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	<title>Schönschrift &#187; Institut für Hybridforschung</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Irgendwie öffentlich &#124; Gedanken zum Freischwimmer-Foyer (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 17:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik des Performativen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Macher des Freischwimmer Festivals haben in diesem Jahr nicht nur Produktionen aus dem Bereich Theater und Performance eingeladen, sondern auch Positionen aus der bildenden Kunst. Im Hof der sophiensæle, gegenüber dem Kassenhäuschen, erwartet Barbara Ungepflegt das potentielle Publikum mit &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/irgendwie-oeffentlich-zum-freischwimmer-foyer-sophiensaele-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Irgendwie+%C3%B6ffentlich+%7C+Gedanken+zum+Freischwimmer-Foyer+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-700" title="Foyer Freischwimmer 1" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/foyer-freischwimmer-1.jpg" alt="Bank, Baum, Streetart" width="720" height="306" /></p>
<p>Die Macher des Freischwimmer Festivals haben in diesem Jahr nicht nur Produktionen aus dem Bereich Theater und Performance eingeladen, sondern auch Positionen aus der bildenden Kunst. Im Hof der sophiensæle, gegenüber dem Kassenhäuschen, erwartet Barbara Ungepflegt das potentielle Publikum mit ihrem <a title="Notstand | Heterotopie aus Holz (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/notstand-heterotopie-barbara-ungepflegt-freischwimmer/">„Notstand“</a>, einer Mischung aus Installation und Performance. Und das Foyer wird von mehreren Künstlerinnen auf seine Qualität als irgendwie öffentlicher Raum befragt.<span id="more-685"></span></p>
<p>Im Theaterfoyer trifft sich für gewöhnlich eine eigentümliche Teilöffentlichkeit aus bürgerlichem Mainstream, Kunst, Intelligenz und vielleicht Avantgarde. Vor der Vorstellung wird hier getuschelt und im Anschluss gemeckert oder geschwärmt. Man beäugt sich. Hat sich schick gemacht. Auf der Bühne haben die Akteure das Wort. Das Foyer gehört dem Publikum. Es ist die Schwelle vom Alltag zur Kunst, zumindest für die, die zur Szene gehören. Alle anderen bleiben gleich ganz draußen, für sie beginnt die kulturelle Hürde schon viel früher.</p>
<p>Während des Freischwimmer Festivals halten gleich mehrere <a href="http://european-spaces.eu/archives/38-Foucault,-Michel-1967;-Von-anderen-Raeumen.html">andere Räume</a> Einzug ins Foyer der sophiensæle und treiben seinen Übergangscharakter auf die Spitze. An den Wänden hängt Street Art von <a href="http://sp38.com/">sp38</a>, die man aus dem Berliner Stadtbild kennt. <a href="http://farm4.static.flickr.com/3457/3993830588_8a7467547a.jpg">„I don&#8217;t wanna be Ur friend on Facebook“</a> &#8211; eben noch auf einer Neuköllner Mülltonne, jetzt schon Ausstellungsobjekt. Davor warten die Besucher auf quietschgelben Parkbänken zwischen Sträuchern auf den Einlass. Mark Thomann a.k.a. <a href="http://pony-pedro.de/">pony pedro</a> hat sein „Foyer für Freilufttrinker“ kurzerhand nach drinnen verlegt. Das pieksende Geäst, das im goldenen Licht ständig irritiert, tut ein übriges zur skurrilen Wirkung dieses Außen-Innen-Raums.</p>
<p>Noch tiefer gräbt Corinna Korth vom Institut für Hybridforschung. Neben ihrer Lecture-Performance <a title="Furry Species | Hybrid statt Hybris (Freischwimmer Festival)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/furry-species-freischwimmer-festival/">„Furry Species“</a> hat sie rund um die Foyer-Bar einen Wolfsbau mit jeder Menge (Kunst-)Pelz errichtet. Auf der anderen Seite, gleich beim Eingang zum großen Saal, steht eine Telefonzelle, von der aus man &#8211; aus dem Innenraum im Innenraum &#8211; raus in die Welt kommunizieren kann. Doch auch hier folgt die Umkehrung auf dem Fuße: via Loveline der Gruppe White Horse vermittelt der öffentliche Fernsprecher private Liebesbotschaften.</p>
<p>Erika Fischer-Lichte schreibt in <a href="http://www.amazon.de/Ästhetik-Performativen-suhrkamp-Erika-Fischer-Lichte/dp/3518123734">„Ästhetik des Performativen“</a>: <em>Jeder Übergang, jeder Weg über eine Schwelle schafft einen Zustand der Instabilität, aus dem Unvorhergesehenes entstehen kann, der das Risiko des Scheiterns birgt, aber ebenso die Chance einer geglückten Transformation. </em>Von Scheitern kann beim transformierten Freischwimmer-Foyer keine Rede sein. Hier findet eine wohltuende Belebung der Foyer-Routine statt. Das Raumgefühl wird ständig irritiert. Dadurch entsteht eine Ahnung davon, wie exklusiv die Gruppe ist, die sich hier gewöhnlich trifft. Zur Öffentlichkeit, ja zum öffentlichen Raum, der immer auch etwas von Teilhabe und Gestaltung hat, der zum Verweilen und Be-Leben anregt, ist es ein weiter Weg. Bleibt zu hoffen, dass das Unvorhergesehene weiterhin willkommen ist, wo das Freischwimmer-Foyer für Instabilität gesorgt hat.</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Irgendwie+%C3%B6ffentlich+%7C+Gedanken+zum+Freischwimmer-Foyer+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Furry Species &#124; Hybrid statt Hybris (Freischwimmer Festival)</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 13:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Anika Meier]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
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		<category><![CDATA[Corinna Korth]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Vorwarnung wird direkt zu Anfang durch Hinweisschilder auf den felligen Part verwiesen: Ein Hund wird im Stück über die Bühne laufen. Diesen bitte nicht streicheln oder füttern. Danke. Corinna Korth ist Mitgründerin des selbsternannten Instituts für Hybridforschung und die &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/furry-species-freischwimmer-festival/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Furry+Species+%7C+Hybrid+statt+Hybris+%28Freischwimmer+Festival%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_573" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-573" title="Furry Species" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/furry-species-freischwimmer.jpg" alt="Szenenfoto von Furry Species beim Freischwimmer Festival" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Foto: Gerhard F. Ludwig / sophiensaele. Alle Rechte vorbehalten.</p></div>
<p>Als Vorwarnung wird direkt zu Anfang durch Hinweisschilder auf den felligen Part verwiesen: Ein Hund wird im Stück über die Bühne laufen. Diesen bitte nicht streicheln oder füttern. Danke.</p>
<p>Corinna Korth ist Mitgründerin des selbsternannten Instituts für Hybridforschung und die meiste Zeit allein auf der Bühne zu sehen. In einer Art pseudo-wissenschaftlichen Vortragsweise, auf die jeder Start-Up-Business-Ganove stolz wäre, zwischen Videoinstallation und analogem Theater, klärt sie fachmännisch über ihre Unternehmung auf: Die Technisierung der Welt entfernt den Menschen von seinem Selbst, samt seiner physischen Möglichkeiten. Daher scheint eine Doppelidentität unumgänglich, mehr noch, der Hybrid Mensch-Tier sei das Wesen der Zukunft, das einzig überlebensfähige Wesen. Die Weiterentwicklung vom Mensch zum Tier sei also keine Rückentwicklung, sondern der nächste logische Schritt der Evolution.<span id="more-571"></span></p>
<p>Der Mensch flieht in die Technik und schwächt sich damit selbst in seiner Überlebensfähigkeit. In seiner Überheblichkeit hat er seine Natürlichkeit verloren und soll, eher noch: muss diese wieder erlernen. Der Fortschritt der Menschheit mündet in Mittelmäßigkeit, was ihn wiederum zur Gefahr für seine Umwelt macht, denn er muss sein mittleres Dasein ständig ausgleichen. Ein Frequenz-Hörtest zeigt uns qualvoll unser Unvermögen auf. Wildnis und Zivilisation lassen sich aber nicht so ohne Weiteres in Gottes Kochtopf zusammen panschen. Um der Sache näher zu kommen, sei auch eine optische Annäherung nötig. Diese wird hier live auf der Bühne performt. Mit Hilfe der Mendelschen Vererbungsregeln könne die Mutation geschehen oder, alternativ dazu, wie in diesem Fall, operativ.</p>
<p>Nun könnte man sich, um der guten Natürlichkeit Willen nahe zu kommen, ja auch in einen Regenwurm verwandeln lassen, oder meinetwegen in einen Tukan. Frau Korth möchte aber gerne zum ikonografisch stark besetzten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werwolf">Halbwolf</a> werden, dieser scheint sich mit seinen Eigenschaften als Grenzgänger, der sich an keine zivilisatorischen Normen halten muss, besonders vom Menschen zu unterscheiden. Zudem lassen sich Wolf-typische Eigenschaften, wie Revier- und Rudelverhalten, schon seit jeher auch am Menschen ausmachen. Ganz davon abgesehen, dass ein Wolf viel besser sehen, hören und riechen kann. Das wissen wir spätestens seit Rotkäppchens Horrortrip in den Bauch des bösen Wolfes. Vielleicht hatte der das aber auch alles gar nicht so gemeint. Schwere Kindheit und so weiter.</p>
<p>Wie auch immer. Dieser Wolf hier ist eher positiv besetzt. Nicht zuletzt deswegen, weil die Tierwerdung hier aus freiem Willen passiert. Schrittweise können wir die Verwandlung der Corinna Korth beobachten. Videomaterial zeigt sie bei einem Arzttermin, die chirurgischen Eingriffe scheinen so normal wie John Travoltas Nasen-OP in der Mittagspause des L.A.-Alltags. Auch an klischeebehaftete Handgriffe ist gedacht: Die schnappenden Einweg-Handschuhe des „Chirurgen“ im Video sagen „Jetzt geht’s los! Let&#8217;s mutate!“. Anders als in den tradierten Horrorbildern der Werwolf-Werdung, bei der das Tier im Menschen brutal durch Adern und Haut bricht, spielt sich der Vorgang hier recht klinisch ab.</p>
<p>Narkotisiert begleiten wir Frau Korth durch ihre transluzide Hybridwerdung. Schuhe verwandeln sich in Pfoten und eine mechanische Stephen Hawking Stimme fragt: „What makes you swop?“.   Halb Mensch halb Wolf erinnern die Videobilder an verstörende Fotografien <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diane_Arbus">Diane Arbus</a>&#8218;. Eine abgewandelte Version von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jefferson_Airplane">Jefferson Airplanes</a> Song WHITE RABBIT trägt zum diesem Trip bei. „When logic and proportion / have fallen sloppy dead“ scheint hier zur gewünschten Ent-Domestizierung zu führen.</p>
<p>Der dramaturgische Bogen spannt sich schließlich bis zur Live-Mutation. Mit Hilfe von Schwester Anna und Fr. Dr. Jessen vollzieht sich der finale Akt. Frau Korth wird zum Hybridwesen und zeigt gleich mal ihre Zitzen zum Beweis.<br />
Die neu gewonnene Wildheit geht einher mit einer neu gewonnenen Freiheit. Die Krone der Schöpfung wurde gegen Fell ausgetauscht. Wir bestimmen unsere Spezies selbst, auch wir sind Grenzgänger – so wir uns denn trauen. Rotkäppchen-Opfer-Stellung also durch Wolf-Werdung umgehen. Die Marzahner Junggangster wären stolz auf uns.</p>
<p>Zuletzt ist Corinna Korth „viele, vereint Rudel und Meute“ in sich. „Ein Cyborg ohne technische Störung“, sagt sie. Dieses Angebot stehe nun, dank ihres Instituts, allen offen und wie so oft im Leben ist dabei die Furcht der Kompass durch die Evolution. Am Ende ist man fast enttäuscht, dass die Verwandlung nicht wirklich geschehen ist. Man hat sie sich so gewünscht.</p>
<p>Die Zuschauer reagieren zögerlich. Ich glaube, nicht nur ich wollte eine echte Mutation sehen. Mit dem Statement „we never howl alone“ wird deutlich, was schon von Anbeginn in der Ferne glimmerte: Unsere Krise der multiplen Identitäten reflektiert sich in den Sonden und Skalpellen der Tierwerdung wider. Immerhin soll es dadurch möglich sein, seinem wahren Ich etwas näher zu rücken. Stellt sich nur die Frage, wie man das mit dem Fell Mutti erklären soll.</p>
<p><em><a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=26">Furry Species</a> läuft heute, am 12.03. noch einmal um 21:00 in den Berliner sophiensaelen</em></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notizen-furry-species.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-596" title="Notizen Furry Species" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/notizen-furry-species-thumb.jpg" alt="" width="275" height="275" /></a><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notizen-furry-species.pdf">Notizen zu diesem Text als PDF</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Furry+Species+%7C+Hybrid+statt+Hybris+%28Freischwimmer+Festival%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Battle ums Abzeichen &#124; Wir bloggen beim Freischwimmer Festival 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 08:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Frühling kommt nach Berlin, Freischwimmer-Saison. Noch bevor die Freibäder eröffnen, beherbergt die Hauptstadt den Auftakt zum Freischwimmer Festival für Nachwuchstheater, Performancekunst und Live Art. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt von fünf der allerersten Produktionshäuser für Freies Theater im &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/blog-battle-freischwimmer-festival-2011/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Battle+ums+Abzeichen+%7C+Wir+bloggen+beim+Freischwimmer+Festival+2011+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_461" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-461" title="Freischwimmer Festival 2011" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/Auftakt-Freischwimmer.jpg" alt="" width="716" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bilder: Freischwimmer Festival (alle Rechte vorbehalten)</p></div>
<p>Der Frühling kommt nach Berlin, Freischwimmer-Saison. Noch bevor die Freibäder eröffnen, beherbergt die Hauptstadt den Auftakt zum <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/index.php">Freischwimmer Festival</a> für Nachwuchstheater, Performancekunst und Live Art. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt von fünf der allerersten Produktionshäuser für Freies Theater im deutschsprachigen Raum. <a href="http://www.kampnagel.de/">Kampnagel</a> in Hamburg und das Düsseldorfer <a href="http://forum-freies-theater.de/">Forum Freies Theater</a> wurden grade zusammen mit dem Hebbel am Ufer zum <a href="http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/03_theatertreffen/tt_start.php">Theatertreffen</a> eingeladen. Letzteres ist &#8211; warum eigentlich? &#8211; nicht bei Freischwimmer dabei. Dafür der kleinere Partner in Mitte: Die <a href="http://www.sophiensaele.de/">Sophiensaele</a> richten vom 10. bis 19. März die erste von fünf Freischwimmer-Runden aus. Mit dabei sind außerdem <a href="http://www.brut-wien.at/start.php?">Brut</a> Wien und die Zürcher <a href="http://www.gessnerallee.ch/">Gessnerallee</a>.</p>
<p>Sieben KünstlerInnen und/oder Kollektive waren eingeladen, eine Produktion beizusteuern, die nun in allen fünf Städten nacheinander gezeigt wird. Das Thema des ganzen lautet, so tagesaktuell, dass es kaum auszuhalten ist: Rückzug ins Öffentliche. Wir werden in Schönschrift aus Berlin das Programm begleiten. <span id="more-459"></span>Als Embedded Kultur-Bloggers sozusagen, denn die vermutlich geniale Marketing- und Presseabteilung des Festivals hat passend zum Thema einen <a href="http://www.sophiensaele.com/downloads/AUSSCHREIBUNG_FREISCHWIMMER_BLOG-BATTLE.pdf">Blog-Wettbewerb</a> ausgeschrieben. „Gemeinsam mit Obama, Greenpeace und der Deutschen Bank twittern, bloggen, posten und talken wir uns um den Verstand“, heißt es in der Ankündigung. <a title="Neues vom PR-Sport" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/pr-sport-bild-holofernes-taz/">BILD, Spiegel und taz</a> nicht zu vergessen. Und selbst die großen Feuilletons und Spartenmagazine haben ihre Internetpräsenz. Vorstoß ins Netz, statt Rückzug ins Öffentliche. Niemand geringeres als die RedakteurInnen von <a href="http://theaterderzeit.de/Magazine/Index">Theater der Zeit</a> schauen den Freischwimmer-Bloggern auf die Finger. Öffentlichkeit bewertet Öffentlichkeit bewertet Öffentlichkeit, bis einer weint &#8211; oder gewinnt. Hochkultur, Subkultur, Public Relations, wir nehmen die Herausforderung an und freuen uns auf den Austausch im virtuellen Foyer! Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar! Echt jetzt.</p>
<p>Das Kerngeschäft der Freischwimmer findet natürlich in der Öffentlichkeit per se statt, auf der Theaterbühne. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/kalender_berlin.php">Programm</a>:</p>
<p>Die Lovefuckers um Ivana Sajevic finden: „Die Zeit ist reif für einen Politthriller über Muammar al-Gaddafi!“ Einen solchen zeigen sie, versetzt mit Musik, Puppenspiel, Videoclips und einer Prise Revolution, zum Festivalauftakt: <a title="King of the Kings | Die Wahrheit liegt in der Wüste (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/king-of-the-kings-kritik-freischwimmer-2011/">King of the Kings</a>.</p>
<p>Royal geht es auch bei Chuck Morris zu. Sie krönt sich gleich selbst zur Königin und Lichtträgerin des Volkes, wobei nicht klar ist, ob sich hinter „sie“ der Pluralis Majestatis, der weibliche Singular oder neutrale Plural verbirgt. Oder alles auf einmal? <a title="Souvereines | Die einmalige Audienz (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/souvereines-freischwimmer-2011-berlin/">Souveraines</a> heißt jedenfalls das Oeuvre.</p>
<p>Den Schritt von royalistisch zu animalistisch vollzieht das Institut für Hybridforschung. Die ForscherInnen loten den Spielraum von Mischwesen und Chimären in der menschlichen Gesellschaft aus und verwischen mit <a title="Furry Species | Hybrid statt Hybris (Freischwimmer Festival)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/furry-species-freischwimmer-festival/">Furry Species</a> die Trennlinie zwischen Mensch und Tier.</p>
<p>Verena Billiger und Sebastian Schulz laden das Publikum zu einem sehr romantischen Treffen ein. Auf der Bühne wird geküsst, was die Speicheldrüsen hergeben. Gefühle und Intimität oder nur Gesten, Haltungen, Simulation? Herzlich willkommen zum <a title="Romantic Afternoon* II | Der Diskurs unter den Küssen (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/romantic-afternoon-kritik-freischwimmer-2011/">Romantic Afternoon</a>.</p>
<p>Mariamagdalena und Gäste setzen hier quasi noch einen drauf. In <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=29">Bis dass der Tod uns scheidet</a> sind die Zuschauer Gäste bei einer polnischen Hochzeitsfeier. Mit allen Spielregeln, die dazu gehören, inklusive Dresscode und Geschenke. Ob man die Braut auch küssen darf?</p>
<p>Laura Kalauz und Martin Schick hinterfragen den gesunden Menschenverstand und die Normalität. Ihr <a title="CMMN SNS PRJCT | Über unsere Besessenheit (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/cmmn-sns-prjct-kritik-freischwimmer-2011/">CMMN SNS PRJCT</a> ist eine selbst erklärte Ode an die Unvollständigkeit in der uneingeschränkten Handelszone des Theaters.</p>
<p>Dauerpräsent beim Festival ist Barbara Ungepflegts Installation <a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=24">Notstand</a>. Der Vorgeschmack im Programmheft lässt auf weit fortgeschrittene Wortspiel-o-Manie hindeuten, aber sonst auf wenig. „Aus der Tugend eine Not machen“ klingt allerdings spannend.</p>
<p><em><a href="http://schoenschrift.org/tags/freischwimmer-festival-2011/feed">RSS-Feed zum Abonnieren aller Freischwimmer-Beiträge in Schönschrift.</a></em></p>
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