser im Stehen. Sie1 und 2 (Bluejeans und Goldstreifen) haben sich eben wieder erhoben. Taubenblau und Blondzopf sinken dafür nierder&#8230;</p>
<p>21:39 Jetzt mal &#8217;ne technische Frage: sind das Filmküsse oder küssen die mit Zunge? Hört sich so an, ich sitz zu weit hinten, um das zu erkennen. Kann ja jeder&#8217;ne große Show abziehen, sich an die Wand drücken und über&#8216;n BOden kugeln, aber sind das jetzt echte Küsse mit echten Zungen und Gefühlen und so? Stellen sich letztere vielleicht früher oder später ein, wenn man eine halbe STunde lang küsst?</p>
<p>21:42 Jetzt noch mehr Manipulation. Kaum Licht und Oper. Jetzt kann man wirklich nix mehr erkennen. Die könnten da alles machen, oder eben nicht. Aber echt oder nicht kann man da echt nicht mehr fragen. Dafür fühlt es sich mehr nach Theater an jetzt.</p>
<p>21:44 Das Licht ist wieder an. Und ich denke, ob man beim küssen schon gleich- und gemischt geschlechtlich unterscheidet? Mund ist Mund oder? Sieht zumindest so aus. Aber das sind ja auch Schauspieler. Und jetzt legen sie einen Zahn zu, sieht nach Akrobatik aus, Choreografie vielleicht, jedenfalls anstrengend&#8230; schön?</p>
<p>21:45 Au Mist, ein Lacher. Und ich hab den Grund verpasst wegen Tippen. Ah, da wurde getauscht!</p>
<p>21:48 Er3 und Taubenblau hatten grade so einen Moment. Das sah fast nach Kampf aus. Gerangel. Jetzt rollen sie übereinander über den Boden. Schieben die sich weg oder ziehen sie sich ran? Jedenfalls tauschen sie wieder.</p>
<p>21:50 Ok, hier kommt der Versucht. Knutschen zu sechst. Wird prompt mit Lachen aus dem Publikum quittiert. Aber funktioniert auch nicht. Lippen auf Lippen heißt offenbar zwei auf zwei, also eins zu eins. Auch im Kneul.</p>
<p>21:51 Hey, Trickottausch bei Ihm 1 und 2. Geheimratsecken nun in Taubenblau. Und doch ein Versuch zu dritt. Goldstreifen, Karos und Bluejeans. Mehr ist da beim besten Willen nicht mehr zu erkennen. MAchen die das eigentlich für uns oder für dich? Oder wegen der Kunst?</p>
<p>21:52 Schuhe aus. Ringelsocken statt Goldstreifen. Ich habe aufs falsche Pferd gesetzt. Alles nur Äußerlichkeiten. Die können getauscht oder ausgezogen werden. Aber auf irgendwas muss man sich doch stützen&#8230;</p>
<p>21:55 Es haben sich jetzt Dreiergruppen formiert. Die einen tummeln sich am Boden, die anderen steigen aufeinander rum. Ein bisschen Übermut, Freude, Lächeln, wo vorher nur KOnzentration gewesen ist&#8230;</p>
<p>21:57 Muss ich das eigentlich irgendwie sinnlicher beschreiben? Irgendwie romantischer, muss das schöner klingen? Ist eben eigentlich nicht schön. Also, vielleicht ein bisschen. Aber nee, eher&#8230; naja, schwierig. Ist das Porno? Aber anregend find ich es jetzt eben auch nicht unbedingt&#8230;</p>
<p>21:59 Er3 und Sie3 sind ganz aus der Puste. Von der Leidenschaftsimulation. Und schon lässt er die Karos fallen.</p>
<p>22:00 Alle wieder für sich. Mit geschlossenen Augen scheinen sie einander zu suchen. Mit Händen und Mündern, aber sie bleiben alleine.</p>
<p>22:01 Alleine mit den Posen, in denen sie eben noch so natürlich aussahen, als sie sie mit Partner &#8222;gespielt&#8220; haben. Dunkel. Aber noch nicht Ende.</p>
<p>22:02 Tanzen im Schummerlicht. Das ist sehr schön.</p>
<p>22:04 Wieder hell. Und sie finden sich wieder. Man kann es hören. Ganz leises Schmatzen.</p>
<p>22:05 Wieder alle am Rand. Bis auf zwei, die sich jetzt auch trennen. Drei stehen drei gegenüber, Lichtwechsel, Klang. Walgesänge vielleicht? Alarm? Disco!</p>
<p>22:06 Musical! Grinsen und Küsschen. &#8222;Er hatte gold&#8216;nes Haar, das glänzte wunderbar.&#8220;</p>
<p>22:07 Was singen die da? Fred vom Jupiter? Google sagt: deutsches Lied aus dem Jahr 1981. Hübsch. Und die Choreografie auch. Ende!</p>
<p>22:08 Huch, tatsächlich schon Schluss. Applaus!</p>
<p><em>Mit etwas mehr Ruhe und Abstand haben wir nachträglich auch noch eine </em><a title="Romantic Afternoon* II| Der Diskurs unter den Küssen (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/romantic-afternoon-kritik-freischwimmer-2011/"><em>Kritik</em></a><em> zu &#8222;Romantic Afternoon*&#8220; geschrieben. </em></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Romantic+Afternoon%2A+I+%7C+Live-Kritik+in+Sch%C3%B6nschrift+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Battle ums Abzeichen &#124; Wir bloggen beim Freischwimmer Festival 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 08:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Frühling kommt nach Berlin, Freischwimmer-Saison. Noch bevor die Freibäder eröffnen, beherbergt die Hauptstadt den Auftakt zum Freischwimmer Festival für Nachwuchstheater, Performancekunst und Live Art. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt von fünf der allerersten Produktionshäuser für Freies Theater im &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/blog-battle-freischwimmer-festival-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Battle+ums+Abzeichen+%7C+Wir+bloggen+beim+Freischwimmer+Festival+2011+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_461" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-461" title="Freischwimmer Festival 2011" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/Auftakt-Freischwimmer.jpg" alt="" width="716" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bilder: Freischwimmer Festival (alle Rechte vorbehalten)</p></div>
<p>Der Frühling kommt nach Berlin, Freischwimmer-Saison. Noch bevor die Freibäder eröffnen, beherbergt die Hauptstadt den Auftakt zum <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/index.php">Freischwimmer Festival</a> für Nachwuchstheater, Performancekunst und Live Art. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt von fünf der allerersten Produktionshäuser für Freies Theater im deutschsprachigen Raum. <a href="http://www.kampnagel.de/">Kampnagel</a> in Hamburg und das Düsseldorfer <a href="http://forum-freies-theater.de/">Forum Freies Theater</a> wurden grade zusammen mit dem Hebbel am Ufer zum <a href="http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/03_theatertreffen/tt_start.php">Theatertreffen</a> eingeladen. Letzteres ist &#8211; warum eigentlich? &#8211; nicht bei Freischwimmer dabei. Dafür der kleinere Partner in Mitte: Die <a href="http://www.sophiensaele.de/">Sophiensaele</a> richten vom 10. bis 19. März die erste von fünf Freischwimmer-Runden aus. Mit dabei sind außerdem <a href="http://www.brut-wien.at/start.php?">Brut</a> Wien und die Zürcher <a href="http://www.gessnerallee.ch/">Gessnerallee</a>.</p>
<p>Sieben KünstlerInnen und/oder Kollektive waren eingeladen, eine Produktion beizusteuern, die nun in allen fünf Städten nacheinander gezeigt wird. Das Thema des ganzen lautet, so tagesaktuell, dass es kaum auszuhalten ist: Rückzug ins Öffentliche. Wir werden in Schönschrift aus Berlin das Programm begleiten. <span id="more-459"></span>Als Embedded Kultur-Bloggers sozusagen, denn die vermutlich geniale Marketing- und Presseabteilung des Festivals hat passend zum Thema einen <a href="http://www.sophiensaele.com/downloads/AUSSCHREIBUNG_FREISCHWIMMER_BLOG-BATTLE.pdf">Blog-Wettbewerb</a> ausgeschrieben. „Gemeinsam mit Obama, Greenpeace und der Deutschen Bank twittern, bloggen, posten und talken wir uns um den Verstand“, heißt es in der Ankündigung. <a title="Neues vom PR-Sport" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/pr-sport-bild-holofernes-taz/">BILD, Spiegel und taz</a> nicht zu vergessen. Und selbst die großen Feuilletons und Spartenmagazine haben ihre Internetpräsenz. Vorstoß ins Netz, statt Rückzug ins Öffentliche. Niemand geringeres als die RedakteurInnen von <a href="http://theaterderzeit.de/Magazine/Index">Theater der Zeit</a> schauen den Freischwimmer-Bloggern auf die Finger. Öffentlichkeit bewertet Öffentlichkeit bewertet Öffentlichkeit, bis einer weint &#8211; oder gewinnt. Hochkultur, Subkultur, Public Relations, wir nehmen die Herausforderung an und freuen uns auf den Austausch im virtuellen Foyer! Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar! Echt jetzt.</p>
<p>Das Kerngeschäft der Freischwimmer findet natürlich in der Öffentlichkeit per se statt, auf der Theaterbühne. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/kalender_berlin.php">Programm</a>:</p>
<p>Die Lovefuckers um Ivana Sajevic finden: „Die Zeit ist reif für einen Politthriller über Muammar al-Gaddafi!“ Einen solchen zeigen sie, versetzt mit Musik, Puppenspiel, Videoclips und einer Prise Revolution, zum Festivalauftakt: <a title="King of the Kings | Die Wahrheit liegt in der Wüste (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/king-of-the-kings-kritik-freischwimmer-2011/">King of the Kings</a>.</p>
<p>Royal geht es auch bei Chuck Morris zu. Sie krönt sich gleich selbst zur Königin und Lichtträgerin des Volkes, wobei nicht klar ist, ob sich hinter „sie“ der Pluralis Majestatis, der weibliche Singular oder neutrale Plural verbirgt. Oder alles auf einmal? <a title="Souvereines | Die einmalige Audienz (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/souvereines-freischwimmer-2011-berlin/">Souveraines</a> heißt jedenfalls das Oeuvre.</p>
<p>Den Schritt von royalistisch zu animalistisch vollzieht das Institut für Hybridforschung. Die ForscherInnen loten den Spielraum von Mischwesen und Chimären in der menschlichen Gesellschaft aus und verwischen mit <a title="Furry Species | Hybrid statt Hybris (Freischwimmer Festival)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/furry-species-freischwimmer-festival/">Furry Species</a> die Trennlinie zwischen Mensch und Tier.</p>
<p>Verena Billiger und Sebastian Schulz laden das Publikum zu einem sehr romantischen Treffen ein. Auf der Bühne wird geküsst, was die Speicheldrüsen hergeben. Gefühle und Intimität oder nur Gesten, Haltungen, Simulation? Herzlich willkommen zum <a title="Romantic Afternoon* II | Der Diskurs unter den Küssen (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/romantic-afternoon-kritik-freischwimmer-2011/">Romantic Afternoon</a>.</p>
<p>Mariamagdalena und Gäste setzen hier quasi noch einen drauf. In <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=29">Bis dass der Tod uns scheidet</a> sind die Zuschauer Gäste bei einer polnischen Hochzeitsfeier. Mit allen Spielregeln, die dazu gehören, inklusive Dresscode und Geschenke. Ob man die Braut auch küssen darf?</p>
<p>Laura Kalauz und Martin Schick hinterfragen den gesunden Menschenverstand und die Normalität. Ihr <a title="CMMN SNS PRJCT | Über unsere Besessenheit (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/cmmn-sns-prjct-kritik-freischwimmer-2011/">CMMN SNS PRJCT</a> ist eine selbst erklärte Ode an die Unvollständigkeit in der uneingeschränkten Handelszone des Theaters.</p>
<p>Dauerpräsent beim Festival ist Barbara Ungepflegts Installation <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=24">Notstand</a>. Der Vorgeschmack im Programmheft lässt auf weit fortgeschrittene Wortspiel-o-Manie hindeuten, aber sonst auf wenig. „Aus der Tugend eine Not machen“ klingt allerdings spannend.</p>
<p><em><a href="http://schoenschrift.org/tags/freischwimmer-festival-2011/feed">RSS-Feed zum Abonnieren aller Freischwimmer-Beiträge in Schönschrift.</a></em></p>
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