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	<title>Schönschrift &#187; Guttenberg</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Souvereines &#124; Die einmalige Audienz (Freischwimmer 2011)</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 17:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dominik Brüggemann]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die „einmalige Audienz ihres Lebens“ versprach man den Gästen der sophiensaele Berlin und warnte davor, der kommenden Königin den Rücken zu zeigen. Das Volk solle sich benehmen und Anstand wahren, wenn es der Majestät im Festsaal begegne. Viel Benimm und &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/souvereines-freischwimmer-2011-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Souvereines+%7C+Die+einmalige+Audienz+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_647" class="wp-caption alignleft"><img class="size-full wp-image-647" title="Souvereines - Chuck Morris" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/SouvereinescGerhardFLudwig14.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bild: Gerhard F. Ludwig / Sophiensaele; alle Rechte vorbehalten</p></div>
<p>Die „einmalige Audienz ihres Lebens“ versprach man den Gästen der sophiensaele Berlin und warnte davor, der kommenden Königin den Rücken zu zeigen. Das Volk solle sich benehmen und Anstand wahren, wenn es der Majestät im Festsaal begegne. Viel Benimm und Tamtam für ein freies Theater, aber bitte, für das Theaterduo Chuck Morris und ihr Stück „Souvereines“ gibt man sich dem royalen Protokoll, das vorab verteilt wurde, gerne hin. Wann zeigt sich eine Majestät schon der Öffentlichkeit?</p>
<p>Auf der Bühne dann zwei Frauenkörper, zusammengebunden zu einer Königin. Die verbundenen Protagonistinnen, sie formen die Macht &#8211; zunächst in Unterwäsche. In einem rauschenden Fluss vorbeiströmender Adjektive beschreiben sie die Frau: Sie ist schön, reich, allgegenwärtig und zeitlos, gemeingültig. Sie müsste aufs Klo, wird sich aber eine Weile gedulden, sie sagt das Richtige, obwohl sie weiß, dass es das nicht gibt.<span id="more-644"></span></p>
<p>Man möchte Mitleid mit den Souvereines bekommen: die Macht und die Verantwortung liegt auf ihren Schultern, sie müssen tagtäglich das Richtige tun, dabei freundlich lächeln, ihr Persönliches verbergen. Sie stehen im Licht dieser Sonne, lassen sich für Wandgemälde porträtieren und in Großaufnahme fotografieren.</p>
<p>Das Zepter der Macht geben sie dabei nicht aus der Hand. Das gilt für die Königinnen der Geschichte ebenso wie für Chuck Morris auf der Bühne. Protokollarisch durchgeplant folgt Blende auf Blende, Königin auf Königin. Nur kurzzeitig darf das Publikum die Macht über- und eine Militärparade abnehmen. Man begreift das ambivalente Gefühl, richtet den herrschaftlichen Blick  auf die Vorbeiziehenden und doch sind alle Augen auf die eigene Person fokussiert. Das bringt das Amt nun mal mit sich. Die Souvereines aller Zeiten, sie sind geprägt durch ihr Handeln, das ihnen aufgetragen ist. Und doch sind sie nur Königinnen auf Zeit, ihre Person muss sterben, die Kommende ist die Gehende.</p>
<p>Das Duo Chuck Morris betreibt mit den weiblichen Souveränen eine Bilderwanderung vom Mittelalter bis heute. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ikonografie">Ikonografie </a>der Macht erinnert dabei auch an heutige Regenten – gute wie schlechte. Ob <a title="King of the Kings | Die Wahrheit liegt in der Wüste (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/king-of-the-kings-kritik-freischwimmer-2011/">Gaddafi</a>, <a title="Neues vom PR-Sport" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/pr-sport-bild-holofernes-taz/">Guttenberg </a>oder Japans Kaiser Akihito, die Mächtigen im Amt, sie scheiden alle früher oder später dahin und sind dann Schatten ihrer Macht.<br />
Aber keine Sorge: Es lebe die kommende Königin!</p>
<p><em><a href="http://www.freischwimmer-festival.com/produktionen_detail.php?ID=25">„Souvereines“</a> läuft noch einmal heute Abend um 19.30 Uhr in den Sophiensaelen.</em></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notizen-souvereines.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-651" title="Notizen Souvereines" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/notizen-souvereines-thumb.jpg" alt="" width="275" height="275" /></a><a href="/wp-content/uploads/2011/03/notizen-souvereines.pdf">Notizen zu diesem Text als PDF</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Souvereines+%7C+Die+einmalige+Audienz+%28Freischwimmer+2011%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Neues vom PR-Sport</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 18:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Markt]]></category>
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		<description><![CDATA[Die BILD-Zeitung hat sich in den vergangenen zwei Wochen als Reibungspunkt gezeigt, wie schon lange nicht mehr. In Sachen Guttenberg war das Blatt klar auf Seiten des Abschreibers. Das mag statt an einer konservativen Ideologie vielleicht auch nur an der &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/pr-sport-bild-holofernes-taz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Neues+vom+PR-Sport+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_453" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-453" title="Ausschnitt BILD-Anzeige Holofernes" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/holofernes-bild.jpg" alt="Ausschnitt BILD-Anzeige Holofernes" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bild: BILD (alle Rechte vorbehalten)</p></div>
<p>Die BILD-Zeitung hat sich in den vergangenen zwei Wochen als Reibungspunkt gezeigt, wie schon lange nicht mehr. In Sachen Guttenberg war das Blatt klar auf Seiten des Abschreibers. Das mag statt an einer konservativen Ideologie vielleicht auch nur an der teuren Bundeswehr-Anzeigenkampagne gelegen haben, mit der das Verteidigungsministerium <a href="http://www.fr-online.de/politik/vertraege-vorerst-nur-mit-springer/-/1472596/7504662/-/index.html">den Springer-Verlag segnet.</a></p>
<p>Der SPIEGEL fand es jedenfalls an der Zeit, der BILD eine Titelstory zu widmen: „Bild &#8211; die Brandstifter“ prangt es von der aktuellen Titelseite. Übrigens mit einem <a href="http://www.bildblog.de/28339/whos-got-a-match/">vom Künstler Gürsoy Dogtas geklauten Motiv</a>, ohne Fußnote.</p>
<p>Die Musikerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Holofernes">Judith Holofernes</a> (<em>Wir sind Helden</em>) hat sich auch in bester Kreuzberger Manier mit der BILD auseinandergesetzt.<span id="more-441"></span>Eine Anfrage, ob sie für die aktuelle Werbekampagne „Ihre Meinung zu BILD“ ein „kritisches“ Statement über die Zeitung abgeben möchte (moralisch unverdächtig, weil mit 10.000€-Spende an arme Kinder abgegolten), beschied Holofernes mit einer <a href="http://www.wirsindhelden.de/2011/02/1069/">reflektierten aber engagierten Ablehnung</a>, in der sie die Mechanismen der Kampagne klug auseinandernimmt. Konfrontation! Die Website der Band brach unter der Aufmerksamkeit für diese Replik zusammen &#8211; dem Verkauf des Ende Januar erschienenen neuen Album wird es helfen.</p>
<p>BILD, bzw. die zuständige Werbeagentur Jung von Matt hatte Spaß an dieser Kampfansage und tat das naheliegende: Der lange Offene Brief wurde als Statement aufgenommen und in der Kampagne gedruckt. Um noch eins drauf zu setzen: <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/02/27/bild-zeitung_wirbt_mit_holofernes-absage/">ganzseitig in der taz</a>. Konfrontation!</p>
<p>In der daraufhin ausgelösten Debatte über Käuflichkeit und das Problem der Werbefinanzierung durfte sich auch BILD-Chefredakteur Diekmann <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/03/01/taz-einnahmen_sichern_bild-anzeigen_verhindern/">zu Wort melden</a>, schließlich ist er offiziell „Genosse“ und damit Unterstützer der taz (wie sportlich!). „Dann legt halt zusammen und schafft die Werbung ab“ ist in etwa seine Antwort. Die taz erlaubte sich wiederum einen Scherz und <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/03/01/ihre_meinung_zu_bild_herr_guttenberg/">druckte eine gefälschte BILD-Anzeige</a>, in der Guttenberg seine fiktive Meinung zu dem Blatt kund tut: „Wenigstens selbst geschrieben“.</p>
<p>Ein spannender Schlagabtausch, in der alle Gesten mal ausprobiert werden dürfen: Empörung, Ironie, Ehrlichkeit, Kalkül, Arroganz. Alles kann und muss umgedeutet werden. Und oben drüber steht irgendwie der Konsens, dass das alles ein Spiel ist &#8211; zu dem man am besten eine gute Miene macht.</p>
<p>Willkommen in der PR-Gesellschaft.</p>
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