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	<title>Schönschrift &#187; Gender</title>
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	<description>Notizen zur Kultur</description>
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		<title>Auf der falschen Seite &#124; Tatort &#8222;Altes Eisen&#8220; in der ARD</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 14:52:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gender]]></category>
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		<description><![CDATA[Im gestern gesendeten Kölner Tatort &#8222;Altes Eisen&#8220; war Edgar Selge in der Rolle der transsexuellen Trudi natürlich der große exotische Gast. Als urspießige alte Lady ist Trudi das Zentrum der Handlung im liberalen Köln („Jeder Jeck ist anders.“). An ihrer sexuellen &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/tatort-altes-eisen-in-der-ard-koeln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Auf+der+falschen+Seite+%7C+Tatort+%26%238222%3BAltes+Eisen%26%238220%3B+in+der+ARD+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1429" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.flickr.com/photos/photomek/4438294293/"><img class="size-full wp-image-1429" title="Köln, Hohenzollernbrücke" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/09/koeln-nacht.jpg" alt="Die Kölner Hohenzollernbrücke bei Nacht in schwarz-weiß" width="720" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Thomas Babut, flickr.com/photos/photomek (CC-By)</p></div>
<p>Im gestern gesendeten Kölner Tatort &#8222;<a href="http://www.daserste.de/tatort/sendung.asp?datum=04.09.2011">Altes Eisen</a>&#8220; war Edgar Selge in der Rolle der transsexuellen Trudi natürlich der große exotische Gast. Als urspießige alte Lady ist Trudi das Zentrum der Handlung im liberalen Köln („Jeder Jeck ist anders.“). An ihrer sexuellen Identität werden nebenbei dann auch die relevanten Probleme abgehandelt, ob nun getrennte Toiletten (&#8222;Geh gefälligst aufs Männerklo, wo du hingehörst.&#8220;) oder die Anrede: &#8222;Frau Hütten? &#8211; Trudi, bitte&#8220;. Auch die strengen Regeln des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transsexuellengesetz">Transsexuellengesetzes</a> (die erst 2011 geändert wurden) werden notdürftig in Dialogform abgehandelt.<span id="more-1415"></span></p>
<p>Thematischer Mittelpunkt ist aber eine ermordete Vermieterin, vom Auszug bedrohte Mieter und das große Drumherum namens Gentrification. Der Schauplatz, ein uriges kölsches Viertel, droht in fünf Jahren &#8222;der coolste Bezirk&#8220; zu sein. Und das bedeutet, dass alteingesessenen Mietern das Pflaster zu teuer wird. Diese Verdrängung bekommt mit der Vermieterin Erika Roeder nun ein Gesicht, was Matthias Dell im <em>Freitag</em> zu Recht <a href="http://www.freitag.de/kultur/1135-likoerchen">kritisiert</a>, schließlich ist der Verdrängungseffekt eben in seinem anonymen Wirken so vertrackt:</p>
<blockquote><p>Dabei besteht das nebulöse Wirken dieser Gentrifizierung doch darin, dass die Häuser irgendwann einfach besenrein geworden sind, und die Menschen, die auf der Schäl Sick leben wie Trudi oder Gerda, sterben müssen oder woanders hinziehen.</p></blockquote>
<p>Selbst der Wettbüro-Inhaber Stamm (Tobias Oertel), dessen Einfluss letztlich hinter den finanziellen Nöten der Ermordeten steckt, ist Teil des Milieus und kein externer, abstrakter Faktor. Seine problematische Rolle als Glücksspielanbieter bleibt hier aber unreflektiert, obwohl Glücksspiel in den schwierigen Vierteln der Großstädte <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/casino-fatal/4472344.html">fatal boomt</a>. Statt die größeren Muster zu betrachten, bleibt das Drehbuch von Mario Giordano auch hier dicht am Konkreten.</p>
<p>Passend zu den Betrachtungen zur Identität und Rolle der Trudi Hütten werden auch die Kommissare Ballauf und Schenk (Klaus Behrendt und Dietmar Bär) vor die Frage nach ihren Zielen gestellt. Ballauf liebäugelt mit einem Karrieresprung zum BKA und mit der (leider dann doch vergebenen) Lydia Rosenberg, während Schenk sich demonstrativ auf seine Familie und das altbekannte Morddezernat beruft. Und Trudi ist bis zum Ende der treu ergebene Ehemann Arno für ihre geschiedene Frau Gerda. Liebe, Glück und Verantwortung seien eben nicht immer ein Gleichklang.</p>
<p>Dass die Handlung irgendwann nicht mehr trägt und am Ende der Mord von der unverdächtigsten, passivsten Person begangen wurde, ist zu verzeihen. Selge beim Spiel der vielschichtigen Trudi zuzusehen macht Spaß und das Kölner Kommissarengespann ist sowieso ein gutes Team. Die gesellschaftlichen Themen sind etwas dick aufgetragen, aber wenn man bedenkt, dass man 2007 noch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrej_Holm#Ermittlungsverfahren_wegen_Verdachts_der_Mitgliedschaft_in_einer_terroristischen_Vereinigung">in Untersuchungshaft landen konnte</a>, wenn man den Begriff &#8222;Gentrifizierung&#8220; benutzte, dann ist es beachtlich, dass der Tatort sich dessen annimmt.</p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2011/09/notizen-tatort-altes-eisen.pdf"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1433" title="notizen-tatort-altes-eisen" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/09/notizen-tatort-altes-eisen-thumb-275x274.jpg" alt="Ausschnitt aus Notizseite" width="275" height="274" /></a><a href="/wp-content/uploads/2011/09/notizen-tatort-altes-eisen.pdf">Notizen zu diesem Text als PDF.</a></p>
<img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Auf+der+falschen+Seite+%7C+Tatort+%26%238222%3BAltes+Eisen%26%238220%3B+in+der+ARD+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></content:encoded>
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		<title>Infografik Gender Pay Gap &#124; Statistik, Feminismus und der Equal Pay Day</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 16:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Till Claassen]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Equal Pay Day]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Gender Pay Gap]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist Equal Pay Day. Das Datum symbolisiert den durchschnittlichen Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland: Berufstätige Frauen verdienen im Durchschnitt 23% weniger als berufstätige Männer. Daher mussten sie theoretisch seit dem Jahreswechsel noch bis heute weiterarbeiten, um das &#8230; <a href="http://xn--schnschrift-tfb.org/artikel/infografik-gender-pay-gap-equal-pay-day/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img src="http://piwik.xn--schnschrift-tfb.org/piwik.php?idsite=7&rec=1&action_name=Infografik+Gender+Pay+Gap+%7C+Statistik%2C+Feminismus+und+der+Equal+Pay+Day+%7C+Sch%C3%B6nschrift" style="border:0" alt="" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://schönschrift.org/wp-content/uploads/2011/03/gender-pay.gap_.png"><img class="alignnone size-full wp-image-838" title="Gender Pay Gap" src="http://xn--schnschrift-tfb.org/wp-content/uploads/2011/03/gender-pay-gap-small.png" alt="" width="720" height="278" /></a></p>
<p>Heute ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Equal_Pay_Day">Equal Pay Day</a>. Das Datum symbolisiert den durchschnittlichen Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland: Berufstätige Frauen verdienen im Durchschnitt 23% weniger als berufstätige Männer. Daher mussten sie theoretisch seit dem Jahreswechsel noch bis heute weiterarbeiten, um das „nachzuholen“, was sie im Jahr 2010 weniger verdient haben.</p>
<p>Dass die Kampagne gut funktioniert, mag zeigen, dass z.B. IKEA den Anlass fröhlich aufgreift und „Viele Lieblingsprodukte der Frauen“ <a href="http://www.ikea.com/ms/de_DE/aktivitet/KVINNA.html">23% günstiger anbietet.</a></p>
<p>Die symbolhaften 23% werden allerdings auch von „männerpolitischen“ Gruppen als Mythos attackiert, mit dem Tenor: Es ist alles gar nicht so schlimm.<span id="more-837"></span></p>
<p>Dabei gilt wie immer: Kenne deine Argumente. Es gesellt sich nämlich noch eine weitere Zahl dazu, die kleiner, aber nach wie vor skandalös ist: Bei „vergleichbaren  Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien“ verdienen Frauen 8% weniger als Männer. Eine <a href="http://www.presseportal.de/pm/32102/2013641/statistisches_bundesamt">Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes</a> erläutert die Berechnung von <em>bereinigtem</em> und <em>unbereinigtem</em> Verdienstunterschied:</p>
<blockquote><p>Zur Berechnung geschlechtsspezifischer Verdienstunterschiede stehen zwei  Indikatoren mit unterschiedlicher Intention zur Verfügung: Der  unbereinigte Gender Pay Gap vergleicht den Durchschnittsverdienst aller  Arbeitnehmer beziehungsweise Arbeitnehmerinnen in allgemeiner Form  miteinander. Auf diese Weise wird auch der Teil des  Verdienstunterschieds erfasst, der durch schlechtere Zugangschancen von  Frauen hinsichtlich bestimmter Berufe oder Karrierestufen verursacht  wird, die möglicherweise ebenfalls das Ergebnis benachteiligender  Strukturen sind. Der bereinigte Gender Pay Gap hingegen misst den  Verdienstabstand von Männern und Frauen mit vergleichbaren  Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien.</p></blockquote>
<p>Die obige Grafik veranschaulicht den Unterschied: Tina und Jan machen einen vergleichbaren Job. Trotzdem bekommt Tina 8% weniger, das ist der bereinigte Gender Pay Gap. Frauen bekommen also für gleiche Arbeit weniger Geld. Zusätzlich haben Tina, Anna und Lisa (hier stellvertretend für alle Arbeitnehmerinnen) irgendwie schlechter bezahlte Jobs bekommen als Tom, Jan und Ben. Darum bekommen sie insgesamt 23% weniger, das ist der unbereinigte Gender Pay Gap. Frauen arbeiten tendenziell also auch noch in schlechter bezahlten Berufen.</p>
<p>Beide Zahlen sagen deutlich, dass wir Probleme haben. Symboldaten wie der heutige Tag mögen ihren Beitrag dazu leisten, sie zu lösen. Dennoch lohnt es sich, die statistischen Fakten sauber parat zu haben. IKEA mischt sie leider munter durcheinander: „Wusstest du eigentlich, dass Frauen in Deutschland bei gleicher Leistung durchschnittlich 23% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen“ &#8211; aber die machen ja auch Werbung, keine Politik.</p>
<p><em>Die bearbeitbare Quelldatei im SVG-Format von <a href="http://inkscape.org/">Inkscape</a> ist <a href="/wp-content/uploads/2011/03/gender-pay-gap-source.svg">hier verfügbar</a>, falls sich jemand berufen fühlt, eine schönere Version zu gestalten.</em></p>
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