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	<title>Schönschrift &#187; Karl Marx</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Hallo liebe Bank! &#124; Sascha Bunge inszeniert &#8222;Geld&#8220; für Publikum ab 9 Jahren</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 20:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was ist das? Es gibt mehr davon als man zählen kann. Man benutzt es zum Belohnen, Beschenken und um es den Toten mitzugeben. Und wenn man einmal anfängt, es auszugeben, dann hört man nie wieder damit auf. &#8222;Geld&#8220; lautet die &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/sascha-bunge-inszeniert-geld-theater-parkaue-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Hallo+liebe+Bank%21+%7C+Sascha+Bunge+inszeniert+%26%238222%3BGeld%26%238220%3B+f%C3%BCr+Publikum+ab+9+Jahren+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2089" class="wp-caption alignnone"><a href="/wp-content/uploads/2012/01/GELD_4.jpg"><img class="size-full wp-image-2089" title="GELD_4" src="/wp-content/uploads/2012/01/GELD_4.jpg" alt="" width="720" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Christian Brachwitz (alle Rechte vorbehalten)</p></div>
<p>Was ist das? Es gibt mehr davon als man zählen kann. Man benutzt es zum Belohnen, Beschenken und um es den Toten mitzugeben. Und wenn man einmal anfängt, es auszugeben, dann hört man nie wieder damit auf. &#8222;Geld&#8220; lautet die Antwort, aber damit fangen die Fragen erst an. In einer Zeit, in der eingefleischte Feuilleton-Leser zum Wirtschaftsteil greifen und alle Welt um ihre Währung bangt, beleuchtet auch das Junge Staatstheater Berlin das Geld in seinem Programm. Nach Aufsätzen von Gertrude Stein inszeniert Sascha Bunge am Theater an der Parkaue einen Abend mit Wissen und Halbwissen, falschen Fünfzigern und echtem Spielgeld.<span id="more-2078"></span></p>
<p>Auf der Bühne gibt es eine Waschküche und eine Badewanne. Ein Flipchart, ein Aquarium und jede Menge Krimskrams. Vor allem aber gibt es hier zwei große Leinwände und mehrere Projektionsflächen (darunter das Flipchart). Dazwischen pest Birgit Berthold mit lockiger Perücke herum und arbeitet sich gute 70 Minuten an einem ganzen Batzen Text ab: <a href="http://www.amazon.de/geld-romane-erzählungen-Gertrude-Stein-Bücher/s?ie=UTF8&amp;keywords=Geld%3B%20Romane%2FErzählungen&amp;rh=n%3A186606%2Ck%3AGeld%3B%20Romane%2FErzählungen%2Cp_lbr_books_authors_browse-bin%3AGertrude%20Stein&amp;page=1">&#8222;Geld. Mehr Geld &#8211; Noch mehr Geld &#8211; Alles über Geld &#8211; Ein letztes über Geld&#8220;</a>. Gertrude Steins Texte erschienen erstmals 1936 in dem US-amerikanischen Magazin &#8222;Saturday Evening Post&#8220;. Sie klingen, als könnten sie gerade gestern geschrieben worden sein. Mitten in einer Schulden- und Finanzkrise, in der &#8222;die da oben&#8220; keine Ahnung von den Summen haben, mit denen sie hantieren, obwohl jede kleine Hausfrau Cent für Cent beziffern kann, was ihr am Ende des Monats fehlt &#8211; so das gängige Lamento.</p>
<p>Die zentrale &#8211; und berühmt gewordene &#8211; Frage dieser Texte lautet: &#8222;Ist Geld Geld oder ist Geld nicht Geld?&#8220; Ist es eine alltägliche Tatsache mit einem reellen Wert und zwei Stellen hinter dem Komma (siehe Hausfrau) oder eine Zahl mit vielen Nullen und Punkten dazwischen? Historisch, mathematisch, populär-musikalisch und mitunter philosophisch wird dieses Abstraktum auf der Bühne beackert. Dabei wird schnell klar, dass viel Fantasie nötig ist, um Zauberwörter wie &#8222;Kredit&#8220; oder &#8222;Zinsen&#8220; zu verstehen. Deshalb ist eine Theaterbühne nicht der schlechteste Ort, um Antworten zu suchen. Schade nur, dass zwischen der textwälzenden Bertholt auf den Brettern und den Figuren, die sie in den zahllosen eingespielten Videosequenzen verkörpert, eher eine <a href="http://www.wdrmaus.de/">&#8222;Sendung mit der Maus&#8220;</a>-Stimmung aufkommt.</p>
<p>Bunge/Bertholts Arbeit schreit davon, dass den Erwachsenen angesichts des Faszinosums Geld selbst die Erklärungen ausgehen. Es bleibt aber die Frage, wieviel von der Komplexität und Ratlosigkeit rüberkommt, wenn die theatralen Mittel, die sowas vielleicht zeigen könnten, Hintergrundgeplänkel für das Leinwandgeschehen bleiben. Wissen macht eben nicht &#8222;hä?&#8220;, sondern <a href="http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/">&#8222;ah!&#8220;</a> und von den Erklär-Formaten der televisuellen Welt, die hier die Überhand gewinnen, erwarten wir andere Wahrheiten als vom Theater. Man hätte fabelhaft durchspielen können, wie und ob aus selbst bedruckten Scheinen echter Wert entsteht, aber das wird den Kindern überlassen, die nach der Vorstellung auf die Bühne robben, um das bunte Papier mit beiden Händen einzusammeln. Ist auch ok.</p>
<p><em><a href="http://www.parkaue.de/index.php?topic=22&amp;playId=781">&#8222;Geld&#8220;</a> ist im <a href="http://www.parkaue.de/">Theater an der Parkaue</a> wieder am 6., 21., 22. und 23. Februar zu sehen. Vom 30. Januar bis zum 4. Februar findet dort die Winterakademie für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 20 Jahren statt. Das Thema: &#8222;Sagen wir wir haben Geld&#8220;.</em></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2012/01/notizen-geld.pdf"><img class="alignleft size-full wp-image-2122" title="Notizen" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2012/01/notizen-geld-thumb.jpg" alt="Handschriftliche Notizen, Ausschnitt" width="275" height="275" /></a><a href="/wp-content/uploads/2012/01/notizen-geld.pdf">Notizen zu diesem Artikel als PDF.</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Hallo+liebe+Bank%21+%7C+Sascha+Bunge+inszeniert+%26%238222%3BGeld%26%238220%3B+f%C3%BCr+Publikum+ab+9+Jahren+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Wer anderen eine Grube gräbt, ist selbst ein Hase &#124; Andcompany&amp;Co. schlagen Kapital aus Marx und May (Archivkritik)</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 21:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Grawinkel]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Archivkritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Wilden Westen haben die Totengräber die Hosen an. Kapitalismusflüchtlinge haben hinter&#8216;m AKW nichts verloren, außer es handelt sich um deutsche Dauer-Camper im Goldrausch. Wer anderen einen Pfeil durch&#8217;s Herz jagt, muss die Konsequenzen tragen und schon sehr bald selbst &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/andcompany-co-schlagen-kapital-aus-marx-und-may/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Wer+anderen+eine+Grube+gr%C3%A4bt%2C+ist+selbst+ein+Hase+%7C+Andcompany%26%23038%3BCo.+schlagen+Kapital+aus+Marx+und+May+%28Archivkritik%29+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_250" class="wp-caption alignnone"><img class="size-large wp-image-250" title="West in peace" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/02/west-in-peace.jpg" alt="Bühnenfoto von West in peace" width="720" height="306" /><p class="wp-caption-text">Foto und Bildrechte: Gregor Knueppel / HAU</p></div>
<p>Im Wilden Westen haben die Totengräber die Hosen an. Kapitalismusflüchtlinge haben hinter&#8216;m AKW nichts verloren, außer es handelt sich um deutsche Dauer-Camper im Goldrausch. Wer anderen einen Pfeil durch&#8217;s Herz jagt, muss die Konsequenzen tragen und schon sehr bald selbst dran glauben. Indianer kennt kein&#8216; Schmerz. Karl M. - Karl May - Karl Marx&#8230;</p>
<p>Wer behauptet, man könne in Zeiten der Krise, sein kapitalismuskritisches Zelt im Vorgarten des Off-Theaters aufschlagen und von dort aus um jeden Zweifel erhabene Performance-Kunst Richtung Sonnenuntergang reiten lassen, der macht sich lächerlich. Die Performer von <a href="http://andco.de/index.php">Andcompany&amp;Co.</a> behaupten das nicht, campen im <a href="http://www.hebbel-am-ufer.de/">HAU</a> und machen sich stattdessen lustig. <span id="more-220"></span> Über die Zahnarzt-Dichte im nur scheinbar links-intellektuellen Publikum. Über Steuerflüchtlinge im letzten Loch von Schweizer Käsespezialitäten. Über Fernsehpfarrer, Vegetarismus, Protestkultur.</p>
<p>Die Gruppe um Nicola Nord nimmt das Publikum in <a href="http://andco.de/index.php?context=project_detail&amp;id=790">&#8222;West in Peace oder der letzte Sommer der Indianer&#8220;</a> für nur einen Euro (und dann noch einen und noch einen…) mit auf einen Campingtrip ins deutsche Hinterland. Hier tummeln sich Zwitterwesen aus Westernheld und Ost-Klischee, Gnome und Kaninchen. Man streitet sich, ob Gurkensalat kapitalistisch oder sozialistisch besser schmeckt und schon bei Sonnenaufgang liegt schwadenschweres Halbwissen aus der Marx- und May-Lektüre in der Luft.</p>
<p>Weil alle Vegetarier sind, kommen die Hasen nicht auf den Tisch, wie es sich gehört, sondern schön postdramatisch aus jeder Ritze des (fantastischen) Bühnenbildes, von wo aus sie bühnenreife Choreografien tanzen oder als Metapher dienen – nur für was? War da nicht was in Matrix? Donnie Darko? Oder bei dieser Alice&#8230;? Keine Zeit für Spekulationen – im Notfall sind sie &#8222;die hässliche Fratze des Kapitalismus&#8220;. (Oder die neuen Orangen auf deutschen Bühnen?) Und wenn es dunkel wird, liefern sie sich mit Fernseh-Gespenstern Floskelschlachten am Tresen des „El Dorado“. Noch Fragen?</p>
<p>Wenn die Companions ihre Revue aus Musik, Geschichte(n) und Gesellschaftsspiel passieren lassen, erfährt man (nicht) was Tofu mit Menschenfleisch und Kapitalismus mit Kanibalismus verbindet. Aber man darf raten. Ist es der lang schon verdächtige Neoliberalismus – oder doch der schnöde Wortwitz?</p>
<p>Man reitet im Track von Berlin Mitte über Radebeul zur Wolfsschanze nach Polen, wo der Führerbunker-im-Bunker steht. („Hallo, halloo!“) Zwischendurch wirft man ein weiteres Geldstück in den Schlitz, den Nabel des kulturbetrieblichen Dilemmas: Selbst die kritischste Kunst hat ihren Preis. Und hat man ihn einmal gezahlt, kann man sein Recht auf Unterhaltung geltend machen. Zur Not auch mit der Kettensäge. Aus Winnetous abgeschnittenen Zöpfen tropft dann kein Blut sondern Theaterschminke. Die ist auch schön rot. Die Eingeweide der Verblichenen sind strikt pflanzlich, weil Karotten – oder sie sind gleich genäht. Attrappe der Metapher. Klappe zu. Kennt ihr schon den&#8230;?</p>
<p>Am Happy End gibt’s immer noch keine Geschichte (und auch keinen Tod), dafür viel Protestpop. „Macht kaputt, was euch kaputt macht“ funktioniert in der Krise der Krise vielleicht nur mehr als neon-nostalgischer Abgesang mit mehr lachenden als weinenden Augen. Wenn selbst Anarchie sich reimt („Bambule Randale Linksradikale“) und die Intellektuellen ihre Schäfchen längst im Trockenen haben („Randale Bambule Frankfurter Schule“), werden wir verstehen, dass wir auch nach dem anhaltend ausbleibenden Systemcrash noch reichlich zu essen haben.</p>
<p>Andcompany &amp; Co. machen Kapitalismuskritik in der Komplexitätsschleuder. Zum Kranklachen komisch, ohne dass einem je das Lachen im Halse stecken bleibt. Es gibt alles außer Lösungen. Dem allgegenwärtigen Vorwurf, selbst ein Teil der Maschinerie zu sein, die Geld zu Kunst macht und Kultur zu Kapital, kann sich niemand entziehen. Glücklich, wer das ohnehin nicht vorhatte: &#8222;Ich fühle mich ganz wohl in meiner Krisen-Burg.&#8220; Applaus!</p>
<p><em>Kritik aus dem Archiv. West in Peace hatte schon im Winter 2009 Premiere.</em></p>
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