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	<title>Schönschrift &#187; Jacob Lillemose</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Vermeintliche Glitches und andere Ausrutscher &#124; (transmediale 2k12)</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 10:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Eva Mattes]]></category>
		<category><![CDATA[Franco Mattes]]></category>
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		<category><![CDATA[jon.satrom]]></category>
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		<category><![CDATA[Marcelina Wellmer]]></category>
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		<category><![CDATA[transmediale 2k12]]></category>

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		<description><![CDATA[in/compatible war das Thema. Auch wenn der Schrägstrich beide Varianten nebeneinander stellt, dominiert doch das Inkompatible und damit als erste Assoziation von uns &#8222;Usern&#8220;: Frust. Frust und Hilflosigkeit im Computeralltag, wie sie von jon.satrom als Einleitung zu seiner Eröffnungsperformance sehr &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/glitches-ausrutscher-transmediale-2k12-dark-drives-ausstellung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Vermeintliche+Glitches+und+andere+Ausrutscher+%7C+%28transmediale+2k12%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2226" title="LED PH16 /1R1G1B von JODI" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/transmediale-ausstellung-led.jpg" alt="Aufgestellte LED-Panels" width="720" height="306" /></p>
<p>in/compatible war das Thema. Auch wenn der Schrägstrich beide Varianten nebeneinander stellt, dominiert doch das Inkompatible und damit als erste Assoziation von uns &#8222;Usern&#8220;: Frust. Frust und Hilflosigkeit im Computeralltag, wie sie von jon.satrom als Einleitung zu seiner Eröffnungsperformance <a title="Lichter und Oberflächen zur Eröffnung | (transmediale 2k12)" href="/artikel/opening-transmediale-2012-berlin-jon-satrom-joshua-light-show/">sehr treffend inszeniert wurde</a>. Wir alle kennen diese Probleme, so ist die Botschaft, oder wie Kristoffer Gansing danach kommentierte: &#8222;Now we should all feel a little more at home&#8220;. <span id="more-2196"></span></p>
<p>Nein, wir stimmen gerne zu, wenn Kurator Jacob Lillemose zur <a href="/artikel/museale-geisterbahn-transmediale-2k12/#home-title">&#8222;Dark Drives&#8220;-Ausstellung</a> sagt, dass Technologie uns &#8222;nicht einfach nur glatt und vernünftig gemacht&#8220; habe. Es gäbe vielmehr &#8222;Schwierigkeiten und Unsicherheiten&#8220;, aber auch &#8222;aufsässige Fantasien und unbändige Expressivität&#8220;.</p>
<p>Wie also sollen wir mit diesen Spannungen umgehen? Die Fragestellung, aber auch die Unsicherheit steckt in unentschlossenen Schreibweise in/compatible. Sollen wir Distanz herstellen, durch eine Mystifizierung des Technischen? Oder sollen wir es verstehen, uns von der Unsicherheit emanzipieren und die Technik mit einer Art &#8222;Hacktivism&#8220; instrumentalisieren?</p>
<h3><a href="http://www.transmediale.de/content/my-generation">My Generation</a> von Eva und Franco Mattes</h3>
<div id="attachment_2211" class="wp-caption alignright"><a href="https://secure.flickr.com/photos/transmediale/6791582051/in/set-72157628266763645/"><img class="size-thumbnail wp-image-2211" title="My Generation" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/6791582051_4b98788fb5_b-275x183.jpg" alt="" width="275" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">© Genz, Lindner, transmediale</p></div>
<p>Wenn Eva und Franco Mattes in ihrer Installation die Videos von Kindern aneinanderreihen, die vor dem Bildschirm vor Wut austicken, deklarieren sie sie als ein fremdes Anderes. Neben den Bildschirm ist noch ein zertrümmerter Computer drapiert. Kaputte Technik, kaputte Menschen. Eine ganze Generation. So fern und fremd, dass die Künstler lediglich ihre Spuren auf der Videoplattform YouTube zusammenklauben konnten. Eva und Franco Mattes reihen sich damit in eine lange Tradition des Technologie-Exotismus ein.</p>
<p>Neben ultimativer Frustration können Fehler in Computern dennoch auch ein kreatives Potenzial bieten, auf die der Ausstellungskatalog mit dem Schlagwort &#8222;Glitch&#8220; referiert. Dieser Begriff (<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Glitch">angeblich vom deutschen &#8222;glitschig&#8220; abgeleitet</a>) bezeichnet einen Ausrutscher, einen kurzzeitig wahrnehmbaren Impuls, verursacht durch einen Fehler in Hardware oder Software. In medialen Umgebungen können derartige Fehler hör- oder sichtbar werden und damit die meist sorgfältig konstruierte Oberfläche oder Illusion zerstören. Solche Glitches als eine &#8222;unruhige Energie&#8220; zu zeigen, zu nutzen, zu zelebrieren scheint eine passende Herangehensweise an das in/compatible-Thema. Es gilt, sich dem Fehler auszuliefern anstatt ihn anzuprangern, oder, wie Lillemose es ausdrückt, den Zustand &#8222;nicht zu überwinden oder zu transzendieren.&#8220;</p>
<h3><a href="http://www.transmediale.de/content/qtzrk">QTzrk</a> von jon.satrom</h3>
<div id="attachment_2219" class="wp-caption alignright"><a href="https://secure.flickr.com/photos/transmediale/6549800855/in/set-72157628266763645"><img class="size-full wp-image-2219" title="QTzerk" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/qtzerk-thumb.jpg" alt="Standbild, Störungen auf einem Bildschirm" width="275" height="157" /></a><p class="wp-caption-text">© jon.satrom</p></div>
<p>QTzrk, im Katalog als &#8222;eine Art Mahlstrom aus Glitches&#8220; bezeichnet, bedient sich auch diverser Störungs- und Rückkopplungseffekte. Aber ein Großteil des (immer wieder identisch geloopten) Videos zeigt keine Fehler, keine Ausrutscher, sondern bewusste Gesten. Wenn das Videobild aus dem Rahmen des Players &#8222;fließt&#8220;, oder Buttons beim Klick von ihrer Leiste &#8222;fallen&#8220; sind das zwar Demontagen einer perfekten Apple-Oberfläche, aber keine Fehler. Aus der hermetischen Oberfläche eines Betriebsystemherstellers wird die neue hermetische Oberfläche eines Künstlers. Diese besteht unbestritten aus kreativen und interessanten Animationen, aber ob diese zu einer neuen &#8222;Sensibilität und Intelligenz&#8220; gegenüber den &#8222;unruhigen Energien&#8220; (Lillemose) anregen?</p>
<h3><a href="http://www.transmediale.de/content/error-502-404-410">Error 502 404 410</a> von Marcelina Wellmer</h3>
<div id="attachment_2220" class="wp-caption alignright"><a href="https://secure.flickr.com/photos/transmediale/6449676027/in/set-72157628266763645"><img class="size-full wp-image-2220" title="Error 502 404 410" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/error-502-404-410-thumb.jpg" alt="Die Installation, drei Festplatten" width="275" height="159" /></a><p class="wp-caption-text">© Marcelina Wellmer</p></div>
<p>Es gibt aber auch eine wundervoll produktive Herangehensweise an technische Probleme: &#8222;Wie klingen Computer-Fehler?&#8220; ist die einfache Fragestellung, mit der Error 502 404 410 präsentiert wird. Drei Festplatten sind an der Wand befestigt, durch eine Plexiglasabdeckung kann man die normalerweise verborgenen Mechanismen von Platten, Lese- und Schreibköpfen sehen. Und winzige Mikrofone übertragen die Geräusche aus dem Inneren. Direkt auf den Magnetplatten sind die drei Geräte beschriftet: &#8222;404 Not Found&#8220;, &#8222;510 Bad Gateway&#8220;, &#8222;410 Gone&#8220;.</p>
<p>Die Aktivität der ansonsten versteckten Festplatten hör- und sichtbar zu machen ist grandios. Die Trägheit, mit der die Arme dieser Speicher mühsam nacheinander die gewünschten Daten ansteuern, wird normalerweise mühsam verborgen. Während viele Computer noch eine Kontrollleuchte besitzen, anhand derer der Nutzer sehen kann, dass der Rechner gerade die langsame Festplatte bemüht, hat Perfektionist Apple diese Leuchte konsequent von seinen Macs verbannt. Die Aktiviät der Festplatte wird geradezu geleugnet.</p>
<p>Warum die Künstlerin die drei Objekte aber willkürlich mit Fehlermeldungen beschriftet, die aus einem völlig anderen Bereich stammen, bleibt unverständlich. 502, 404, 410 sind <a href="http://www.w3.org/Protocols/rfc2616/rfc2616-sec10.html">Statuscodes aus dem Hypertext-Transfer-Protocol</a>, dem berühmten &#8222;http://&#8220;. Mit ihnen antwortet ein Server auf gescheiterte Anfragen nach bestimmten Ressourcen. Diese Anfragen lösen nach verschiedenen Schichten der Weiterleitung, Zwischenspeicherung und Optimierung unter anderem sicherlich auch manchmal Festplattenaktivität aus. Die Antwort, wie <em>diese</em> Fehler klingen, kann die Installation aber nicht geben. Die drei Codes bleiben Dekoration, Mythos, Symbol.</p>
<p>Hinter Technologie steckt ein riesiges (Konflikt-)Potenzial. Sie erzeugt sehr greifbare Spannungen. Rund um die Welt wird um Deutungs- und Markthoheiten gerungen, zuletzt im Bereich Urheberrecht mit dem &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/SOPA">Stop Online Piracy Act</a>&#8220; in den USA. Wirtschaftseliten und Hackereliten treten gegeneinander an. Wenn die Transmediale zukünftig nur die Schauwerte einer Künstlerelite beizutragen hätte, wäre das schade.</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2012/02/notizen-tm2k12-dark-drives.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-2243" title="Notizen Dark Drives" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/notizen-tm2k12-dark-drives-thumb.jpg" alt="Handschriftliche Notizen" width="275" height="275" /></a><a href="/wp-content/uploads/2012/02/notizen-tm2k12-dark-drives.pdf">Notizen zu diesem Text als PDF</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Vermeintliche+Glitches+und+andere+Ausrutscher+%7C+%28transmediale+2k12%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Museale Geisterbahn &#124; (transmediale 2k12)</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 10:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Ausstellung der diesjährigen Transmediale heißt &#8222;Dark Drives&#8220;. Man erwartet also nicht unbedingt einen White Cube. Aber wer hätte gedacht, dass die Ausstellungsmacher um Jacob Lillemose ihre Besucherinnen so tief ins Dunkle führen würden? Durch eine Black Box aus Sound &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/museale-geisterbahn-transmediale-2k12/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Museale+Geisterbahn+%7C+%28transmediale+2k12%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2181" title="Dark Drives-Ausstellung Transmediale 2012" src="https://ssl-account.com/xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/transmediale-ausstellung-silhouette.jpg" alt="Silhouette vor Projektion" width="720" height="306" /></p>
<p>Die Ausstellung der diesjährigen Transmediale heißt <a href="http://www.transmediale.de/festival/exhibition">&#8222;Dark Drives&#8220;</a>. Man erwartet also nicht unbedingt einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/White_Cube">White Cube</a>. Aber wer hätte gedacht, dass die Ausstellungsmacher um Jacob Lillemose ihre Besucherinnen so tief ins Dunkle führen würden? Durch eine Black Box aus Sound (die Installation <a href="http://www.transmediale.de/content/probe"><em>Probe 2012</em> von TR Kirstein</a>) geht es in die Folterkammer der Festplatten und Fehlermeldungen. Vom Boden über die Wände bis zur Decke ist der Ausstellungsraum in Schwarz gehalten. Die Werke sind gleichzeitig Lichtquellen, an denen man sich entlang hangelt. Wie die Motten das Licht suchen, bleibt der Blick an ihnen hängen.<span id="more-2177"></span></p>
<p>Was er sieht, ist ein <a href="http://www.transmediale.de/content/come-daddy">Monstrum in Elektroschrott</a>, eine <a href="http://www.transmediale.de/content/20010">dystopische Werbewand</a> oder diesen <a href="http://www.transmediale.de/content/qtzrk">Haifisch, der eine Robbe verschlingt</a> und sich dann in Pixelsalat auflöst. Aus einer Ecke sind derweil durchdringende Schreie zu hören. Die Ausstellung soll die unruhigen Energien einer hochtechnologisierten Zeit zeigen, die düstere Rückseite der Konvergenz. So zumindest steht es im Statement des Kurators im haptisch hübschen, aber unpraktischen Ausstellungskatalog. Dabei fühlt man sich eher wie in einer musealen Geisterbahn als konfrontiert mit einer kritischen Perspektive auf das Medienzeitalter.</p>
<p>Das düstere Umfeld lässt nicht viel Raum für Interpretation und stattdessen manches Werk (vielleicht unverdient) eindimensional wirken. Im Internet kann jeder einfach so Waffen kaufen (<em><a href="http://www.transmediale.de/content/armed-citizen">Armed Citizen</a></em> von Daniel García Andújar / Technologies to the people). Computerspiele machen die Jugend krank und Erwachsene hysterisch (<em><a href="http://www.transmediale.de/content/my-generation">My Generation</a></em> von Eva and Franco Mattes aka 0100101110101101.ORG, von hier kommen die Schreie). Unseren schicken elektro-digitalen Devices ist es egal, ob darauf piratiertes geistiges Eigentum gespeichert wird (<em><a href="http://www.transmediale.de/content/5-million-dollars-1-terabyte">5 Million Dollars 1 Terabyte</a> </em>von Art 404) und wenn sie selbst ihren Geist aufgeben, verrotten sie (nicht) auf endlosen Müllhalden (<em><a href="http://www.transmediale.de/content/photos-e-waste-found-flickr">Photos of e-waste found on Flickr</a> </em>von Jack Caravanos und Vibek Raj Maurya).</p>
<p>Dass jede mediale Entwicklung auch Nachteile mit sich bringt und Kritiker auf den Plan ruft, ist keine Neuigkeit. Das wusste schon <a href="http://www.jstor.org/pss/4476793">Platon</a>. Daraus ergibt sich nicht nur ein Potential für Pessimismus, sondern für kreative Abwandlungen, subversiven Aktivismus und reflektierten Konsum. Irgendwie nimmt man Lillemose ab, dass er so etwas ähnliches in seiner Ausstellung vermitteln wollte. Leider ist jedoch der Effekt rund um das Label &#8222;Dark Drives&#8220; ein bisschen zu sehr in den Vordergrund geraten.</p>
<p>Komplexe Kontrapunkte zur dunklen Oberfläche finden sich in der Ausstellung auch. Jaromils zum Wandbild verwandelte Code-Zeile <em><a href="http://www.transmediale.de/content/forkbomb-shell">Forkbomb Shell</a></em> zum Beispiel kreuzt die Eloquenz des Codes mit dem ultimativen Stillstand auf der einen und dem Kunstkontext auf der anderen Seite. Schnelle Schlüsse ausgeschlossen. Bei Constant Dullaarts <em><a href="http://www.transmediale.de/content/re-deep-water-horizon-healed">Re: Deep Water Horizon (HEALED)</a> </em>versteckt sich die Ahnung von der gescheiterten technologischen Utopie in digital &#8222;geheilten&#8220; Bildern einer Umweltkatastrophe. Und mit dem Videoclip <em><a href="http://www.transmediale.de/content/come-daddy">Come to Daddy</a></em> von Chris Cunningham und Aphex Twin macht schließlich auch das Techno-Gruseln ein kleines bisschen Spaß (hier bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Pe-XNav5mWU">YouTube</a>).</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2012/02/notizen-tm2k12-dark-drives-2.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-2257" title="Notizen" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/notizen-tm2k12-dark-drives-2-thumb.jpg" alt="Handschriftliche Notizen" width="275" height="275" /></a><a href="/wp-content/uploads/2012/02/notizen-tm2k12-dark-drives-2.pdf">Notizen zu diesem Text als PDF</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Museale+Geisterbahn+%7C+%28transmediale+2k12%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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