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	<title>Schönschrift &#187; Postpornografie</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Intimität – echt inszeniert &#124; „Häppchenweise“ von Maike Brochhaus</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 21:01:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jenz und Till habe sich zusammen auf’s Sofa gekauert. Er trägt nur Boxershorts, die seinen steifen Penis eher schlecht als recht bedecken. Jenz’ knallbunte Unterwäsche wird die nächsten Szenen nicht überstehen. Wenn die beiden sich bald stöhnend auf dem Flokati &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/haeppchenweise-film-maike-brochhaus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Intimit%C3%A4t+%E2%80%93+echt+inszeniert+%7C+%E2%80%9EH%C3%A4ppchenweise%E2%80%9C+von+Maike+Brochhaus+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2644" class="wp-caption alignnone"><img class="size-large wp-image-2644" alt=" © Julian Röder" src="/wp-content/uploads/2013/04/häppchenweise_schönschrift-720x306.jpg" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Foto: Julian Röder, alle Rechte vorbehalten</p></div>
<p>Jenz und Till habe sich zusammen auf’s Sofa gekauert. Er trägt nur Boxershorts, die seinen steifen Penis eher schlecht als recht bedecken. Jenz’ knallbunte Unterwäsche wird die nächsten Szenen nicht überstehen. Wenn die beiden sich bald stöhnend auf dem Flokati wälzen, wird nur das großflächige Tattoo auf der rechten Flanke von ihrer Nacktheit ablenken. Sie wird seinen Penis in den Mund nehmen und rhythmisch den Kopf auf und ab bewegen. Er wird ihre Brüste, ihren Po kneten, schließlich ihre Schamlippen lecken und mit dem Finger in ihre Vagina eindringen.</p>
<p>Es ist die zentrale Szene in Maike Brochhaus Debütfilm <a href="http://www.haeppchenweise.net/">„Häppchenweise“</a>, der jetzt in Köln Premiere feierte. Als „postpornografisches Experiment“ bezeichnet sie, was sie da mit sechs Darstellern und einer kleinen technischen Crew in einem besetzten Haus in Köln Kalk verwirklicht hat. <span id="more-2638"></span>Brochhaus hat Kunst auf Lehramt studiert und promoviert nun zu den Grenzen zwischen Kunst und Pornografie. Der queere Filmemacher <a href="http://berlinergazette.de/tabu-fetisch-bruce-la-bruce/">Bruce LaBruce</a> ist ihr Forschungsgegenstand. „Häppchenweise“ hat nicht viel mit den morbiden Metaphern in LaBruces expliziten Filmen gemeinsam, die auf den großen Filmfestivals gezeigt werden. Es ist ein zärtlicher Film, der Sexualität auf der Leinwand jenseits der Klischees von YouPorn oder Hollywood zeigt.</p>
<p>Um ihn zu verwirklichen, hatte Brochhaus Unterstützung aus dem Internet eingeworben. Via Crowdfunding waren über 10.000 Euro zusammen gekommen, der Mindestbetrag, um das Filmprojekt anzuschieben. Die Postproduktion konnte damit nicht abgedeckt werden, auch keine Honorare für die Darsteller. Das ist bei kleinen Filmprojekten keine Seltenheit. Dass schon vor der Premiere zahlreiche Internetuser den <a href="http://haeppchenweise.net/shop/shop.php">Download des Films</a> vorbestellten und die Tilgung der Kosten in greifbare Nähe rückt, ist dagegen bemerkenswert.</p>
<p>Die Versuchsanordnung, die die Unterstützer neugierig gemacht haben dürfte, sieht so aus: Sechs Personen lernen einander kennen. Sie essen zusammen, trinken Cocktails, reden über Sex und spielen Flaschendrehen. Auf wen die Flasche zeigt, der oder die zieht eine Karte von einem von drei Stapeln. Die Aufgaben und Fragen reichen von harmlos bis scharf: „Wie kann dich jemand beim ersten Treffen überraschen?“„Erzähle, wie du es dir selber machst.“ „Küsse jemanden aus der Runde so, dass er oder sie nicht mehr aufhören will.“ Die Dinge nehmen ihren Lauf, während hinter den Kulissenwänden die Tonbänder mitlaufen und eine Kameracrew durch einseitig verspiegelte Scheiben jede Bewegung filmt. Brochhaus zeigt: Für die Generation YouPorn ist Big Brother eine mediale Kindheitserinnerung, die man für die eigenen Zwecke nach Belieben gebrauchen und dekonstruieren kann.</p>
<p>Ob es das Spiel war, das Jenz und Till eng umschlungen auf dem Teppich hat landen lassen, der Alkohol oder eine authentische Anziehung zwischen den beiden, das erfährt der Zuschauer nicht. Es ist auch egal, denn die Szene ist heiß. Selbst hartgesottene Porno-Routiniers kann sie nicht kalt lassen und das hat etwas mit dem medialen Setting zu tun. Hier versuchen sich weder zwei sogenannte Amateure an einer professionellen Pornoästhetik, noch werden heimlich zwei Unschuldige beim Liebesspiel beobachtet. Darsteller und Zuschauer begegnen sich auf einer Ebene jenseits von Voyeurismus und Exhibitionismus. Sie sind Akteure, die wissen, was sie tun und sich mit Freuden von der Hitze des Augenblicks mitreißen lassen.</p>
<p>Auch wenn Jenz und Till das Zentrum der Szene sind, rührt doch die Spannung, die sie so besonders macht, nicht unwesentlich vom Verhalten der anderen Darsteller her. Nach und nach verlassen sie den Raum und weichen auf die Terrasse aus. Die Absicht, die beiden auf dem Sofa „alleine zu lassen“ wirkt vor dem filmeigenen Setting absurd – aber ehrlich. Die Gruppe überlässt das Paar den Kameraleuten und letztlich den Blicken der Zuschauer, die gerade deshalb einen spannenden Moment von echter, inszenierter Intimität erleben – das ist hier kein Widerspruch.</p>
<p>Das zeigt sich spätestens als der Moment vorbei ist, schneller als man denkt. Jenz hockt auf Tills Schoß, sie zieht seinen Kopf zu sich und raunt, dass sie jetzt viel zu nervös sei. Die zwei tauschen noch ein paar Küsse, ziehen sich dann wieder an und gesellen sich zu den anderen. „Und hattet ihr Sex?“ Die Antwort ist unentschlossen: „Ja, nein, also&#8230; wer weiß das schon?“ Ja, denn es war heißt und innig und erregend und schön. Da würde das geneigte Publikum sofort zustimmen. Nein, denn es kam nicht zum klassischen, heterosexuellen Geschlechtsakt wie er im (Bio-)Buche steht: zur Penetration. So tief sitzen sie, die Muster, wie wir über Sex denken und sprechen. Und sie werden lange nicht nur von der allseits proklamierten Pornofizierung der Gesellschaft geprägt.</p>
<p>Gegen solche Konventionen führt Maike Brochhaus ihren Film ins Feld. Der lebt von den ehrlichen Gesprächen über Sexualität, die die sechs Akteure führen, mindestens ebenso wie von den intimen Szenen. Es geht darin um sadomasochistische Blinddates, um Liebesbeziehungen zu mehr als einer Person gleichzeitig und zu unterschiedlichen Geschlechtern, um schwulen Sex. Und das alles findet in einem Umfeld statt, das einem von der letzten WG-Party bekannt vorkommt – aber eben nur ein wenig. Denn Brochhaus’ Film ist trotz des Experiments, das ihm zugrunde liegt, ein sorgfältig editiertes Werk geworden, das den Namen verdient.</p>
<p>Aus vielen Stunden Material, aufgenommen von neun Kameras während des elfstündigen Drehs, hat die Regisseurin heraus geschält, was sie zeigen wollte. Eine 70-minütige Komposition zum Thema Sexualität, die Intellekt und Instinkt gleichzeitig anspricht und die Trennung zwischen beiden irgendwie absurd erscheinen lässt. Der Film gelingt ohne große tabubrecherische Geste als das, was Till sich in der Eröffnungssequenz von ihm erhofft: „Ein antibürgerliches Statement.“</p>
<p><em>Dieser Artikel erschien ebenfalls in der <a href="http://berlinergazette.de/brochhaus-post-porno/">Berliner Gazette</a>.</em></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Intimit%C3%A4t+%E2%80%93+echt+inszeniert+%7C+%E2%80%9EH%C3%A4ppchenweise%E2%80%9C+von+Maike+Brochhaus+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Kunst, Porno, Artporn? &#124; Konkurrierende Rhetoriken beim 6. Pornfilmfestival Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 14:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8222;Was ist der Unterschied zwischen Kunst und Pornografie?&#8220;, fragen die Macher_innen des 6. Berliner Pornfilmfestivals auf ihrer Homepage. Und die Antwort haben sie auch gleich parat: &#8222;Kunst ist teurer!&#8220; Das mag eine grobe Verallgemeinerung und in einigen Fällen schlicht falsch sein, &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/kunst-porno-artporn-konkurrierende-rhetoriken-beim-6-pornfilmfestival-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Kunst%2C+Porno%2C+Artporn%3F+%7C+Konkurrierende+Rhetoriken+beim+6.+Pornfilmfestival+Berlin+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1749" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-1749" title="AITT03" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/10/AITT03.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">&quot;Angel in the Toilet&quot; von Koichi Imaizumi (alle Rechte vorbehalten)</p></div>
<p>&#8222;Was ist der Unterschied zwischen Kunst und Pornografie?&#8220;, fragen die Macher_innen des 6. Berliner Pornfilmfestivals auf ihrer <a href="http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2011/de/?page_id=356">Homepage</a>. Und die Antwort haben sie auch gleich parat: &#8222;Kunst ist teurer!&#8220; Das mag eine grobe Verallgemeinerung und in einigen Fällen schlicht falsch sein, es führt allerdings direkt zum Kern des Diskurses um Pornografie. Immer geht es dabei um Abgrenzung. Pornografie ist das ewig Andere der Kultur, das Schmuddelige ohne Mehrwert. Oder in einer paranoiden aber höchst aktuellen Ausprägung: das Allgegenwärtige, zu dem jeder (sogar Kinder und Frauen!) ständig Zugang hat und vor dem jeder folglich beschützt werden muss.</p>
<p>Aber es gibt auch eine Gegentendenz, zu der das Berliner Porn Filmfestival, das in diesem Jahr (26.-30.10. 2011) den <a href="http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2011/de/?p=4515">Rekord von 5.000 Besuchern</a> geknackt hat, seinen Beitrag leistet. <span id="more-1713"></span>Kunst und Pornografie entdecken einander &#8211; wieder, muss man sagen, denn im Goldenen Zeitalter der Pornografie in den 70er Jahren gab es bereits ein hippes, sexuell revolutioniertes und kunstinteressiertes Porno-Publikum, das sich in großen Filmtheatern zu Vorstellungen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Throat_(Film)">&#8222;Deep Throat&#8220;</a>(Gerard Damiano) oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Behind_the_Green_Door">&#8222;Behind the Green Door&#8220;</a> (Artie und James Mitchell) traf. Mit VHS, DVD und dem Internet scheint Porno stärker zu einer Angelegenheit für den kleinen Bildschirm geworden zu sein. Gegen diese Tendenz richten sich nun zunehmend Museen, Festivals, Symposien und Konferenzen.</p>
<p>Dass es beim Pornfilmfestival auch eine Kurzfilmreihe unter dem Titel <a href="http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2011/de/?p=2919">&#8222;Artporn&#8220;</a> gibt, stiftet ein wenig Verwirrung. Werden hier nun dem selbst formulierten Prinzip gemäß die teureren Produktionen gezeigt? Keineswegs. Dass man auch unter dem Vorzeichen der Kunst für das Produktionsbudget in die eigene Tasche greifen muss, zeigen &#8222;Angel in the Toilet&#8220; des japanischen Filmemachers Koichi Imaizumi und &#8222;Greedy Eyes&#8220; von Anton Z. Risan. Aber was macht diese Filme nun zu Art? Und warum braucht es den Zusatz auf einem Festival, das ohnehin den Anspruch vertritt, Kunst und Porno einander näher zu bringen?</p>
<p>Was vielen Filmen gelang, die unter anderen Vorzeichen beim Festival liefen &#8211; zum Beispiel dem des Dokumentarischen, des Experimentellen oder des Feminismus &#8211; ging dem &#8222;Kunstporno&#8220; leider ab. So erweitert die Road-Movie-Doku &#8222;Orchids. My Intersex Adventure&#8220; den cineastischen Horizont für das Spannungsverhältnis von gesellschaftlicher, medizinischer und familiärer Identität der Intersexuellen Filmemacherin. <a title="Was Frauen wollen? | 6. Pornfilmfestival Berlin" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/was-frauen-wollen-6-pornfilmfestival-berlin/">&#8222;Mutantes&#8220;</a> von Virginie Despentes oder <a href="http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2011/de/?p=756">&#8222;The Advocat for Fagdom&#8220;</a> über Bruce LaBruce arbeiteten die diskursive Verstrickung feministischer und/oder homosexueller Politik mit Pornografie und Punk-Kultur auf. Und &#8222;Nude Study&#8220; erzählt neben mehreren berührenden Lebensgeschichten auch noch in experimentierfreudigen Bildern von der Spannung zwischen bewegten Bildern und nackten Körpern.</p>
<p>Die Messlatte für Kunst-Porno liegt also hoch. Das Artporn-Showreel konnte diese Hürde leider nicht nehmen. Hier herrschten statt ästhetischem Aufruhr und politischem Diskurs eher experimentelle Langeweile (&#8222;Let Me Entertain You&#8220;) und gescheiterte Provokation (&#8222;Filetisierung&#8220;, &#8222;Mother of Pearl&#8220;). Im <a href="http://kunsthallewien.at/downloads/mediazone/Publikationen/Ausstellungskataloge/2009_The_Porn_Identity.pdf">Katalog zu „The Porn Identity“</a>, einer Ausstellung, die 2006 in der Kunsthalle Wien zu sehen war, vertritt Linda Hentschel  „die These, dass Kunst und Pornografie keineswegs feste, sich gegenseitig ausschließende Kategorien, sondern ineinandergreifende Formen der Rhetorik sind&#8220;. Mit dem Artporn-Showreel spielten die Kuratoren diese Formen leider gegeneinander aus. Aber selbst das bleibt inmitten eines künstlerisch so anspruchsvollen Gesamtprogramms verzeihlich.</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Kunst%2C+Porno%2C+Artporn%3F+%7C+Konkurrierende+Rhetoriken+beim+6.+Pornfilmfestival+Berlin+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Was Frauen wollen? &#124; 6. Pornfilmfestival Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 17:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn es in Deutschland um Pornografie und Frauen geht, dann ist die prominenteste Assoziation wohl Alice Schwarzers PorNo-Kampagne, die in direkter Linie auf US-amerikanische feministische Pornogegnerinnen wie Andrea Dworkin zurückgeht. Der berühmteste Slogan dieser Bewegung war &#8222;Porno ist die Theorie. &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/was-frauen-wollen-6-pornfilmfestival-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Was+Frauen+wollen%3F+%7C+6.+Pornfilmfestival+Berlin+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1691" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-1691" title="CHATROULETTEskaliert" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/10/CHATROULETTEskaliert.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">&quot;Chatroulette&quot; von Maria Llopis (alle Rechte vorbehalten)</p></div>
<p>Wenn es in Deutschland um Pornografie und Frauen geht, dann ist die prominenteste Assoziation wohl <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Schwarzer">Alice Schwarzers</a> <em>PorNo</em>-Kampagne, die in direkter Linie auf US-amerikanische feministische Pornogegnerinnen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Dworkin">Andrea Dworkin</a> zurückgeht. Der berühmteste Slogan dieser Bewegung war &#8222;Porno ist die Theorie. Vergewaltigung ist die Praxis&#8220; und Zensur, am besten Verbot, schien ihren Vertreterinnen der einzige Weg, Pornografie zu handhaben. Virginie Despentes&#8216; Film <a href="http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2011/de/?p=1045">&#8222;Mutantes &#8211; Punk, Porn Feminism&#8220;</a>, der jetzt beim <a href="http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2011/de/">6. Berliner Pornfilmfestival</a> gezeigt wurde, dokumentiert einen anderen Ansatz. Seit den 1960er Jahren verknüpfen Frauen Feminismus, Sexarbeit und Pornografie zu eigenwilligen politischen Bewegungen. Mutationen, aus denen nicht nur die Porn Studies mit ihrer berühmtesten Vertreterin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linda_Williams">Linda Williams</a> hervorgegangen sind, sondern auch eine kleine aber ansehnliche Riege weiblicher Pornografinnen. <span id="more-1690"></span></p>
<p>Acht Beiträge zum Diskurs über <a href="http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2011/de/?p=1240">&#8222;Female Porn&#8220;</a> zeigte das Festival in einer Kurzfilmreihe. Den Anfang machte eine selbstreflexive Doku, entstanden beim Pornfilmfestival vor zwei Jahren. In Katharina Szmidts &#8222;Cum different: Frauen machen&#8217;s anders&#8220; erläutern weibliche Pornografinnen, was den Frauen-Porno vom Mainstream abhebt. Dass er dabei gleich zum &#8222;gehobenen Porno&#8220; erklärt wird und die Macherinnen sich am liebsten gar nicht mehr als Pornografinnen bezeichnen wollen, spiegelt eine moralische Falle wieder, die Linda Williams in ihrem Porn Studies-Klassiker <a href="http://www.amazon.com/Hard-Core-Pleasure-Visible-Expanded/dp/0520219430">Hard Core</a> beschreibt. Diese besteht darin ein Ideal vom weiblichen,</p>
<blockquote><p>scheinbar authentischen, akzeptablen Sex [&#8230;] gegen den unauthentischen und inakzeptablen Sex des ‚Anderen’ (als den pornografischen, gewalttätigen oder obszönen) abzusetzen.</p></blockquote>
<p>Dass allerdings Pornos von und für Frauen genauso heteronormativ und ästhetisch eintönig sein können, wie es dem Mainstream häufig vorgeworfen wird, zeigt Louise Lushs &#8222;The thought of her&#8220;. Hier wird nicht nur ein ideal-typischer Männerkörper beim Wichsen gezeigt, seine Gedanken (die sich &#8211; von der Regisseurin verfasst &#8211; ausschließlich um eine <em>sie</em>, ihren Hintern, ihre Brüste etc. drehen) werden im Voice-Over gleich mit objektifiziert. Aber wer zu diesem Zeitpunkt kopfschüttelnd den Kinosaal verlassen und das Screening als Gesamtheit verpasst hat, dem ist einiges entgangen.</p>
<p>&#8222;Chatroulette&#8220; von Maria Llopis zum Beispiel, die als Vertreterin jüngster spanischer Postpornografie auch in &#8222;Mutantes&#8220; zu Wort kommt. Sie passt weder in die Mainstream-Pornoästhetik noch das Lady-Klischee à la Erika Lust und gerade deshalb bietet ihre Darstellung in &#8222;Chatroulette&#8220; eine echte Alternative &#8211; dokumentarisch, sexy und humorvoll. Llopis hat jahrelange Erfahrung mit ihrem Punk-feministischen DIY-Projekt <a href="http://girlswholikeporno.com/">GirlsWhoLikePorno</a> gesammelt, das in Barcelona zu einer produktiven politischen Bewegung rund um Pornografie und Queerness gehört.</p>
<p>Zum Abschluss der Kurzfilmreihe zeigt &#8222;Kaktus&#8220; (Anna Treimann) wie wirklich kompliziert es ist, sexuelle Lust und Fantasien in Kategorien zu ordnen, sei es männlich/weiblich, normal/anormal, legal/illegal. Wer das feministische Tabu-Thema Vergewaltigung in humorvoll-berührenden 30 Minuten erhellend behandeln kann, dem gebührt Applaus. Ebenso wie den Kuratoren der Reihe, die ihre eigenen Diskurse &#8211; auch die gegenläufigen &#8211; kennen und sie auf der Leinwand plausibel zusammen gebracht haben.</p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Was+Frauen+wollen%3F+%7C+6.+Pornfilmfestival+Berlin+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Post Porn Poetry&#8220; im Maxim-Gorki-Theater &#124; Collage statt Konfrontation</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 09:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Maxim-Gorki-Theater traut sich was. Wo auf den meisten vergleichbaren Bühnen noch die Postdramatik abgehandelt wird, steht hier seit Juni 2011 &#8222;Postpornografie&#8220; auf dem Programm. Im Studio des Berliner Traditionshauses zeigt das Künstlerkollektiv ZENTRALE &#8220;Post Porn Poetry&#8220;, die Diplominszenierung der Regisseurin Agnes &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/post-porn-poetry-maxim-gorki-theater-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=%26%238222%3BPost+Porn+Poetry%26%238220%3B+im+Maxim-Gorki-Theater+%7C+Collage+statt+Konfrontation+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1563" class="wp-caption alignnone"><img class="size-full wp-image-1563" title="PPP008" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/10/PPP008.jpg" alt="" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Bild: Bettina Stöß (alle Rechte vobehalten)</p></div>
<p>Das Maxim-Gorki-Theater traut sich was. Wo auf den meisten vergleichbaren Bühnen noch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Postdramatisches_Theater">Postdramatik</a> abgehandelt wird, steht hier seit Juni 2011 &#8222;Postpornografie&#8220; auf dem Programm. Im Studio des Berliner Traditionshauses zeigt das Künstlerkollektiv <a href="http://zentrale.cc/">ZENTRALE</a> &#8220;Post Porn Poetry&#8220;, die Diplominszenierung der Regisseurin Agnes Hansch. Wer allerdings nackte Leiber erwartet, die ja im Theater eigentlich keine Seltenheit mehr sind, der wartet vergebens. Hardcore-Sex, Prostitution, Sadomaso &#8211; das alles gibt es &#8222;nur&#8220; verbal. Aber schließlich ist Porno ja nicht zuletzt ein literarisches Genre. Das kann man in Zeiten von YouPorn natürlich schon mal vergessen. Umso überraschender, dass &#8222;Post Porn Poetry&#8220; auf filmisches Material ganz verzichtet.<span id="more-1562"></span></p>
<p>Stattdessen fackeln hier <a title="„Dieser verrückte bunte Vogel“ | Ivana Sajević im Gespräch über Gaddafi als „King of the Kings“ (Freischwimmer 2011)" href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/interview-lovefuckers-king-of-the-kings-gaddafi/">Ivana Sajević</a> und Hanna Binder in pinken Röckchen und fleischfarbenen Leggings eine Show &#8222;voller Höhepunkte&#8220; ab, mit Zitaten von jetzt und früher, aus Literatur, Musik und Philosophie. Vom &#8222;House of the rising sun&#8220; als Ideengeber für Kollektiv-Sex-Fantasien, über Pedro Almodovars fiktive Dirty-Doll <a href="http://www.amazon.de/Patty-Diphusa-Wilde-Geschichten-Almodóvar/dp/342661507X">Patty Diphusa</a>, bis hin zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelmenschen">Platons Kugelmenschen</a>, die erst Sex brauchen, seit die Götter sie von ihrer besseren Hälfte getrennt haben. In der ZENTRALE wurden die kulturgeschichtlichen Hausaufgaben gemacht! Verwunderlich nur, dass Tim Stüttgens Veröffentlichung <a href="http://www.b-books.de/verlag/ppp/index.html">&#8222;Post Porn Politics&#8220;</a> zum gleichnamigen Symposium, das 2006 in Berlin stattfand und an das der Titel des Abends so nah angelehnt ist, keine Erwähnung findet. Der Theoretiker und Performer fragt darin unter anderem:</p>
<blockquote><p>Why watch porn? Why not? Or why not look for &#8222;other&#8220; porn? Why not produce post-porn? How do we theorize sex performance? &#8230;</p></blockquote>
<p>Die Postpornografie-Szene, zu der Stüttgen gehört, ist eine Mischung aus akademischer Beschäftigung mit Pornografie, Performancekunst und radikalem politischen Aufbegehren gegen sexualisierte Formen der Macht. Einerseits bejaht sie die Lust am Pornografischen, andererseits versteht sie sich aber in vielerlei Hinsicht als Alternative zum Porno-Mainstream. Mit queeren Mitteln werden hier Darstellungen erzeugt, die den Handlungsspielraum derjenigen erweitern sollen, die normalerweise sowohl im Mainstream-Porno, als auch in einer auf Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit basierenden Gesellschaft am Rande stehen: Homo-, Trans*- und Intersexuelle oder auch einfach nur Personen, die nicht auf ein Männer- oder Frauenklischee festgelegt werden wollen, dem sie nicht entsprechen.</p>
<p>Zu namhaften Performer_innen der Postporn-Szene, die auch im etablierten Kunstbetrieb ihre Erfolge verbuchen können, gehören neben <a href="http://anniesprinkle.org/">Annie M. Sprinkle</a> (eine ehemalige Pornodarstellerin mit Doktortitel) oder <a href="http://www.dellagracevolcano.com/index.html">Del la Grace Volcano</a> auch der Filmemacher <a href="http://www.brucelabruce.com/">Bruce la Bruce</a> und Tim Stüttgen selbst als Berliner Vertreter. Ihr radikales Erbe anzutreten, das hat sich ZENTRALE nicht vorgenommen. Auch nicht in ihre ästhetsischen Fußstapfen zu treten. Und das war eine gute Entscheidung, die der Qualität des Abends keinen Abbruch tut.</p>
<p>&#8222;Post Porn Poetry&#8220; interessiert sich für die Kommerzialisierung der Sexualität in so handfesten Ausprägungen wie der Sex-Arbeit, zu der Prostitution und Pornografie gehören. Im Mittelpunkt des Abends steht, dass Sex längst zur Währung geworden ist oder doch zumindest seinen Preis hat. Kapitalismus, Marktwirtschaft, Selbstmanagement, alles schlau gewählte Themen, an denen sich die Postpornografie-Debatte mit einem Theater überlappt, das sich gern als kritisch-links verkauft.</p>
<p>Damit findet ZENTRALE ihren Weg in einen Betrieb, der der Pornografie im kulturellen Spektrum diametral entgegen steht. Auf der Bühne Sperma, Schwanz und Fotze zu sagen, das ist nicht das provokante dieses Abends, der manchmal aufpassen muss, in seiner Collagenhaftigkeit nicht ins Beliebige abzurutschen. Es ist die süße Subversion, mit der &#8222;Post Porn Poetry&#8220; das Publikum für ein gesellschaftspolitisches, akademisches und künstlerisches Thema interessiert, ohne dass es sich auch nur ein bisschen unwohl fühlen muss oder aus seiner Theatergemütlichkeit herausgerissen wird. Die nächsten Projekte der ZENTRALE lassen Spannendes erwarten!</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2011/10/notizen-post-porn-poetry.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-1730" title="Notizen" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/10/notizen-post-porn-poetry-thumb.jpg" alt="Handschriftliche Notizen" width="275" height="275" /></a><a href="/wp-content/uploads/2011/10/notizen-post-porn-poetry.pdf">Notizen zu diesem Artikel als PDF</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=%26%238222%3BPost+Porn+Poetry%26%238220%3B+im+Maxim-Gorki-Theater+%7C+Collage+statt+Konfrontation+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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