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	<title>Schönschrift &#187; 61. Berlinale</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Kinoluft und Kaffeebecher &#124; Der European Film Market (61. Berlinale)</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 18:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Laura-Helen Rüge]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[61. Berlinale]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor dem Berlinale Palast der rote Teppich, Paillettenkleider und Limousinen &#8211; verzaubernde Filmluft. In den Kinos, ein Stockwerk tiefer, im Martin Gropius Bau, im Marriott Hotel und im Berliner Abgeordnetenhaus findet nebenher neun Tage lang der European Film Market statt. &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/european-film-market-berlinale/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Kinoluft+und+Kaffeebecher+%7C+Der+European+Film+Market+%2861.+Berlinale%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-359" title="Kinoeingang (Berlinale)" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/02/Eingang-Cubix-Berlinale.jpg" alt="Eingang des Cubix-Kinos am Alexanderplatz (Berlinale-Kino)" width="720" height="306" />Vor dem Berlinale Palast der rote Teppich, Paillettenkleider und Limousinen &#8211; verzaubernde Filmluft. In den Kinos, ein Stockwerk tiefer, im Martin Gropius Bau, im Marriott Hotel und im Berliner Abgeordnetenhaus findet nebenher neun Tage lang der <a href="http://www.efm-berlinale.de/">European Film Market</a> statt. Eine Filmmesse, auf der entschieden wird, was in Europa im kommenden Jahr in den Kinos und auf den Fernsehkanälen gespielt wird.</p>
<p>Knapp tausend Filme von über fünfzig Produktionsfirmen werden gezeigt, über tausend Filmeinkäufer besuchen die Vorführungen. Gut fünfhundert Messestände von Verleihen, Filmförderungen und Produktionsfirmen ziehen sich im Martin Gropius Bau durch die Ausstellungshallen und Flure. Am spanischen Stand wird Schokolade, am deutschen Notizblöcke und am litauischen Stand Vodka verschenkt. <span id="more-357"></span>Wer Geld hat, mietet sich hier einen großen Messestand, kleinere Produktionsfirmen müssen mit dem Marriott Hotel vorlieb nehmen, das etwas versteckter liegt. Lässt man dortt den Blick durch die Hotellobby schweifen, kann man das pausenlose „meet-and-greet“ der Film-An- und Verkäufer beobachten. Die Frauen hübsch zurecht gemacht, die Männer im Anzug &#8211; so sehen die Verkäufer aus. Auf der anderen Seite die Käufer, Fernsehsender und Verleihe; das sind die Individualisten mit verstrubbelten Haaren, Alkoholfahnen vom Empfang am Vorabend, Coffee-to-go Becher in der Hand, die in den Vorführraum stürmen und ihn meist auch nach drei Minuten wieder verlassen.</p>
<p>Für die potenziellen Käufer mieten die Produktionsfirmen Kinosäle. Auch hier gilt: Wer Geld hat, leistet sich das Cinestar oder Cinemaxx, wer bescheidener sein muss, bucht einen der zum Kino umgewandelten Konferenzräume im Marriott. Das Spektrum der Filme, die dort &#8211; oft erstmalig &#8211; gezeigt werden, ist groß. Es geht von Hochglanz-Hollywood-Produktionen, die oftmals schon amerikanische Verleihe haben und nun ihr Glück in Europa versuchen, bis zu südamerikanischen Low-Budget-Produktionen, bei denen der Ton noch nicht fertig abgemischt ist und deren neueste Version erst zwei Minuten vor Screening-Start eintrifft.</p>
<p>Generell gilt: Tauchen bekannte Namen in der Besetzungsliste auf, ist auch das Interesse an einem Film sehr hoch. Spielen nur Unbekannte, muss die Produktionsfirma über ein gutes Marketingkonzept, kostenlose T-Shirts oder aber charmante „Sales Agents“ im Minirock verfügen. Verlassen Käufer bereits nach drei Minuten den Saal, muss dies jedoch nichts Schlechtes bedeuten, wie der Sales Manager einer japanischen Firma erklärt: „Wenn ein &#8218;Buyer&#8216; nach kurzer Zeit das Screening fluchtartig verlässt, bedeutet das entweder: Der Film ist schlecht, oder aber er will ihn sofort kaufen!“. Welches Kino die großen Hollywood-Produktionen mit Star-Besetzung abgreift, bestimmt letztendlich auch der Geldbeutel des Verleihs.</p>
<p>Erst bei einem zweiten Blick in die Hotellobby, wird die Spannung unter der perfekt geschminkten Oberfläche der Sales Agents sichtbar. Trotz lockerer Weißwein-Schorlen-Atmosphäre sind alle permanent mit Telefon und iPad beschäftigt, potenzielle Käufer werden schon in dem Moment angeschrieben, in dem sie den Vorführsaal betreten. Es wird deutlich, dass die Verkäufer unter einem enormen Druck stehen ihren Film auf den Markt zu bringen. Dieser Druck entlädt sich dann schon mal an den Filmvorführern, wenn der Film vermeintlich nicht optimal auf der Leinwand präsentiert wird. Auch über die Einkäufer der Filme hört man, der Job könne in Sekundenschnelle ein toller Job gewesen sein. Bleibt der erwartete Kinoerfolg aus oder sind die Einschaltquoten geringer als erwartet, ist auch der Job weg.</p>
<p>Auch auf dem Filmmarkt geht es wie auf anderen Märkten knallhart um das Geld, um das Handeln, um den Verkauf. Beim Lauf über den roten Teppich, den man auf der Berlinale auch als Normalsterblicher im Besitz einer Eintrittskarte genießen kann, scheint danach die Kinoluft plötzlich etwas entzaubert.</p>
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		<title>Tummelplatz der Hoffnungslosen &#124; Suicide Room (61. Berlinale)</title>
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		<comments>http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/suicide-room-berlinale/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 21:55:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Leinwand]]></category>
		<category><![CDATA[61. Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Jakub Gierszał]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Komasa]]></category>
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Roma Gasiorowska]]></category>
		<category><![CDATA[Sala samobójców]]></category>
		<category><![CDATA[Suicide Room]]></category>

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		<description><![CDATA[Parts of this text have been translated to Polish. Adoleszenz wird als Filmstoff immer gern genommen, dabei darf es auch mal richtig qualvoll zugehen. Und auch virtuelle Welten sind ein Dauerthema, seien es die real existierenden Social Networks samt Entstehungsmythos, &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/suicide-room-berlinale/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Tummelplatz+der+Hoffnungslosen+%7C+Suicide+Room+%2861.+Berlinale%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Parts of this text have been <a href="http://www.pisf.pl/pl/kinematografia/news/o-polskich-filmach-w-berlinie">translated to Polish.</a></em></p>
<div id="attachment_281" class="wp-caption alignnone"><img class="size-large wp-image-281" title="Filmstill Suicide Room" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/02/suicide-room-berlinale-720x306.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Jakub Gierszał als Dominik (Foto+Bildrechte: Jaroslaw Sosinski)</p></div>
<p>Adoleszenz wird als Filmstoff immer gern genommen, dabei darf es auch mal richtig qualvoll zugehen. Und auch virtuelle Welten sind ein Dauerthema, seien es die real existierenden Social Networks samt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Social_Network">Entstehungsmythos</a>, große Blockbusterfantasien wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Avatar_%E2%80%93_Aufbruch_nach_Pandora">Avatar</a> oder, gerade neu aufgelegt, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tron:_Legacy">Tron</a>. Die faszinierende Kombination aus beidem &#8211; Jugend plus Internet gleich 1000 neue Neurosen &#8211; liegt auf der Hand. Dabei sind durchaus einfühlsame Geschichten herausgekommen, etwa 2007 der belgische Film <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ben_X">Ben X.</a></p>
<p>Im Panorama der 61. Berlinale hatte nun die polnische Produktion <!-- @font-face {   font-family: "Cambria"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; } --> <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20111468">„Suicide Room“</a><!-- @font-face {   font-family: "Cambria"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; } --> Weltpremiere. Es geht um Dominik und schon der Filmtitel verrät, dass er nicht gerade kleine Probleme hat. <span id="more-275"></span> Der Privatschüler steht 100 Tage vor der Abschlussprüfung und seine erfolgsgetriebenen Eltern lassen keinen Zweifel daran, dass sie von ihm nach der „Matura“ eine glänzende Karriere erwarten. Die Grundgeschichte ist einfach: Es gibt Probleme, Mobbing, apathische Eltern, Dominik findet Familienersatz im Internet und kokettiert in einer virtuellen Welt mit dem Selbstmord, gemeinsam mit einer fatalistischen Zweckgemeinschaft im <!-- @font-face {   font-family: "Cambria"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; } --> „Suic<!-- @font-face {   font-family: "Cambria"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; } -->ide Room<!-- @font-face {   font-family: "Cambria"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; } -->“. Deren Anführerin ist die geheimnisvolle Sylwia, die Dominik mit ihrer Kompromisslosigkeit fasziniert.</p>
<p>Diese Story hat großes Potenzial, in eine Art stereotypen Cyberspace-Exotismus abzugleiten. Doch das Team um Regisseur Jan Komasa hat einen geschickt ausbalancierten und reflektierten Film daraus gemacht.</p>
<p>Dominiks Eltern, eine gestresste Modemanagerin und ein finanzkrisengeplagter Ministeriumsmitarbeiter, werden zunächst als deutlich überforderte Snobs gezeichnet, die die Verantwortung für ihren Sohn an die Haushälterin, den Fahrer, die Eliteschule und später an Therapeuten <!-- @font-face {   font-family: "Cambria"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; } --> „outsourcen“. Doch ihre Hilflosigkeit und Arroganz bleibt nicht plakativ, sie sind selbst in ihren Berufsrollen verfangen. Die Modewelt, als Symbol für äußerliche Inszenierung und die Finanzkrise, deren alternativloses Vokabular (Sachzwänge!) uns seit einigen Jahren begleiten, sind klug gewählt, um die Eltern zu Vertretern einer gegenwärtigen Gesellschaft zu machen.</p>
<p>Auch das Kernthema Suizid ist komplex angelegt. Die psychologische Binsenweisheit des Selbstmordversuches als <!-- @font-face {   font-family: "Cambria"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; } --> bewusster „Hilferuf“ reflektiert Dominik von Anfang an und bringt die ultimative Drohung seiner ratlosen Mutter gegenüber gezielt in Stellung: <!-- @font-face {   font-family: "Cambria"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; } --> „Du musst leiden wie nie zuvor.“ Aus der fatalen Philosophie seiner neuen Freundin Sylwia heraus („Alles was du brauchst ist in dir selbst.“) erfindet Dominik sich als Emo-Kid neu. Im Film ist das ein großer Auftritt in Zeitlupe und mit lauter Musik, doch am Ende zerfällt die Rolle, die er in der Schule spielt, und es bleibt eine hektische Flucht ins Taxi. Die Verneinung der sozialen Umgebung als vermeintlicher Ausweg wird schon hier als konstruierte Standardlösung entlarvt. Bei Komasa ist keine Geste so einfach gemeint, wie sie zunächst angelegt ist.</p>
<p>Die Räume des Films sind eng. Hin und wieder trifft sich die Familie im Auto, das Haus ist abgeschottet. Als Dominik im Büro seiner Mutter etwas abholen will, scheitert er an den Sicherheitseinrichtungen und kommt nicht einmal in den Aufzug. Und sein größtes Aufbegehren besteht schließlich darin, sein Zimmer nicht mehr zu verlassen, nach Vorbild von Sylwia, die nach eigener Aussage seit drei Jahren nicht mehr vor die Tür gegangen ist. Nur der virtuelle, titelgebende Suicide Room ist eine facettenreiche Fantasy-Welt, in der sich die Hoffnungslosen tummeln, versteckt hinter individualisierten Avataren.</p>
<p>Formal ist der Film selbst eine ganz eigene Konstruktion aus kühlen Kamerabildern, bunten Game-Welten, pixeliger Webcam und Chatprotokollen. Oper, Ballett, YouTube, Second Life &#8211; Suicide Room sucht seine meist engen Nahaufnahmen überall dort, wo Identitäten und Fassaden aufgebaut werden. Nur am unerwarteten Schluss steht schließlich eine befreiende Totale. Als Zuschauer im Kinosaal sind wir dabei immer schon auf den zweiten Rang verwiesen, weil wir jemandem über die Schulter blicken, der „Suicide Room“ im Internet anschaut. Der Beginn dieser Geschichte ist ein Play-Button auf YouTube. Sorry, Berlinale.</p>
<p>Die Verteilung der Erzählung auf die verschiedenen Bildkategorien funktioniert reibungslos, die Mischung aus etablierter Hochkultur (die Ballerina Weronika winkt Dominik als präsente Tür in eine bürgerliche Normalität) und rotzigem Internethumor hinterfragt alle ausgestellten Bühnen und ihre Konventionen gleichermaßen. Die Schauspieler Jakub Gierszał (Dominik) und insbesondere Roma Gasiorowska (Sylwia), die über weite Strecken des Films nur mit halb maskiertem Gesicht vor der Webcam agiert, greifen tief in die Tränenkiste, bleiben dabei aber direkt und überzeugend.</p>
<p>„Suicide Room“ trifft sein Thema angenehm differenziert. Die laute und bunte Bild- und Tonschlacht erschlägt dabei leider oft die leisen Töne der Geschichte, sodass diese erst im Rückblick zu erkennen sind.</p>
<p><em>„Suicide Room“</em><em> läuft im Panorama der 61. Berlinale noch am 16., 17. und 18.02. 2011 <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20111468">Details</a></em></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2011/02/suicide-room-berlinale-notizen-tc.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-300" title="&quot;Suicide Room (61. Berlinale) Notizen TC" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/02/suicide-room-berlinale-notizen-tc-thumb.jpg" alt="Ausschnitt aus einer Notizseite zu &quot;Suicide Room&quot;" width="275" height="275" /></a><a href="/wp-content/uploads/2011/02/suicide-room-berlinale-notizen-tc.pdf">Notizen zu diesem Text als PDF</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Tummelplatz+der+Hoffnungslosen+%7C+Suicide+Room+%2861.+Berlinale%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Diese Tage im Februar &#124; Ein paar Tipps für die 61. Berlinale</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 15:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Basaldella]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Festival]]></category>
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		<category><![CDATA[61. Berlinale]]></category>
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		<description><![CDATA[Für den Neu-Berliner gibt es zahllose Gelegenheiten, sich in der Hauptstadt mal so richtig außen vor zu fühlen. Currywurst-Genuss und die Berliner Schnauze sind nur einige der Klassiker. Der allerbeste Anlass aber, um komplett auf dem Schlauch zu stehen, ist &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/ein-paar-tipps-fur-die-61-berlinale/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Diese+Tage+im+Februar+%7C+Ein+paar+Tipps+f%C3%BCr+die+61.+Berlinale+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-262" title="Vorhang auf für die 61. Berlinale" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/02/Berlinalebild-für-Schönschrift.jpg" alt="" width="720" height="306" />Für den Neu-Berliner gibt es zahllose Gelegenheiten, sich in der Hauptstadt mal so richtig außen vor zu fühlen. Currywurst-Genuss und die Berliner Schnauze sind nur einige der Klassiker. Der allerbeste Anlass aber, um komplett auf dem Schlauch zu stehen, ist die Berlinale. Da dürften sich Zugereiste, frisch Zugereiste und selbst die meisten Einheimischen einig sein. Glücklich, wer jemanden findet, der sein Expertenwissen und die wichtigsten Festival-Tipps teilt. Dennis Basaldella legt in Schönschrift die wichtigsten Grundlagen für den zu erleuchtenden Neu-Berlinaler und bloggt ansonsten unter <a href="http://filmfragmente.wordpress.com/">filmfragmente.wordpress.com</a>.</em></p>
<p>Spätestens seit der Eröffnungs-Gala gestern abend ist die Hauptstadt im Berlinale-Rausch. In den nächsten 10 Tagen werden tausende von Menschen von Kino zu Kino eilen und Filme aus den verschiedensten Ecken der Welt zu sehen bekommen. Das <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php">Programm</a> ist komplex und so will der Festival-Besuch durchaus stellenweise geplant sein. <span id="more-255"></span></p>
<p>Ausdauer ist wohl die wichtigste Eigenschaft die man für die Berlinale haben muss und besonders was die Tickets angeht. Seit Montag sind die Kaufkarten an den Ticketcountern in den <a href="http://www.potsdamer-platz-arkaden.de/de/seite/home.php">Arkaden</a> am Potsdamer Platz, im <a href="http://www.yorck.de/kinos/detail/100004">Kino International</a> und in der <a href="http://www.urania.de/">Urania</a> zu haben. Der Vorverkauf findet jeweils drei Tage, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus statt. Die Karten für die Wettbewerbswiederholungen im <a href="http://www.show-palace.eu/">Friedrichstadtpalast</a> &#8211; der Platz für 1.895 Zuschauer Platz bietet &#8211; kann man schon für die ganze Berlinale im Voraus kaufen. Am Tag der Vorstellung sind die Eintrittskarten nur noch an den Tageskassen der Kinos erhältlich.</p>
<p>Gerade aber bei Premieren im <a href="http://www.kinokompendium.de/berlinalepalast.htm">Berlinale Palast</a> und bei begehrten Filmen, sowie bei den <a href="http://www.berlinale.de/de/das_festival/festival-sektionen/berlinale_special/index.html">Berlinale Specials</a> im Friedrichstadtpalast wo oft auch die Stars anwesend sind, sind die Karten schnell vergriffen. Das heißt daher sehr früh anstehen. Meistens sind die ersten Menschen gegen 5:30 vor Ort und dann hat man gute Chancen für die begehrten Karten. Wenn man allerdings der erste in der Reihe sein will, sollte man durchaus in Erwägung ziehen, mit dem Schlafsack schon am Vorabend vor dem Counter zu übernachten – so wie es jedes Jahr ein paar der Fans machen.</p>
<p>Selbst wenn es mit den erhofften Karten für die <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php?screenings=efm_festival&amp;page=1&amp;order_by=1&amp;section_id=742&amp;cinema_id=0&amp;country_id=0&amp;date_id=0&amp;time_id=0&amp;filterSubmit=OK">Wettbewerbsfilme</a> aber nicht geklappt hat, sollte man sich nicht davor scheuen ein paar Filme aus den anderen Sektionen, wie z.B. <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php?screenings=efm_festival&amp;page=1&amp;order_by=1&amp;section_id=730&amp;cinema_id=0&amp;country_id=0&amp;date_id=0&amp;time_id=0&amp;filterSubmit=OK">„Forum“</a> oder <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php?screenings=efm_festival&amp;page=1&amp;order_by=1&amp;section_id=731&amp;cinema_id=0&amp;country_id=0&amp;date_id=0&amp;time_id=0&amp;filterSubmit=OK">„Panorama“</a> anzuschauen. Dort lassen sich immer wieder Filmperlen finden, die nie oder sehr selten in die deutschen Kinos kommen werden. Wenn man gar keine Karte mehr bekommen hat oder nur einen Blick auf die Stars am roten Teppich werfen will, sollte man ebenfalls früh vor Ort sein, denn auch hier stehen Fans und Autogrammjäger schon Stunden vorher an und trotzen standhaft den oft kalten Temperaturen. Aber auch ohne einen Platz am roten Teppich wird man in diesen zehn Tagen sicherlich dem einen oder anderen Star – besonders an den Hauptspielorten am Potsdamer Platz und an den Hinterausgängen der Hotels – über den Weg laufen.</p>
<p>Wenn man sich einen Plan ausgearbeitet hat und mehrere Filme an einem Tag anschauen will, ist es wichtig ausreichend Zeit einzuplanen, um zwischen den Kinos hin und her zu wechseln. In der Regel sind die Spielstätten am Potsdamer Platz oder mit U- und S-Bahn von dort aus gut erreichbar. Dieses Jahr fällt jedoch der Zoo-Palast wegen Renovierungsarbeiten als Spielstätte aus, so dass die Filme der Sektion <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php?screenings=efm_festival&amp;page=1&amp;order_by=1&amp;section_id=732&amp;cinema_id=0&amp;country_id=0&amp;date_id=0&amp;time_id=0&amp;filterSubmit=OK">„Generationen“</a> hauptsächlich im <a href="http://www.hkw.de/de/index.php">Haus der Kulturen der Welt</a> gezeigt werden. Leider ist diese Spielstätte nicht so gut angebunden wie die anderen und ist am schnellsten mit dem Bus 100 zu erreichen.</p>
<p>Auch der perfekteste Plan sollte jedoch flexibel sein, denn er wird im Verlauf der Berlinale sicherlich das ein oder anderen Mal über den Haufen geworfen werden. Mit der Zeit und durch die Gespräche mit anderen Kinogängern erfährt man vieles was man aus den Programmheften nicht erfahren kann. Man bekommt den einen oder anderen Geheimtipp oder man wird davor gewarnt in einen bestimmten Film zu gehen. Gerade wenn man weiß, dass die andere Person einen ähnlichen Filmgeschmack hat wie man selbst, dann treffen diese Tipps und Warnungen meistens sehr gut zu.</p>
<p>Allen Tipps und Hinweisen zum Trotz, ist es wichtig die Berlinale in vollen Zügen zu genießen. Berlin ist zwar eine Stadt in der man immer wieder mit dem Thema Film in Kontakt kommt, jedoch bietet die Berlinale ein einmaliges berauschendes Gefühl, das es so vielleicht nur in diesen Tagen im Februar gibt, sich eigentlich jeder Beschreibung entzieht und von jedem selbst erfahren werden muss.</p>
<p>Zu guter Letzt: An die sich mit dem Verlauf der Berlinale proportional steigernde Müdigkeit, die man unweigerlich mit übermäßigem Kaffekonsum zu kompensieren versucht, gewöhnt man sich auch mit der Zeit.</p>
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