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	<title>Schönschrift &#187; Haus der Kulturen der Welt</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Angriff auf die Demokratie &#8211; Eine Intervention &#124; Romuald Karmakar zur Lage des Globalen (62. Berlinale)</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 10:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Philipp Weber]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das System der Politik krankt – und damit alles, vom globalen, multinationalen, nationalen bis zum lokalen System. Schuld daran ist die Inszenierung. Dies ist eine der Botschaften die der Filmemacher Romuald Karmakar in seinem Berlinale-Beitrag aufzeigt. Dabei widersetzt er sich &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/angriff-auf-die-demokratie-eine-intervention-romuald-karmakar-62-berlinale/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Angriff+auf+die+Demokratie+%26%238211%3B+Eine+Intervention+%7C+Romuald+Karmakar+zur+Lage+des+Globalen+%2862.+Berlinale%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2273" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-2273" title="angriff auf die demokratie" src="https://ssl-account.com/xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/angriff-auf-die.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bild: Pantera Film (alle Rechte Vorbehalten)</p></div>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Das System der Politik krankt – und damit alles, vom globalen, multinationalen, nationalen bis zum lokalen System. Schuld daran ist die Inszenierung. Dies ist eine der Botschaften die der Filmemacher <a href="http://www.romuald-karmakar.de/">Romuald Karmakar</a> in seinem Berlinale-Beitrag aufzeigt. Dabei widersetzt er sich der Erwartungshaltung des Kinogängers, denn Karmakar hält sich als Filmemacher zurück, verwehrt sich einer filmischen Inszenierung im Sinne eines Eingriffs in das Quellmaterial. So wird aus dem Kinosaal ein Vortragssaal und aus dem Kinogänger ein Zuhörer einer Veranstaltung. Das Publikum im Kinosaal honoriert die Aussagen mit Applaus, ganz so, als wäre es selbst vor Ort, ganz so, als wäre es keine Aufzeichnung, sondern eine Liveübertragung. Der Film „<a href="http://www.facebook.com/events/203728626392884/">Angriff auf die Demokratie &#8211; eine Intervention</a>“ ist ein ungeschminkter Mitschnitt der gleichnamigen <a href="http://www.hkw.de/de/programm/2011/andere2011/veranstaltungen_53180/veranstaltungsdetail_69747.php">Veranstaltung</a> im Haus der Kulturen der Welt aus dem Jahr 2011, der so nicht geplant war, wie Karmakar im Anschluss an den Film erläutert.<span id="more-2272"></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Erst im Nachhinein wurde aus dem hausinternen Mitschnitt und dem Rohmaterial für einen TV-Beitrag der Ablauf rekonstruiert, weshalb die Vortragenden nun überlebensgroß von der Leinwand blicken. Eine filmische Geste, die an anderer Stelle zu Diskussionen führen mag, sich in diesem Fall jedoch tatsächlich nur zufällig in die Präsentationsform einschreibt und zudem durch die Positionierung der Vortragenden zum gestellten Thema zusätzlich abgeschwächt wird. In alphabetischer Reihenfolge referieren also zehn Intellektuelle, Künstler und Publizisten vor einem schwarzen Hintergrund zur Lage der Demokratie, vor allem angesichts der Eurokrise.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Eine heikle Situation für die nichtgewählten Repräsentanten, die nun an unserer Stelle das aussprechen und damit auch greifbar machen sollen, was als Drohung in den alltäglichen Nachrichten mitschwingt. Wer kennt noch die Spielregeln, wer kann noch das System entwirren, fragen die Referenten und reihen sich mitsamt den Entscheidungsträgern und den Normalbürgern in die Reihe der Ahnungslosen ein. In Anbetracht der Rolle, die die Politik sowohl in der Bankenkrise als auch in der Finanzkrise spielt, und das sehr wahrscheinlich schon seit längerem, kann ihre Bilanz auch kaum anders ausfallen. Die geschlossene Gesellschaft aus Markt und Politik verquickt sich bis zur Unkenntlichkeit der Verantwortlichkeiten. So entziehen sich EU-Mitgliedsstaaten durch bilaterale Abkommen den Regularien des EU-Parlaments, verweisen jedoch an anderer Stelle auf eben diese Regularien. Das Ordnungssystem Demokratie entzieht sich zusehends seinen Souveränen, wenn es nicht wie beispielsweise die EU als von oben herab handelnd aufgefasst wird.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Der Tenor der Vortragenden ist einstimmig: Die Politik findet sich in den Fängen der Märkte, genauer der Finanzmärkte, wieder. Ratingagenturen und Börsenwerte bestimmen den Wert des Einzelnen und des Gemeinwohls schlechthin. Die Spekulation auf Gewinnerwartungen soll gerade jene Probleme lösen, die durch die Spekulation auf Gewinnerwartungen ausgelöst werden. Dass Demokratie jedoch Zeit braucht, um eine Lösung zu finden, die für den Souverän tragbar ist, Märkte jedoch keine Zeit haben, da die Börse ja bereits am nächsten Morgen aufmacht, ist ein Problem, das nicht nur <a href="http://www.reporter-forum.de/index.php?id=22&amp;tx_rfartikel_pi1[showUid]=360&amp;cHash=7282cdd97a04f5449661120ec3aa5fcf">Julia Encke</a> ausmacht. Auch das perfide Vorgehen der Politik, sich in der Bankenkrise ausgerechnet die Expertise von Bankern einzuholen, wird immer wieder aufgegriffen. So verkommt die Politik zusehends zur Zurschaustellung, der Politiker selbst zum reinen Entwurf, dessen äussere Verpackung mehr Aufmerksamkeit bekommt, als die Auseinandersetzung mit dem Inhalt.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://www.friedrichvonborries.de/">Friedrich von Borries</a> Analyse des Politikers als Designprodukt könnte auf der Bühne des politischen Kabaretts gespielt sein. Allein nichts davon ist Satire, sondern mit dem Verweis auf die mediale Aufbereitung von Nichtigkeiten, wie die Kleiderwahl Merkels oder Schröders Haarfarbe, weitet sich die Kritik auf die alltägliche Wahrnehmung und damit die Konsumentenhaltung der Wahlbürger aus.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Das <a href="http://beauty.excite.de/lisa-kirk-revolution-ndash-tranengas-als-parfum-N38278.html">Luxusparfum in Form eines Molotowcocktails</a> als Sinnbild einer kommerziell ausgeweideten Kapitalismuskritik ist nur eine Form unter vielen. Werbung suggeriert Nähe zum Verbraucher, um den Verbraucher zu binden. Emotionen helfen, um aus dem Gegenlaufenden einen Mitlaufenden zu machen. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KT16DcHcjRA">Levi&#8217;s</a> lässt grüßen. Schwerwiegender erscheint dabei das Schweigen der Journalisten, das Versagen der Gelehrten, also das Duckmäusertum der sogenannten Eliten. <a href="http://www.kwi-nrw.de/home/profil-hwelzer.html">Harald Welzer</a> hinterfragt den blinden Fleck, den der Selbsterhaltungstrieb auslöst und den er selbstkritisch auch an seiner eigenen Biografie aufzeigt. Argumentativ unterfüttert mit systemtheoretischen Erkenntnissen zur <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wenn-147-Konzerne-die-ganze-Wirtschaft--kontrollieren-/story/24530287">globalen Wirtschaftsvernetzung</a>, die an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich gewonnen wurden, lässt sich so ein eiserner Vorhang zwischen 149 Global Players und dem faktischen Rest der Welt ausmachen. Wen wundert es da noch, wenn die Politik sich als machtlos erweist? Oder, wie <a href="http://www.faz.net/redaktion/nils-minkmar-11104351.html">Nils Minkmar</a> anmerkt, nicht mehr die Politikressorts über Politik berichten, sondern Journalisten aus den Ressorts Wirtschaft und Finanzen von den zahlreichen und doch zahnlosen Gipfeln zur Rettung der Welt berichten?</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Der Film lässt Fragezeichen im Raum stehen. Bewusst. Denn der Film ist eine Speerspitze, die sich nicht nur gegen ein Oben auflehnt, sondern sich auch gegen den Speerträger richtet. Die Vortragenden hinterfragen ihre eigene Professionen und damit auch die Position der Zuschauer, die als Konsumenten von Waren und Dienstleistungen, als vermeintliche Nutznießer von Sparangeboten und hohen Renditen dem System bislang unkritisch gegenüberstehen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="/wp-content/uploads/2012/02/angriff-demokratie-qa-karmakar.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2289" title="Romuald Karmakar" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/angriff-demokratie-qa-karmakar-445x296.jpg" alt="Romuald Karmakar auf der Bühne" width="445" height="296" /></a>Was passiert nun anschließend mit diesem Film? Wird er in Programmkinos ein Schattendasein fristen? Derzeit, so Karmakar in der abschliessenden Publikumsdiskussion, laufen Gespräche mit den Produzenten über eine eventuelle TV-Ausstrahlung oder als Beileger in einer Tageszeitung, um so eine kostengünstige Distribution zu ermöglichen. Da unter den Produzenten auch ZDF und 3sat vertreten sind, sollte die Bereitstellung in der Mediathek möglich sein. Ob es jedoch zeitversetzt auch zu einer legalen kostenfreien Verteilung kommen wird, ließ der Filmemacher unbeantwortet. Es wäre wünschenswert, denn „Angriff auf die Demokratie &#8211; eine Intervention“ dient als Basis zu weiterführenden Diskussionen und damit auch zur Reflexion des eigenen Handelns.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="/wp-content/uploads/2012/02/notizen_angriff_auf_die_demokratie.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-2284" title="Notizen" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/02/notizen_angriff_auf_die_demokratie.jpg" alt="Handschriftliche Notizen" width="275" height="275" /></a>  <a href="/wp-content/uploads/2012/02/notizen_angriff_auf_die_demokratie.pdf">Notizen zu diesem Artikel als PDF</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Angriff+auf+die+Demokratie+%26%238211%3B+Eine+Intervention+%7C+Romuald+Karmakar+zur+Lage+des+Globalen+%2862.+Berlinale%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Pragmatismus im Scheinwerferlicht &#124; IN TRANSIT performing arts festival 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 07:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Keine Bühne ohne Tribüne. Keine Show ohne Applaus. Keine Performance ohne Publikum. Das IN TRANSIT Festival 2011 fragte sich was die darstellenden Künste ohne Zuschauer wären. „Spectator“ war es betitelt und die eingeladenen Künstler beschäftigten sich mit der Macht und &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/eio-in-transit-performing-arts-festival/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Pragmatismus+im+Scheinwerferlicht+%7C+IN+TRANSIT+performing+arts+festival+2011+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1106" title="E.I.O. bei In Transit" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/06/eio-in-transit.jpg" alt="Leere Stuhlreihen" width="720" height="306" /></p>
<p>Keine Bühne ohne Tribüne. Keine Show ohne Applaus. Keine Performance ohne Publikum. Das <a href="http://www.hkw.de/de/programm/2011/in_transit_2011/projekt_detail_53858.php">IN TRANSIT Festival 2011</a> fragte sich was die darstellenden Künste ohne Zuschauer wären. „Spectator“ war es betitelt und die eingeladenen Künstler beschäftigten sich mit der Macht und Lust des Sehens und Gesehenwerdens.</p>
<p>Bei Dragana Bulut, Eduard Gabia und Maria Baroncea (Berlin/Belgrad/Bukarest) geht es derweil auch um den ökonomischen Aspekt von Kunstproduktion und -konsum. In der Deutschlandpremiere von <a href="http://www.hkw.de/de/programm/2011/in_transit_2011/veranstaltungen_53858/Veranstaltungsdetail_59638.php">„E.I.O.“</a> betätigen sie sich nicht als Performer auf der Bühne und auch nur bedingt als Zuschauer. Sie sind Unternehmer, Arbeitsvermittler, Mittelsmänner. Das sogenannte Publikum wird, gleich nachdem jeder seine „Investition“ in den Abend getätigt hat,  in zwei Gruppen eingeteilt: Arbeiter und Zuschauer. „Wer arbeitet, wird am Ende bezahlt“, das ist ein schlagendes Argument.<span id="more-1092"></span></p>
<p>Es beginnt mit einem Auftritt auf eine Bühne mit allerlei Material. Die Vorgabe, der man sich zuvor vertraglich verpflichtet hat, lautet: Praktisch sein. Lösungen finden. Für was? Das wird sich dann schon zeigen, wenn erst Mal eine Rolle Plastikfolie entrollt, einige Umzugskartons gefaltet, Blumen in Styropor gepfropft und eine Armada von Papierfliegern gebastelt ist. Ist das praktisch? Nö. Aber das kümmert auch niemanden mehr, nachdem die Bühnen-Arbeiter in Aktionismus verfallen sind. Die „Macher“ des Abends schauen gemeinsam mit dem Publikum von der Tribüne aus zu, es gibt keine Vorgaben, keine Sanktionen, nur jede Menge Zeit &#8211; und die Blicke des Publikums im Nacken.</p>
<p><a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/06/notizen-vertrag-eio.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1107" title="E.I.O. - Der Vertrag" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/06/notizen-vertrag-eio-275x403.jpg" alt="Unterschriebener Vertrag" width="275" height="403" /></a>Nach etwa einer Stunde ertönt ein Signal und die Show ist vorbei. Jeder Zuschauer kann nun entscheiden, in welchen der Arbeiter auf der Bühne er seinen zuvor selbst festgelegten Eintritt investiert. Danach bildet sich eine Schlange vor der Lohnkasse, jeder Arbeiter bekommt zumindest seine „Investition“ zurück, plus das, was seine Arbeit den Zuschauern wert war, die ihnen ihre „Lohnzettel“ überlassen haben. Dabei kommen einige ganz gut weg. Andere gehen leer aus. Ein bisschen frustrierend ist das schon, denn immerhin hat man ja im Rahmen der Möglichkeiten sein Bestes gegeben.</p>
<p>Ein bisschen frustrierend ist auch das Fazit des Abends. So spannend der Versuchsaufbau auch ist, die meisten Fragen bleiben nicht nur unbeantwortet, sondern gleich ungefragt. Die gebeutelte Autorin, die während des Abends malocht hat (Bilanz = Null), kann sie hier nur hinterher schieben: Wieviel Geld ist meine Aufmerksamkeit wert? Wer bemisst den Wert kultureller Produktion? Was bedeutet praktisches Handeln im Scheinwerferlicht einer Bühne? Wo hört der Markt auf und fängt die Kunst an? Was hätte ich besser machen sollen? &#8211; Vielleicht das nächste Mal wieder von der Tribüne aus teilnehmen, dann bleibt am Ende wenigstens die Gönnergeste.</p>
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		<title>Körper, Netze, Politiken &#124; (transmediale.11)</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 15:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Festival]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist ein Punkt im System. So ein Spot. Oder Dot. Es ist eine Linse, die reinzoomt. Oder ein Guckloch nach innen. Ein Querschnitt durch die Aorta. Hauptverkehrstunnel. Mit klaren Konturen, ein Tropfen. Oder Tumor, der sich ausbreitet, ausfranst, verzweigt. &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/korper-netze-politiken-transmediale-trailer-macht-lust-auf-mehr/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=K%C3%B6rper%2C+Netze%2C+Politiken+%7C+%28transmediale.11%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/17731652" width="720" height="405" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Es ist ein Punkt im System. So ein Spot. Oder Dot. Es ist eine Linse, die reinzoomt. Oder ein Guckloch nach innen. Ein Querschnitt durch die Aorta. Hauptverkehrstunnel. Mit klaren Konturen, ein Tropfen. Oder Tumor, der sich ausbreitet, ausfranst, verzweigt. Er spielt Pingpong mit dem Gewaber der Strukturen. Taucht auf, ab, fließt und wandelt sich.</p>
<p>Die <a href="http://www.transmediale.de/">transmediale.11</a>, das Berliner Festival für Kunst und digitale Kultur, eröffnet heute Abend zum Thema Response:Ability im Haus der Kulturen der Welt. Der Trailer von Emilia Forstreuter und ® ruddigkeit corporate ideas ist eine schöne Visualisierung der zentralen Stoßrichtung der diesjährigen Ausgabe: Leben und Agieren in der vernetzten Welt. Zwischen offenen Systemen und plattformbasierter Cyber-Identity, Biopolitik und digitalem Dissidententum.</p>
<p>Los geht&#8217;s. Wir werden in Schönschrift berichten, was uns im <a href="http://www.transmediale.de/files/web/tm-quickinfo.pdf">Programm</a> besonders aufgefallen ist.</p>
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